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Salbei und Schafgarbe: Partner fürs Beet

Zickenfaktor null: Schafgarbe und Salbei müssen wir im Garten nur in Frieden lassen. Dann belohnen uns die pflegeleichten Gartenstauden mit sattem Leuchten – von Juni bis in den Herbst hinein.

Schafgarben blühen lange, brauchen wenig Pflege und ihre Blüten­farben sind ein Traum - so wie das Rot von 'Walter Funcke'. Foto: Anke Schütz

Auch Schafe schätzen Salbei
Schafe haben die Garbe zum Fressen gern und deshalb heißt die Wiesenblume mit den verwaschen rosaweißen Blüten­tellern auch Schafgarbe. Instinktiv wissen die Tiere, was gut für sie ist. Denn Schafgarbe hilft, zähe Grashalme richtig zu verdauen. Mediziner schätzen die Wiesenschafgarbe (Achillea millefolium) schon seit Jahrhunderten wegen ihrer heilsamen Wirkung bei Verdauungsproblemen.

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Schafgarbe: steile Karriere
Die hübsche Schafgarbe hat allerdings auch eine verdiente Karriere im Staudengarten gemacht. Gärtner bemühen sich seit einigen Jahrzehnten um die etwa 100 Arten um­fassende Gattung. Durch ihr Kreuzen sind wunderbar bunte Gartenblumen entstanden, in Gärtnereien meist als Filipendulina- oder Millefolium-Hybriden bezeichnet. In Gelb, Orange, Pink, Weiß oder Rot wölben sich ihre Blütenteller, schaffen neben anderen Beetstauden kraftvolle Farbinseln und bringen Ruhe zwischen lange, schlanke oder diffuse Blütenformen.

Die Schafgarbe bringt Farbe in jedes Staudenbeet.

Ein perfekter Partner für die 50 bis 80 Zentimeter hoch aufragenden Schafgarbe etwa ist der Steppensalbei (Salvia nemorosa). Seine sattlilablauen Blüten­kerzen gehen mit den Gelb-, Orange- und Rottönen der Schafgarbe im Hochsommer eine leuchtende Liaison ein. Damit das Farbspiel richtig gut gelingt, wählt man am besten eine Sorte vom Salbei, die erst ab Juni zusammen mit der Schafgarbe blüht.

Schafgarbe ist eine Heilpflanze und hilft als Tee bei Magenbeschwerden.

Ein Klassiker der buschig wachsenden Staude ist der Salbei ‘Ostfriesland’, der sich stützend in etwa 40 Zentimeter Höhe an das gefiederte Laub der Schafgarbe schmiegt und so manche hoch wachsende Sorte vor dem Umfallen bewahrt. Ein weiterer Pluspunkt: Schneidet man den Salbei direkt nach seiner Blüte im Juli etwa eine Handbreit über dem Boden zurück, zeigt er im frühen Herbst ein zweites Mal Farbe. Immer noch in Begleitung der Schafgarbe, deren Sommerteint dann langsam verblasst.

Schafgarbe: pflanzen Sie nie zu wenig, denn die Dauerblüher sind prima Schnittblumen und sogar noch getrocknet bildhübsch. Foto: Anke Schütz

Salbei und Schafgarbe: praktische Tipps
Um gleich einen richtigen Knalleffekt ins Beet zu zaubern, setzt man von der Schafgarbe und vom Salbei mehrere Pflanzen einer Sorte in Gruppen zusammen. Niedriger wachsende Schargarbe wie die ‘Walter Funcke’ sollten dabei nicht zu weit hinten im Beet hinter hoch aufragenden Kolleginnen oder gleich hohem Salbei verschwinden.
Richtig wohl fühlen sich die beiden unkomplizierten Staudengattungen an einem Platz mit viel Sonne in schön durchlässigem, lockerem und leicht feuchtem Gartenboden. Gelegentliche Trockenheit macht der robusten Schafgarbe und dem Salbei nichts aus.