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Das ABC der Aromen

Die wichtigsten Kräuter


Die Liste der Kräuter ist lang. In jedem gut sortierten Supermarkt kann man mittlerweile neben den Klassikern auch exotische Gräser, Blättchen und Stängel kaufen. Wir stellen die wichtigsten Kräuter vor.


Die Klassiker
Petersilie: Es gibt sie in glatt oder kraus. Erhältlich ist sie in jedem Supermarkt - oft als gebundenes Sträußchen. Das sollte saftig und grün aussehen, welke oder schwammige Blätter sind tabu. Sie ist universell einsetzbar, passt zu fast allen Zutaten und wird gerne auch als grüne Dekoration eingesetzt.

Schnittlauch: Sein Geschmack ist leicht scharf. Die dünnen Halme werden in Röllchen geschnitten und können in Salaten und Eintöpfen wunderbar die Zwiebel ersetzen. Schnittlauch enthält viel Vitamin C, wirkt sich günstig auf den Blutdruck aus und sorgt für guten Appetit.

Kresse: Fast jeder hat die kleinen Gräser mit den Mini-Blättchen schon einmal selbst auf Watte gezüchtet. Kresse schmeckt intensiv, leicht nach Meerrettich und bringt Vitamin C an Salate oder auf belegte Brote.

Dill: Das fedrige Kraut ist der Klassiker in Fischgerichten, besonders zum leichten Salzgeschmack von Seefischen passt Dill wunderbar. Auch dem klassischen Gurkensalat gibt Dill Pepp. Seine Samen eignen sich als Gewürz und werden gerne in der indischen Küche verwendet.


Die Mediterranen
Basilikum: Was wäre Tomate-Mozzarella ohne die samtigen Blätter? Der Geschmack von Basilikum ist mild, aromatisch und unverwechselbar. Zu kaufen gibt es das Kraut häufig im Topf, aber auch dann hält es selten länger als vier bis fünf Tage.

Oregano: Besonders die italienische Küche setzt auf den würzigen, leicht scharfen Geschmack, den die Blättchen und Stiele sogar im getrockneten Zustand zu bieten haben. Pizza, Kräutermischungen und Nudelsaucen wie unsere Tomatensauce mit Mandeln enthalten sehr häufig Oregano.

Rosmarin: Die Zweige mit Nadeln werden oft in Fleisch- und Schmorgerichten verwendet. Sie werden beim Garen zugegeben und vor dem Servieren entfernt. Rosmarin schmeckt pikant, leicht bitter und sehr intensiv, weswegen er sparsam dosiert werden sollte.

Thymian: Dieses Kraut wirkt desinfizierend und krampflösend, wird häufig auch bei Erkältungen und Husten eingesetzt. Sein Geschmack ist scharf und leicht bitter, passt damit wunderbar zu Fleisch und Kartoffeln. Ungewöhnlich: Andere Kräuter verlieren beim Trocknen Aroma, Thymian schmeckt dann noch intensiver.


Die Spezialisten
Lorbeer: Kaum ein Gericht verträgt mehr als ein bis zwei Blätter dieses Krautes. Schmorbraten, Fonds und Sauerkraut sind ohne die herbe Note des Lorbeers kaum denkbar. Der Lorbeerstrauch in der freien Natur kann übrigens mehrere hundert Jahre alt werden.

Kerbel: Die frischen, leicht süßlich schmeckenden Blättchen und Stiele sind ein Bestandteil der berühmten Frankfurter Grünen Sauce. Auch in Salat-Dressings, zu frischem Spargel oder Meeresfrüchten wie Shrimps und Krebs passt Kerbel.

Majoran: Fast alle deutschen Würstchen enthalten dieses kräftige, würzige Kraut. Und auch Bratkartoffeln sind ein Fall für Majoran.

Salbei: Das berühmteste Gericht mit Salbei ist Saltimbocca: Dünn geschnittenes Fleisch wird mit luftgetrocknetem Schinken und einem Salbeiblatt belegt und zusammengerollt. Eine Variante ist Steinbutt-Saltimbocca, denn das geschmacksintensive Kraut schmeckt nicht nur in Fleischgerichten und sauren Entöpfen, sondern auch zu Fisch.


Die Erfrischenden
Minze: Es gibt viele Arten dieses Krautes, die bekannteste ist die Pfefferminze. Diese ist ein wahres Wundermittel für unsere Gesundheit! Sie wirkt gegen Magenscherzen, als ätherisches Öl kühlt sie und bekämpft Entzündungen. Unser Tipp: Den klassischen Minz-Tee kann man mit Limetten, Rum und Zucker zu einem köstlichen Partygetränk aufpeppen. Ansonsten macht sich Minze mit ihrer erfrischenden Note auch gut in Salaten, Dips und zu jungem Gemüse.

Melisse: Das zitronig riechende Kraut wird häufig zur Beruhigung des Nervensystems und gegen Schlafstörungen eingesetzt. Aber auch in der Küche wird es gerne verwendet - in Marmeladen, Desserts und Milchprodukten wie Joghurt und Quark. Sein Geschmack erinnert an Zitrone und ist ein wenig bitter.