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Kaffee: Sorten, Zubereitung & Kurioses

So schmeckt Kaffee am besten!


Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt vier Tassen Kaffee am Tag. Dabei haben Kaffeetrinker die Qual der Wahl: 50 bis 60 unterschiedliche Arten der Kaffeepflanze gibt es. Dazu kommen viele verschiedene Aufbrühtechniken.

Kaffee

Früher war Kaffee das Getränk reicher Leute, alle anderen mussten zu günstigen Alternativen greifen. Heute ist Kaffeegenuss für alle erschwinglich.


Frisch geröstete Kaffeebohnen
Kaffee: Die wichtigsten Sorten
Arabica
Dieser Kaffee macht etwa 75 Prozent der Kaffee-Weltproduktion aus. Ursprünglich stammt diese Sorte vermutlich aus Äthiopien, heute wird sie hauptsächlich in Brasilien und Kolumbien kultiviert. Der als hochwertig geltende Arabica-Kaffee zeichnet sich durch sein sehr volles Aroma aus.

Robusta
Diese Sorte ist, wie ihr Name schon vermuten lässt, im Anbau unempfindlich und weniger zeitaufwendig als der Arabica-Kaffee. Schon rein optisch kann man den Robusta-Kaffee vom Arabica unterscheiden: Seine Bohne hat einen geraden Einschnitt in der Mitte, der Arabica hingegen einen gewellten. Außerdem enthält Robusta doppelt so viel Koffein wie die Arabica-Bohne.

Liberica und Maragogype
Vor allem in Afrika aber auch in Asien ist die Liberica-Bohne zu finden. Sie enthält im Vergleich zu Arabica und Robusta weniger Zucker. Die Bohnen sind außerdem härter und saftloser, was dem Liberica-Kaffee den Ruf einbringt, eher minderwertig zu sein.
Maragogype verdankt seinen Namen der brasilianischen Stadt Maragojipe. Hier entdeckte man erstmals diese Kaffeesorte. Maragogype-Kaffee ist sehr mild und säurearm.

Excelsa und Kopi Luwak
Diese beiden Kaffeesorten gelten als besonders exquisit und selten. Der Excelsa-Kaffee wurde vor mehr als hundert Jahren am westafrikanischen Tschadsee entdeckt. Diese Kaffeepflanze zeichnet sich durch ihre enorme Robustheit aus, dennoch beträgt ihr Anteil am weltweiten Kaffeehandel nur etwa ein Prozent.
Die seltenste und teuerste Kaffeesorte der Welt ist Kopi Luwak. Sie stammt ausschließlich aus Indonesien. Das Geheimnis ihres Aromas ist die Schleichkatzenart Luwak. Sie frisst die Kaffeekirschen und scheidet sie wieder aus. Der Aufguss schmeckt voll, erdig und angeblich leicht nach Schokolade.


Kaffee kann Schlaf sogar fördern
Geschichten rund um Kaffee
Kaffee hat mittlerweile sein Image aufpoliert. Lange Zeit warnten Mediziner, Kaffee entwässere den Körper, schädige das Herz-Kreislauf-System und erhöhe Blutdruck und Blutzuckerspiegel. Neueste Studien sagen etwas anderes: Kaffee hat keine negativen Auswirkungen auf unseren Körper, er enthält sogar Kalium, Kalzium, Magnesium und Antioxidantien. Für Menschen mit Magenproblemen ist Kaffee dennoch nicht zu empfehlen: Die enthaltene Chlorogensäure reizt. Da Espresso stärker geröstet wird, enthält er weniger Säure, ist also magenschonender. Auch ein Glas Wasser als Begleitung hilft.

Der belebende Effekt des Kaffees ist legendär. Das Koffein beginnt etwa 20 bis 30 Minuten nach dem Genuss in unserem zentralen Nervensystem zu wirken. Wir fühlen uns wacher. Aber: Wer sich innerhalb der ersten Viertelstunde nach Kaffee-Genuss ins Bett legt, soll angeblich wesentlich ruhiger und tiefer schlafen, da das Schlafzentrum im Gehirn deutlich besser durchblutet wird. Wer den richtigen Zeitpunkt verpasst, bekommt die aufmunternde Wirkung des Kaffees zu spüren.

In anderen Ländern kann man sich allein mit einer kleinen, harmlosen Kaffeebestellung als Tourist outen. Die Italiener trinken ihre Kaffeespezialitäten wie Espresso oder Cappuccino nämlich immer auf die Schnelle, gerne in einer Bar am Tresen. Wer sich auf die sonnige Terrasse setzt und in Ruhe seinen Kaffee genießt, ist als Reisender enttarnt und zahlt häufig mehr.
In Frankreich heißt der berühmte Café au lait ganz anders - nämlich Café crème! Und: Die Franzosen trinken ihn nur morgens aus einer großen Schale ohne Henkel, der "bol". Der Rest des Tages gehört auch in diesem Urlaubsland dem Espresso, der sich in Frankreich Café noir nennt.
In Österreich fühlt sich der Tourist angesichts des Kellners mit Fliege und Anzug häufig unbedeutend und klein. Verschaffen Sie sich ruhig Gehör und bestellen Sie einen Einspänner. Serviert wird dann ein starker Kaffee mit Obers (Sahne) und dazu ein Glas Wasser. Übrigens: Im Kaffeehaus können Sie so lange sitzen bleiben, wie Sie mögen, auch ganze Romane dürfen Sie ungestört lesen.


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