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Tablet PC: immer und überall online

Seit Apples iPad hat der Tablet PC eine steile Karriere hingelegt. Immer mehr Konkurrenten wetteifern darum, wer das Tablet mit der besten Ausstattung, dem schlankesten Design und den meisten Anschlüssen bietet. Aber wer braucht eigentlich einen Tablet PC, und worauf sollte man achten?

Der Tablet PC füllt im Prinzip die Lücke zwischen Netbook und Smartphone. Ist das Netbook vielen noch zu groß und unhandlich, um es immer und überall dabei zu haben, lässt es sich auf dem kleinen Display eines Smartphones nicht wirklich bequem im Internet surfen, E-Mails schreiben oder Filme und Fotos anschauen.

Mit seinem zwischen 7 und 10 Zoll großen Display kann der Tablet PC in dieser Hinsicht punkten. Im Gegensatz zum Netbook ist der Tablet PC dagegen deutlich kompakter, da das Tablet eben kein Klapprechner ist und auch ohne Schreibtisch oder Unterlage bedient werden kann. Nebenbei ist er auch leichtgewichtiger als das größere Netbook.

Wer braucht einen Tablet PC?

Wer iPod, iPhone oder Smartphone mit hoch auflösendem Display sein Eigen nennt und damit zufrieden ist, braucht nicht wirklich einen Tablet PC. Denn viel mehr als ein iPhone kann ein Tablet in der Regel auch nicht. Und wer zu Hause einen Desktop Computer hat, ist auch nicht darauf angewiesen, wenn man nicht unbedingt auch im Bad seine Mails lesen möchte. Kurz gesagt: Man braucht einen Tablet PC nicht wirklich, aber Spaß macht er trotzdem.

Kompakter Alleskönner

Beim Frühstück am Küchentisch mal schnell die Nachrichten zu überfliegen, unterwegs in der Bahn ein eBook zu lesen oder zum Besuch bei Freunden die gesammelten Urlaubsfotos auf dem Tablet zu präsentieren – das hat schon was und macht auf dem relativ großen Display eines Tablets PC deutlich mehr Vergnügen als auf einem kleinen Smartphone-Display. Der Charme des mobilen Kleincomputers ist, so vieles auf einmal zu können: Ein Tablet PC ist Media-Player, eBook-Reader, Spielekonsole, Internetbrowser, Fernbedienung und Mailprogramm in einem.

Praktisch: Mit dem kompakten Archos 7.0 kann man einfach mal zwischendurch bei einem Kaffee auf seinen Lieblingsseiten surfen.
Praktisch: Mit dem kompakten Archos 7.0 kann man einfach mal zwischendurch bei einem Kaffee auf seinen Lieblingsseiten surfen.

Am meisten lohnt sich ein Tablet PC für die, die viel unterwegs sind und immer und überall online sein wollen. Dann ist das Tablet ein ideales Spielzeug. Dank seines hoch auflösenden Displays und der schlanken Form ist es geradezu prädestiniert dafür, überall eingesetzt zu werden.

Was muss ein Tablet PC können?

Die größte Kritik am iPad betrifft die mangelnde Anschlussfreudigkeit. So hat Apples Tablet-Pionier keinen USB-Anschluss an Bord und kann nicht direkt mit dem PC verbunden werden, um beispielsweise Daten auf den Tablet PC zu übertragen. Auch einen HDMI-Ausgang sucht man beim iPad vergebens, um Filme oder Fotos auf dem Fernseher anzeigen zu lassen.

Diese Lücken haben die meisten Konkurrenten geschlossen: Die Tablet PCs anderer Hersteller bieten in der Regel Anschlüsse für USB und HDMI, ebenso wie integrierte SD-Kartenleser. Ein großer Vorteil des iPads dagegen sind die unzähligen Apps, die sich über den App Store installieren lassen – von Spielen über Verkehrsinfos, Flugplänen und Wetterkarten bis zu Kochbüchern, Zeitschriften, Zeitungen und Nachschlagewerken ist hier fast alles zu haben. Auch das LIVING AT HOME Sonderheft “Mahlzeit,  Kinder” ist als iPad App erhältlich.

Das iPad 2 setzt Maßstäbe in Sachen Tablet PC. Die zweite Variante ist schlanker und leichter als der Vorgänger.
Das iPad 2 setzt Maßstäbe in Sachen Tablet PC. Die zweite Variante ist schlanker und leichter als der Vorgänger.

Wer mit seinem Tablet PC möglichst flexibel und vielseitig sein möchte, sollte also auf umfangreiche Anschlüsse achten. Neben einem möglichst wenig spiegelnden und möglichst hoch auflösenden Display ist die Speicherkapazität wichtig, denn sie bestimmt, wie viele Filme, Fotos und andere Daten der Tablet PC speichern kann. Die meisten Hersteller bieten Speicherkapazitäten von 16 bis 64 GB an, Archos spendiert seinem Tablet sogar bis zu 250 GB und ist damit Spitzenreiter. Die Tablet PCs von Archos haben beim Thema Multimedia noch einen Vorteil: Sie spielen besonders viele Dateiformate problemlos ab – anders als das iPad, das von Haus aus nur wenige Formate unterstützt.

Tablet PC: Displaygröße und Betriebssystem

Eine Überlegung ist auch die Displaygröße wert: Will man den Tablet PC ständig dabei haben, ist möglicherweise ein 7″-Tablet praktischer als das größere und meist auch schwerere 10″-Pendant. Wer sein Tablet dagegen als möglichst gleichwertigen PC-Ersatz sieht, ist wiederum mit dem größeren Display besser bedient, denn der Bedienungskomfort steigt mit zunehmender Bildschirmgröße.

Wichtig ist auch das Betriebssystem. Es entscheidet, ob sich der Tablet PC gut bedienen lässt, ob die Programme flüssig und ohne Abstürze laufen und alle Funktionen wie die Steuerung per Fingergesten auf dem Touchscreen einwandfrei klappen. Während Apples iPad mit dem hervorragenden hauseigenen iOS Betriebssystem läuft, kommen die anderen aktuellen Tablets entweder mit Googles Android, Windows 7 oder eigenen Betriebssystemen (beispielsweise HP und Blackberry).  Bei den Betriebssystemen folgen in relativ kurzen Abständen immer wieder Versionsupdates – es ist also sinnvoll, beim Tablet PC darauf zu achten, dass die jeweils neueste Version installiert ist.

Das Galaxy Tab von Samsung will dem iPad dank schnellem Datenübertragungsstandard HSDPA und ausgereifter Bedienoberfläche Konkurrenz machen.
Das Galaxy Tab von Samsung will dem iPad dank schnellem Datenübertragungsstandard HSDPA und ausgereifter Bedienoberfläche Konkurrenz machen.

Wenn Sie auch auf Reisen und in Bus und Bahn online sein wollen, benötigen Sie einen Tablet PC, der die Datenübertragungsstandards UMTS (3G) oder HSDPA an Bord hat. Mit einer entsprechenden SIM-Karte können Sie dann mit dem Tablet PC wie mit einem Smartphone überall und unabhängig von WLAN-Zonen im Internet browsen oder Mails abrufen. Die Verbindung zum Internet wird dann über die entsprechenden Mobilfunknetze hergestellt.

Wer hat den schönsten Tablet PC?

Beim Design orientieren sich die meisten Tablet PCs am wunderbar designten “Ur-Tablet”, dem iPad. Wichtig ist eine solide Verarbeitung, damit das gute Stück nicht nach dem ersten Ausrutscher das Zeitliche segnet. Einen soliden Eindruck machen Tablets mit einem Gehäuse aus Magnesium oder Aluminium, die gut in der Hand liegen. Für eine gute Handhabung des Tablet PC ist auch ein nicht allzu geringes Gewicht nützlich, denn allzu leichte Fliegengewichte rutschen schnell mal aus der Hand.

Unter dem Dach von Google: das Motorola "Xoom"
Unter dem Dach von Google: das Motorola "Xoom"

Neben Apples iPad und dem Galaxy Tab von Samsung ibt es immer mehr Tablet PCs , die mit einem guten Design punkten – wie der AT200 von Toshiba, LG Optimus Pad, das Blackberry PlayBook oder das Motorola Xoom.

Einen ganz neuen Weg bei Bedienkonzept und Design geht Acer mit dem “Iconia”: Auf den ersten Blick sieht der Tablet PC aus wie ein Netbook. Erst wenn das Acer Iconia aufgeklappt wird, kommt der Überraschungseffekt: Wo beim Netbook normalerweise die Tastatur sitzt, hat der Iconia Tablet PC einen zweiten Touchscreen, auf dem wahlweise ein zweites Programm, eine virtuelle Tastatur oder der “Acer-Ring” platziert werden kann. Der Acer-Ring ist eine ringförmige “Steuerkonsole”, mit Anwendungen gestartet werden, indem der User durch die Vorschaukarten scrollt und mit der Fingerspitze auf die gewünschte Abbildung tippt.

Innovatives Konzept in Sachen Tablet PC: das Acer Iconia mit "Acer Ring"
Innovatives Konzept in Sachen Tablet PC: das Acer Iconia mit "Acer Ring"

Innovative Konzepte, mehr Funktionen, neue Betriebssysteme und frisches Design lassen auf weitere spannende Neuheiten in Sachen Tablet PC hoffen.

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