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Schneeglöckchen: Feenzauber

Das zarte Schneeglöckchen zwingt seine Bewunderer von Anfang Februar bis Ende März regelmäßig in die Knie – denn erst die bodennahe Perspektive offenbart die hinreißende Schönheit der Winterblüher, die auch im Haus eine traumhafte Figur machen.

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen: mit Rüschen und fein ziselierten Blüten schmücken sich die Verwandten des heimischen Schneeglöckchens. Je nach Sorte blühen Schneeglöckchen von Februar bis April.

Schneeglöckchen: schick in den Frühling
Ob es nun Ehrfurcht ist oder einfach pure Neugier: Sobald die Schneeglöckchen blühen, üben echte Fans den Kniefall. Denn nur in Bodennähe lassen sich auf den Blüten jene Muster studieren, die eine Sorte Schneeglöckchen von der anderen unterscheiden.

Schneeglöckchen: kleines Kunstobjekt
Fein wie Pinselstriche dekorieren grüne, seltener sogar gelbe Zeichnungen die weißen Blütenröcke der Schneeglöckchen. In England, dem Land der Gartenkünstler, entstand dabei ein echter Kult um die Schneeglöckchen: In wohlgeordnetem Gedränge auf Knien rutschend, lassen sich die Fans dort alljährlich im Februar auf “Snowdrop-Partys” von neuesten Kreationen verzücken. Mit Ahs und Ohs bewundern sie die Blütenröcke, die mal aufgerüscht wie ein Tutu, mal rank und schlank wie beim bekanntesten Schneeglöckchen sind, Galanthus nivalis.

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen im Nest aus Moos und Zweigen: hält man die Zwiebeln feucht, kann man sie später auspflanzen. Das gelingt am besten "in the green" - während oder nach der Blüte.

War der Hype um die kleinen Dinger früher ein rein britisches Phänomen, lassen sich nun auch immer mehr Deutsche zum Knicks am Beet der Schneeglöckchen hinreißen. Mit mehr als 180 verschiedenen Sorten hütet hierzulande etwa Gisela Schmiemann in Köln eine der größten Sammlungen. Bekannter ist sie als Helleborus-Züchterin – doch die Spätwinterblüher, bekennt sie, seien ihre “private Herzensangelegenheit”.

Schneeglöckchen: praktische Tipps
Mit Erfolg siedelt man Schneeglöckchen im Garten an, wenn man sie blühend pflanzt. Wer schon Schneeglöckchen im Garten hat, sucht sich schwach blühende Exemplare, nimmt sie mit der Pflanzschaufel vorsichtig auf und teilt sie mit den Händen.
Wichtig: Die Teilstücke sofort wieder an anderer Stelle einpflanzen – die Wurzelballen dürfen nicht austrocknen. Warten Sie mit dem Verpflanzen nicht bis nach der Blüte, denn dann verschwinden auch bald die Blätter und man findet die Zwiebeln nicht mehr.

Fotos: Sabrina Rothe