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Becherprimeln (Primula obconica)

Becherprimeln sind so ganz anders als ihre Verwandtschaft, der Primula acaulis: denn im Gegensatz zu dieser haben Becherprimeln nicht nur einen kurzen Auftritt im Frühjahr, sondern ihre hält fast den ganzen Sommer lang an. Und dabei fängt sie oft schon im Winter an.

Becherprimeln blühen wie auch Primula acualis je nach Sorte in zartem Pastell oder in kräftigen Farben.

Becherprimeln sind ursprünglich tropische Stauden aus Asien, die bei uns als mehrjährige Zimmerpflanzen je nach Sorte entweder rot, violett oder auch reinweiß blühen. Mehrjährig kultivierte Becherprimeln blühen allerdings meistens erst ab Juli, dann aber bis in den Winter hinein.

Die Grundfarbe der Becherprimeln ist eigentlich Rot. Züchter haben diese immer wieder verbessert und daraus z.B. apfelblütige Sorten gemacht.

Die Haare an den Stielen der Becherprimeln enthalten den Giftstoff Primin. Wer unter Allergien leidet, sollte gleich von vornherein priminreduzierte Sorten wie ‘Twilly Touch Me’ kaufen, die es inzwischen in sehr vielen, leuchtenden Farben gibt.

Becherprimeln: Deko-Tipp
Die leuchtenden Blüten der Becherprimeln verführen geradezu zum Dekorieren. Die Pflanzen geben in peppigen Übertöpfen eine tolle Tischdeko ab, aber auch die reinen Blüten können Sie sehr gut als Deko in kleine Vasen stellen und dort auch mit farblich passenden, anderen Blüten kombinieren. Vermeiden Sie nur Mischpflanzungen von Becherprimlen mit anderen Zimmerpflanzen in großen Töpfen. In so einer Pflanzen-WG kommt es nur zum Streit und Wasser und Dünger!

Becherprimlen lassen sich mit anderen Primeln und Frühlingsblühern zu farbenprächtigen Sträußen arrangieren.

Becherprimeln: praktische Tipps
Becherprimeln lieben helle und zimmerwarme Standorte im Halbschatten und sollten vor direkter Sonne geschützt werden. Im Winter darf es ruhig etwas kühler sein. Die Erde darf aber nie ganz austrocknen. Werden die Blätter gelb, hat meist kalkhaltiges Wasser Schuld. Wenn Sie den Pflanzen im Frühjahr Düngestäbchen in den Topf stecken, sind sie den ganzen Sommer über versorgt. Im Sommer können die Pflanzen an halbschattige Plätze nach draußen.

Text: Thomas Heß