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Dahlien – Bühne frei für Blütenstars

Blüten in unzähligen Formen und knalligen Farben – Dahlien ziehen ab Juni alle Blicke auf sich und blühen bis zum ersten Frost. Und Dahlien liegen voll im Trend, sie sind robust, versprechen pure Sommerlaune und einen Hauch von Landleben.

Dahlien versprechen satte Blütenpower bis zum ersten Frost.

Es gibt Dahlien mit vielfältigen Blütenformen – manche sind von einfacher, wildblumenähnlicher Schönheit, andere sind halbgefüllt und erinnern an Anemonen, wieder andere verbreiten spielerische Leichtigkeit durch ihre pomponartigen Blütenbälle oder ähneln Seerosen, manche Sorten tragen gerollte Blütenblätter, die wie “Stacheln” abstehen und deswegen Kaktusdahlien heißen.

Die Züchtung kompakter Dahlien hat diesen Sommerblühern viele neue Liebhaber beschert, denn so können immer mehr Dahlien auch Balkone und Terrassen erobern.

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Dahlien setzen unvergleichliche Farbakzente im Garten oder auf der Terrasse. Denn oft sind Dahlien nicht nur mehrfarbig, sondern weisen auch noch einzigartige Farbverläufe auf. Manche Blüten scheinen geradezu von innen heraus zu leuchten oder sehen wie vielstrahlige Sonnen aus. Die Blütenköpfe der Dahlien können sowohl klein wie Münzen als auch groß wie Teller sein.

Dahlien: manche Sorten scheinen regelrecht zu brennen. Foto: Römling.

Die Blütengröße der Dahlien kann man übrigens ganz einfach beeinflussen: Möchten Sie eine besonders große Blüte pro Stiel, entfernen Sie die seitlichen Blütenknospen. Sollen sich dagegen viele kleine Blüten an den Trieben der Dahlien entwickeln, kappen Sie einfach die Spitzenknospe.

Dahlien ins Beet pflanzen

Da Dahlien nicht winterhart sind, darf man die Knollen erst im April pflanzen. Dann dringen möglicherweise noch auftretende Spätfröste nicht mehr so tief in den Boden ein, dass die fleischigen Knollen der Dahlien gefährdet sind. Wenn Dahlien wie in ihrer südamerikanischen Heimat schön sonnig stehen, kommen sie mit jedem Gartenboden zurecht, wenn dieser wasserdurchlässig und nährstoffreich ist.

Kugelförmige Dahlien sehen wie leuchtende Skulpturen aus.

Im Beet sollten Dahlien nach dem Pflanzen gut fünf Zentimeter dick mit Erde bedeckt sein. Oben ist, wo man den abgeschnittenen Stängel des Vorjahres sieht. Dahlien sind die absoluten Sonnenanbeter, was kaum wundert, denn ihre Vorfahren stammen aus Mexiko. Hohe Dahlien pflanzen Sie entweder an einen Zaun, an den sie sich bei Wind anlehnen können, oder sie stecken gleich beim Pflanzen einen Stützstab in den Boden.

Dahlien – Schutz vor Spätfrösten
Treiben die Dahlien aus und sind Spätfröste angekündigt, bedecken Sie die Triebe mit umgestülpten Blumentöpfen, Zeitungspapier, Kartons oder auch etwas Erde vorübergehend ab. In dieser Phase ist auch ein Schneckenschutz ratsam, da die frischen Triebe der Dahlien bei den Tieren leider sehr beliebt sind!

Dahlien mit einfachen Blüten sind ideale Nährpflanzen für Insekten. Foto: IZB.

Dahlien: erstes Frühstück im Mai
Wer frisch aufwacht ist, möchte ausgiebig frühstücken. Verwöhnen Sie die Dahlien daher gleich nach dem Austrieb mit etwas Kompost oder organischen Dünger. Eine zweite Nährstoffgabe erwarten Dahlien dann im Juli oder August, wenn die ersten Blüten aufgehen. Danach sind Dahlien pflegeleicht, es gilt nur noch regelmäßig verwelkte Blüten zu entfernen, in Trockenperioden auf Läuse zu achten – und bis November reiche Blütenpracht zu genießen.

Wer nassen, schweren Böden hat, hat oft Probleme mit Dahlien. Setzen Sie die Knollen in diesem Fall doch einfach in Töpfe – eine prima Alternative, nicht nur für Balkongärtner! Im Beet sollten die Dahlien nach dem Pflanzen gut fünf Zentimeter dick mit Erde bedeckt sein. Oben ist dort, wo man den abgeschnittenen Stängel des Vorjahres sieht.

Kompakte Dahlien eignen sich sehr gut für Töpfe oder auch Balkonkästen. Foto: IZB.

Dahlien im Topf
Dahlien machen auch im Topf eine gute Figur. Die Knollen werden bis Mitte/Ende April in den Pflanzkübel gesetzt. Je höher eine Sorte wird, desto größer sollte das Gefäß sein. Legen Sie die Knollen mit dem Wurzelhals etwa 5 cm tief in die Erde. Zu flach gepflanzte Dahlien stehen später nicht fest im Topf. Der Wurzelhals darf nicht verletzt werden, da aus ihm die Triebe sprießen. Mischen Sie der Erde gleich einen Langzeitdünger unter, dann sind die Dahlien bis zum Herbst mit allem versorgt, was sie brauchen.

Dahlien: ab in die Winterruhe
Dahlien sind nicht winterhart, ihre Knollen müssen im Herbst ausgegraben und in einem frostfreien Raum bei 2 – 10 ºC gelagert werden. Wachsen Dahlien im Topf, können sie einfach samt Pflanzgefäß ins Winterquartier umziehen. Schneiden Sie die Triebe der Dahlien nach den ersten Nachtfrösten gut 10 cm über den Knollen ab und graben diese dann mit der Grabegabel aus. Achtung: Wer Dahlien nach Farben sortiert überwintern will, sollte die Sorten unbedingt vor dem Frost markieren, denn nachher sind alle Dahlien einheitlich braun, Blütenfarben sind nicht mehr zu erkennen!

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Text: Thomas Heß