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Gartenteich: Froschkönigs Märchenreich

Wenn sich am Gartenteich Rohrkolben im Wind wiegen, die Sonne das Wasser zwischen Seerosen magisch funkeln lässt und Frösche quaken, kann man die hektische Welt um sich herum vergessen. Ob große oder kleine Gärten, ein Gartenteich passt in jeden Garten!Schön bepflanzt ist jeder Gartenteich eine Oase der Ruhe, die an lauen Sommerabenden und an sonnigen Wochenenden zum Entspannen einlädt.

Gartenteich: Ein Platz für Tiere und zum Träumen.

Gartenteich: ein Platz zum Träumen

Ein Gartenteich beruhigt nicht nur, sondern lockt auch unzählige Tiere an – ein ganz besonderes Erlebnis für Groß und Klein, wenn man am eigenen Gartenteich auf Beobachtungs-Safari gehen kann.

Gartenteich: Ein Traum geht in Erfüllung

Am Anfang steht die Wahl des Standorts. Ein Gartenteich sollte gut einsehbar sein, damit Sie die Tier- und Pflanzenwelt auch sehen und spielende Kinder im Blick haben. Wenn allerdings kleine Kinder im Garten spielen, sollten Sie mit einem Gartenteich sicher einzäunen ode im Zweifelsfall lieber noch ein paar Jahre warten, bis die Kinder größer sind!

Den Gartenteich planen

Planen Sie einen Gartenteich nicht direkt unter Bäumen. Schatten lässt die Pflanzen nur mickern, Falllaub kann den ganzen Gartenteich unter sich begraben. Ein Gartenteich sollte gut sechs Stunden Sonne bekommen, etwas Schatten zur Mittagszeit ist ideal, aber nicht zwingend nötig.

Fertigteiche aus Kunststoff sind leicht einzubauen und unempfindlicher gegen mechanische Beschädigungen, ein Gartenteich aus Folie bietet allerdings wesentlich mehr Gestaltungsfreiraum.

Für einen Gartenteich unter 10 qm Wasserfläche reicht eine 0,5 mm dicke Folie, bei größeren Teichen mit einer Wassertiefe bis 150 cm sollte die Folie 1 mm, bei mehr als 150 cm Tiefe 1,5 mm stark sein.

Kein Gartenteich ohne Seerosen, die es für so gut wie alle Teichgrößen und -tiefen gibt. Hier blüht 'Maurice Laydeker'. Foto: B. Römling.

Jeder Gartenteich hat verschiedene Zonen, in denen sich unterschiedliche Pflanzen wohl fühlen.

Die Sumpfzone geht von 0–10 cm Wassertiefe, die Flachwasserzone von 20–40 cm die und die Tiefwasserzone über 60 cm. Die Tiefwasserzone im Gartenteich sollte nicht mehr als die Hälfte der Fläche einnehmen. Auch kleine Gartenteiche sollten 60 – 70 cm tief sein, auch wenn die Ufer dann steiler abfallen. Zum Bepflanzen steiler Wände gibt es spezielle Pflanztaschen aus Jute.

Modellieren Sie die Terrassen der jeweiligen Wasserzone als flache Mulden, damit die Pflanzen nicht nach unten rutschen.

Los geht’s: den Gartenteich anlegen

Ist der Umriss für den Gartenteich mit Hölzchen und einer Schnur markiert, heben Sie den Boden aus und entfernen alle spitzen Steine und Wurzeln. Bei sehr steinigem Boden polstert man die Mulde vorher mit einer 5 bis 10 cm dicken Sandschicht aus. Dann wird die Folie für den Gartenteich verlegt. Diese ist ab 1 mm Stärke so robust, dass Sie getrost, wenn auch vorsichtig, auf sie treten können.

Den Gartenteich abdichten: Kapillarsperre an Teichrändern

Der Gartenboden darf nicht mit dem Wasser in Kontakt kommen, weil er es sonst wie ein Schwamm aus dem Teich heraussaugt. Stellen Sie deshalb den Rand der Folie senkrecht und kaschieren Sie ihn zwischen Steinen oder Kies.

Gartenteich: die Bepflanzung

Eigentlich ist es Geschmackssache, wie man einen Gartenteich bepflanzt. Man kann den Teichboden entweder komplett mit Erde bedecken und die Pflanzen direkt hineinpflanzen oder diese in speziellen Gitterkörbe aus Kunststoff in den Gartenteich setzen. Solche Gitterkörbe im Gartenteich halten allerdings keine wuchernde Pflanzen wie Simsen oder Rohrkolben im Zaum. Es dauert nur etwas länger, bis diese ins Freie kommen und den Gartenteich erobern.

Bei einem Gartenteich mit üppiger Randbepflanzung und Natursteinen am Rand ist die Folie völlig unsichtbar - und Tiere können sich gut verstecken. Foto: B. Römling.

Natürlich dürfen Seerosen in keinem Gartenteich fehlen, für jede Teichgröße gibt es passende Sorten. Es gibt fertige Teichpflanzenerde zu kaufen, Lehmboden aus dem Garten ohne Wurzelreste tut es aber ebenso. Nur Kompost und gedüngte Erde ist für den Gartenteich absolut tabu.

Vorsicht mit diesen Pflanzen in kleinen Gartenteichen

Wasserpest (Elodea canadensis), Tannenwedel (Hippuris vulgaris), Gelbe Teichrose (Nuphar lutea), Krebsschere (Stratiotes aloides), Starkwüchsige Seerosen (z. B. Nymphaea ‘Gladstoniana’), Seekanne (Nymphoides peltata), Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea), Schilf (Phragmites australis), Simse (Scirpus), Igelkolben (Sparganium) und Rohrkolben (Typha).

Licht setzt den Gartenteich auch nach Einbruch der Dunkelheit in Szene. Foto: B. Römling.

Hier gilt: Raus mit allem, was nicht in den Gartenteich gehört: Faulende Pflanzenstängel, altes Laub, Pollen und Fischkot sind die Ursache für zu viele Nährstoffe und zu wenig Sauerstoff im Teichwasser. Die Folge: Das Wasser wird trübe und der Gartenteich „kippt um“. Daher sollten Sie Fadenalgen vom Teichrand abkratzen, welke Blätter aus dem Wasser fischen und wuchernde Pflanzen im Zaum halten. Wenn sich Fadenalgen im Gartenteich zu stark vermehren, kann man sie mit einem Stock wie Spaghetti aufwickeln und so aus dem Wasser ziehen.

Geräte für den Gartenteich

Gartengeräte gibt es nicht nur für Beete und Bäume, sondern machen auch die Pflege vom Gartenteich zum Kinderspiel: Um lose Pflanzenteile zu entfernen, nutzen Sie Pflegegeräte mit Teleskopstielen: Alles was an der Oberfläche schwimmt, fischt man mit dem Algenkescher ab. Auch Fische lassen sich damit problemlos umsetzen und Fadenalgen und Laub entfernen, die sonst Fäulnis im Gartenteich verursachen kann. Die Stiellänge der meisten Kescher lassen sich in der Länge einstellen.

Weitere Schritt für Schritt-Anleitungen zum Thema Gartenteich:
Den Gartenteich winterfest machen
Wenn der Gartenteich Wasser verliert
Frühjahrskur für Seerosen
Mini-Wassergarten für Terrasse und Balkon
Seerosen pflanzen