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Krokus – Powerpaket im Frühling

Sie heißen ‘Blue Pearl’, ‘Moonlight’ oder ‘Ruby Giant’. Dabei ist ein Krokus nun wirklich kein Riese, er versprüht aber Lebenslust und gute Laune wie kaum eine andere Pflanze. Und ein Frühling ohne Krokus? Undenkbar!Endlich Farbe! Ein Krokus hat genau das, wonach wir uns nach den langen Wintermonaten so sehr sehnen. Der Krokus gehört zu den Liliengewächsen und ist ein echter Multikulti, denn seine Eltern stammen aus dem Orient, aus Europa und Nordafrika.

Einmal gepflanzt, breitet sich der zarte Elfenkrokus (Crocus tommasinianus) von selbst im Rasen aus.

Krokus-Vielfalt im Garten

Wenn sich im späten Winter in den Beeten oder im Rasen bunte Tupfer zeigen, kann das nur eines bedeuten: der Krokus hat Blütezeit. Mal einfarbig, mal kokett gestreift bringt er Farbe in den Frühlingsgarten. Vom Krokus gibt es zahlreiche Arten, alle bilden Knollen, keine Zwiebeln. In Gärten am häufigsten vertreten sind die Sorten des Frühlingskrokusses (Crocus vernus) sowie die großblütigen Zuchthybriden aus dem Goldkrokus (C. chrysanthus) und dem Elfenkrokus (C. tommasinianus).

Krokusse sind sehr robust und wagen sich gleich nach der Schneeschmelze aus dem Boden.

Während die erstgenannten Arten nach drei Jahren meist nicht mehr blühen und deshalb nachgepflanzt werden müssen, breitet sich der Elfenkrokus von selbst aus. Mit ihm wird aus einem Rasen eine naturnahe Krokuswiese. Ein Krokus braucht durchlässige Böden, die im Frühjahr feucht und während der Ruhezeit im Herbst eher trocken sein sollten. Gepflanzt werden die Knollen ab September zu kleinen Trupps in fünf bis zehn Zentimetern Tiefe. Stehen Krokusse im Rasen, darf dieser erst nach dem Vergilben der Blätter gemäht werden.

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Krokus-Blüte im Herbst

Ein Krokus blüht nur im Frühjahr? Nein, nicht ganz, denn es gibt auch Herbstkrokusse. Diese blühen im Oktober, und man bleibt unweigerlich staunend davor stehen. “Ein Krokus im Herbst? Das kann doch nicht sein”. Es wirkt fast so, als hätte eine Zeitmaschine einen Krokus in die falsche Jahreszeit versetzt. Der bekannteste im Herbst blühende Krokus ist der Safrankrokus. Das Gros der Krokusse blüht allerdings im Frühling.

Der Krokus: verführerischer Weg ins Gartenparadies. Foto: IZB

Krokus: Farbenspiele im Frühjahr

Bei den im Frühjahr blühenden Krokussen kommen die kleinen Sorten oft schon Ende Februar zur Blüte, während große Sorten noch bis in den April Farbe zeigen. Wobei groß relativ ist, den ein Krokus wird je nach Art zwischen 8 und 15 cm hoch.

Einen Krokus treibt’s bunt: Von Weiß über Gelb bis hin zu Blau und Violett, oft mehrfarbig oder gestreift – bei den Farben  haben sich Krokus-Züchter so richtig ausgetobt – und zugegeben, es ist ihnen dabei so manches Meisterwerk gelungen. Der Krokus steht auf humusreichen, gut durchlässigen Boden, der im Sommer ruhig trockener sein darf. Der Platz für den Krokus sollte aber möglichst warm und sonnig sein, wobei vorübergehender Schatten nicht weiter schlimm ist.

Bunt, bunter, Krokus: Die Powerpakete tauchen ganze Beete in satte Farben. Foto: IZB

Ein großer Krokus wie ‘Pickwick’ oder ‘Jeanne D´Arc’ eignet sich sehr gut für Steingärten, Kübel, Blumenbeete oder Rabatten. Ansonsten ist der Krokus perfekt, um in Teamarbeit unter laubabwerfenden Bäumen, am Gehölzrand oder sogar im Rasen für Furore zu sorgen. Lässt man den Krokus in Ruhe wachsen, verwildern die Pflanzen und bilden mit der Zeit üppige Blütenteppiche.

Krokus: Nährstoff-Recycling

Nach der Blüte muss der Krokus unbedingt noch stehen bleiben, bis seine Blätter nach gut 6 Wochen vergilbt sind. In dieser Zeit verlagert der Krokus Nährstoffe aus dem Laub in die Zwiebel, damit er sie im nächsten Jahr wieder zur Verfügung. Sind die Blätter völlig vergilbt und trocken, werden sie abgeschnitten.