Mediterrane Küche: die Zutaten
Eine arabische Weisheit sagt, dass sich die mediterrane Küche soweit erstreckt, wie die Olive gedeiht. Die
Oliven und ihr Öl sind Hauptzutaten, die in keiner Länderküche des Mittelmeerraumes fehlen dürfen. Roh schmecken Oliven bitter, erst eingelegt in Salzlake werden sie lecker. Grüne Oliven werden unreif gepflückt, schwarze oder violett-braune Oliven haben länger in der Sonne am Baum gehangen. Eingelegte Oliven haben entweder ihren Stein in der Mitte oder sind gefüllt mit Paprika, Oliven, Kräutern und allerhand anderen aromatischen Zutaten.
In der mediterranen Küche geht ohne
Olivenöl eigentlich nichts. Für zu Hause empfiehlt sich ein leichtes, Olivenöl für Salate und Feines sowie ein kräftig-aromatisches Olivenöl für Antipasti und Deftiges. Mit
Olivenöl kann man fast alles machen: einlegen, braten, kochen - nur für süßes Gebäck und zum Frittieren eignen sich andere Öle besser. Das qualitativ hochwertigste Olivenöl ist "Natives Olivenöl Extra", das aus dem Fruchtfleisch Oliven erster Güte gewonnen wird.
Neben frischen
Kräutern wie Thymian, Basilikum oder Minze setzt die mediterrane Küche auf einen weiteren Geschmacksbringer:
Knoblauch.
Knoblauch passt zu fast allen anderen Zutaten der Mittelmeerküche: Brot, Pasta, Hackfleisch, Fisch. Nicht jeder mag den Geschmack des Knoblauchs, man kann ihn bei vielen Gerichten auch einfach weglassen. Dann fehlt jedoch Aroma - und auch der Gesundheitsbeitrag: Knoblauch gilt als Heilpflanze, mit positivem Einfluss auf Blutdruck, Appetit und Abwehrkräfte.
Frisches Gemüse ist ein wesentlicher Bestandteil der mediterranen Küche. Auberginen, Tomaten, Zucchini, Paprika - alles schmeckt sonnengereift und aromatisch. Gerade wegen dieser Zutaten ist die mediterrane Küche leicht, vitaminreich und besonders auch bei Vegetariern beliebt. Die Palette der typisch mediterranen Gemüsegerichte ist riesig: von der spanischen kalten Gemüsesuppe Gazpacho über das französische Schmorgemüse Ratatouille bis hin zur griechischen Auberginencreme, die gerne als Vorspeise gegessen wird. Und was wäre die italienische Küche ohne Tomaten? Undenkbar!
Auch Hülsenfrüchte werden in der mediterranen Küche häufig verwendet: Kichererbsen, Erbsen, Linsen - in vielen mediterranen Ländern isst man sie gerne in deftigen Eintöpfen und als Püree, Dip oder Mus.
Die Länder am Mittelmeer lieben natürlich auch fangfrischen
Fisch und Meeresfrüchte. In Italien sind Pasta und Risotto mit Muscheln oder Tintenfisch der Renner, in Spanien gibt man in die Paella gerne Fisch, Krustentiere oder Aal, und in Frankreich bereitet man aus verschiedenen heimischen Fischen und Meeresfrüchten die klassische Suppe Bouillabaisse zu.
Frischer Seefisch ist gesund: Er enthält Jod, Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren. Auch bei uns bekommt man frischen Fisch für die mediterrane Küche, und Sie können wunderbar auch Tiefkühl-Fisch verwenden.
Weitere Spezialitäten der mediterranen Küche sind regional unterschiedlich: Würzige Fleischgerichte mit Lamm, Huhn oder Rind gehören ebenso zu den typischen Gerichten aus dem Mittelmeerraum wie die zahlreichen Pasta-Gerichte aus Italien. Weitere Zutaten unterscheiden sich regional in Aussehen, Geschmack und Verwendung: Brot, Polenta, Reis, Käse wie Parmesan, Camembert oder Feta sowie Wurstwaren wie die würzige, feste Chorizo aus Spanien oder der edle Parma-Schinken aus Italien.