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Phlox: Love-Parade in Pink und Violett

Für Ekstase im Beet: Traumhafte Blütenfarben machen aus Phlox, dem einstigen Naturkind amerikanischer Prärien, eine Sommerprinzessin in Staudenrabatten, die von Juni bis September begeistert. Ob im Beet oder in der Vase, wir zeigen traumhafte Arrangements mit den allerschönsten Sorten!

Phlox: Die Sorte 'Natascha' mit Propellermotiven auf den Blüten zählt zu den Wiesenphloxen, die feuchte, zugige Graslandschaften besiedeln.

Phlox ist ein Sommer-Highlight
Der Rausch der Rosen ist vorbei. Jetzt reifen die Bohnen, der Kohl bekommt feste Köpfe und in den Rabatten beginnt der Phlox (Phlox paniculata) mit seiner prachtvollen Parade. Ab Mitte Juli grüßen seine duftenden Blütenpuschel in Rosa, Rot, Violett und Weiß über viele Gartenzäune hinweg.

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Phlox: mit Rouge und Rosa den Sommer feiern
Neben Stockrosen, Dahlien und Astern zählt der langstielige Phlox zum Inbegriff eines Bauerngartens. Maler wie Nolde und Monet haben sich in ihre prachtvollen Farben verliebt, in die Tupfer, Schattierungen und feinen Zeichnungen der Blüten, die aussehen, als hätten Visagisten sie aufgetragen. Doch die Looks sind das Werk einiger Generationen von Züchtern.

In Schwaben liegt die Wiege der deutschen Phloxzüchtung. Allein der Stuttgarter Wilhelm Pfitzer kreierte um 1900 mehr als 500 Sorten. “Das feuchte, kühle Klima des Voralpenraums ist für diese Pflanzen ideal”, sagt Dieter Gaissmayer, der in Illertissen nahe Ulm heute eine der größten Phloxsammlungen hat. Da der Sommerphlox keine Trockenheit verträgt, sorgt Staudengärtner Gaissmayer dafür, dass bewährte alte Sorten mit dem robusteren, doch ähnlich aussehenden Großblattphlox (Phlox amplifolia) gekreuzt werden. Sein Ziel: Dessen Gene sollen den bezaubernden Sommerblüher in Zukunft anspruchsloser machen.

Ein Stück Bauerngarten zum Mitnehmen: Verschiedene Phloxzweige einfach in einem Büschel von Schleierkraut arrangieren

Phlox: jede Blüte ist ein Kuss fürs Auge
Beide Phloxarten kamen vor knapp 300 Jahren mit einem Schwung wilder Staudenschätze aus Amerika. Dort sind sie in den weiten Prärien des Mittleren Westens heimisch, über die früher regelmäßig Feuer hinwegfegten. Den griechischen Namen Phlox, auf Deutsch Flamme, hat sich das Steppengewächs jedoch für die brillanten Blütenfarben verdient. Aus der mit Asche gedüngten Erde spross im Handumdrehen neues Leben: neben Phloxen auch Indianernesseln, Purpursonnenhüte, Goldruten, Bartfaden und eine Reihe von Gräsern, die stellenweise von knorrigen Eichen beschattet wurden. Ihnen konnte die Feuersbrunst nichts anhaben, wohl auch, weil die Prärieböden immer ausreichend Feuchtigkeit bieten.

Phlox: praktische Tipps
Die Stauden immer ausreichend wässern, besonders im Frühjahr, wenn sie einen kräftigen Wachstumsschub bekommen. Nährstoffe werden am besten im Herbst in Form von reifem Kompost verabreicht. Optimal sind drei Liter pro Quadratmeter. Und noch etwas ist wichtig: Verblühtes unbedingt abschneiden. Die ausfallenden Samen bringen später Sprösslinge hervor, die nicht mehr die Schönheit der Eltern erreichen