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Diät-Trend: Abspecken mit Eiweißbrot?

16.4.2012 Figurbewusste tendieren in Sachen Brot immer mehr zu Eiweißbrot, da herkömmliches Brot zu viele Kohlenhydrate enthält und dick machen soll. Sind die Tage der guten, alten Stulle nun gezählt?

Die eiweißlastige Ernährungsform “Low Carb” ist nach wie in aller Munde und hat eine treue Änhängerschaft. Ob Atkins, “Schlank im Schlaf” nach Dr. Pape oder die Logi-Methode nach Dr. Worm: Je weniger Kohlenhydrate aufgenommen werden, desto besser – schließlich machen diese dick.

Das stimmt insofern, als dass viele Menschen zu viele schlechte Kohlenhydrate aus Weißmehl, Süßigkeiten oder Knabberzeug zu sich nehmen. Vollkornprodukte dagegen sind gute Kohlenhydratelieferanten, die den Körper mit guter Energie versorgen.

Strittig: Hilft Eiweißbrot beim Abnehmen?

Die Besonderheit bei der “Schlank im Schlaf”-Methode ist, dass man vor allem abends auf Kohlenhydrate verzichtet, weil die höhere Insulinausschüttung den Fettabbau über Nacht verhindern soll. Da wir Deutschen abends traditionell gern Brot mit Aufschnitt essen, wäre ein Eiweißbrot bei Gewichtsproblemen eigentlich die ideale Lösung: Es besteht je nach Rezeptur bis zu 33 Prozent aus Eiweiß, enthält aber nur maximal sieben Prozent Kohlenhydrathe. Der Rest des Brotes setzt sich aus Nüssen, Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Kleie, Soja oder Lupine zusammen. Neben verschiedenen Bäckereiein bietet auch Dr. Pape sein eigenes “Schlank im Schlaf Eiweißbrot” als 360 g Backmischung an.

Ob aber das Eiweißbrot beim Abnehmen wirklich hilft, bezweifeln Experten. Schließlich komme es immer noch auf die gesamte Tageskalorienbilanz und nicht auf ein einzelnes Lebensmittel an. Mit durchschnittlich 250 kcal pro 100 g enthält Eiweißbrot zudem rund 30 kcal mehr als Weizenmischbrot. Der Grund: der wesentlich höhere Anteil an Fett.

Und ob man dieses teurere, eigens erschaffene Trend-Produkt noch als Brot bezeichnen möchte, muss jeder für sich entscheiden, auch wenn die in Bäckereien erhältlichen Eiweißbrote sich offiziell als Brote bezeichnen dürfen.