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Stauden: Blütenpracht im Garten

Stauden sorgen für Farbe und Struktur. Ob leuchtend blau mit einem Schuss gelb, kunterbunt wie auf dem Land oder doch lieber ein Ton in Ton Arrangement – holen Sie sich Zettel und Bleistift und planen Sie Ihr persönliches Beet mit Stauden!Stauden versprühen mit leuchtenden Farben und einmaliger Blütenfülle Lebensfreude pur. Richtig kombiniert, bleiben Stauden dabei absolut locker und natürlich, so dass die Stauden im Beet zu einem Gesamtkunstwerk werden.

Stauden: So gelingt Ihr Traumbeet

Ganz ohne Planung geht es bei Stauden nicht, denn leider sind die Beete oft nur ein Sammelsurium vieler Stauden, die eigentlich gar nichts miteinander am Hut haben. So verschwinden dann auch manche gleich auf Nimmer Wiedersehen, während andere alles zuwuchern und kaum noch einzufangen sind.

Stauden-Rarität: Meconopsis, der Scheinmohn

Da wäre zunächst die Standortfrage für die Stauden. Denn ob Sonne, Schatten, feuchter oder trockener Boden, alle Stauden haben da ihre ganz persönlichen Wünsche. Stauden sind zwar keine Mimosen, aber eben auch keine bloße Verschieb-Masse, die sich nach belieben hin und her verpflanzen lässt. Einmal gepflanzt, sollten die Stauden schon im Beet bleiben und sich dort auch wohlfühlen.

Bei Stauden auf Wuchsform und Größe achten

In gelungenen Staudenbeeten ist  auch die Wuchsform der Stauden wichtig. Denn viele gleich hohe Stauden auf einem Fleck sehen einfach langweilig aus, ein stufenförmiger Aufbau ist viel gefälliger: große Stauden nach hinten, niedrige nach vorne. So werden auch gleich die kahlen Füße hoher Stauden wie z.B. dem Rittersporn verdeckt. Niedrige Stauden wie Stachelnüsschen (Acaena) oder dicht wachsende Stauden wie Frauenmantel (Alchemilla mollis) eignen sich sehr gut zum Flächen bepflanzen.

Haben Stauden zartes, zerbrechlich wirkendes Laub und lockere Blütenstände, kombiniert man sie zum Beispiel mit Stauden mit großen Blättern und üppigen Blüten.

Blattschmuckstauden kommen mit gelben, weißen oder bunten Blättern daher und trumpfen auch dann noch auf, wenn die Blüten anderer Stauden mal Pause machen. Astilben haben z.B. sehr filigrane Blätter, Funkien (Hosta) sehr große, oft mehrfarbige Blätter in grün, weiß oder gelb.

Stauden wie Funkien machen auch im Schatten eine gute Figur.

Stauden in Wiederholungen: Was im Fernsehen nervt, ist bei Stauden ein Gestaltungselement: denn Stauden einer Art dürfen in Gruppen gepflanzt ruhig an mehreren Stellen im Beet auftauchen, es wirkt dann lebendig und locker. Beschränken Sie sich aber je nach Beetgröße auf  höchstens sechs Arten. Besonders lebendig sehen Beete aus, wenn Stauden sie in schmalen Längsstreifen durchziehen, sogenannten Drifts. Diese können von kreisförmigen Tuffs anderer Stauden, Gartenfiguren oder großen Solitärstauden unterbrochen werden.

Stauden in einem Beet sollten ähnliche Wuchseigenschaften haben, sonst findet ein gnadenloser Konkurrenzkamp statt, bei dem die schwächeren Stauden auf der Strecke bleiben. Stopfen Sie das Beet nicht mit Stauden voll, auch wenn sich in den ersten Jahren noch viele Lücken zeigen. Nehmen Sie in den ersten Jahren lieber Sommerblüher als Lückenbüßer!

Stauden nach Farben arrangieren

Kleider machen Leute – und Farben Beete. Das A und O einer schönen Rabatte ist eine stimmige Farbkombination der Stauden. Dazu gehört das richtige Verhältnis von hellen zu dunklen Tönen. Bei der Planung wird zuerst festgelegt, welche Farbe das Beet bestimmen soll, z.B. in diesem Fall ein kräftiges Purpur. Um die Wirkung dieser Leitfarbe zu erhöhen, werden ihr dazu einige Stauden mit helleren Farben zur Seite gestellt. Beim dunklen Purpurbeet ist man mit Silber gut beraten.
Wichtig ist, dass diese Begleitfarbe optisch nicht so viel Raum einnimmt wie die Hauptfarbe, also durch weniger oder unauffälligere Stauden vertreten wird.

Blaue Stauden erzeugen generell Weite und können den Garten optisch vergrößern, wenn man solche Stauden in hintere Gartenbereiche pflanzt. Gelbe Stauden wirken freundlich, peppen dunkle Ecken auf. Dafür verkleinern gelbe Stauden einen Garten optisch. Rote Stauden drängeln sich gerne in den Vordergrund und dominieren den Garten, weiße Stauden bilden einen angenehmen Ruhepol.

Pflanzen Sie Stauden der Höhe nach gestapelt.

Stauden pflanzen: Los gehts!

Der Boden für alle Staudenpflanzungen muss gründlich vorbereitet werden. Zuerst muss der Boden unkrautfrei werden. Ideal für Stauden ist eine lockere, humusreiche Erde. Lockern Sie den Boden für die Stauden 30 cm tief durch Umgraben: schwere Böden mit dem Spaten, leichte Böden mit der Grabegabel. Anschließend können Sie reifen Kompost aufbringen. Eine Schubkarre reicht für etwa 3 qm. Dann wird der Boden mit dem Rechen eingeebnet. Vor dem Pflanzen legen Sie die Stauden in Töpfen zunächst auf das Beet und verrücken die Pflanzen so lange, bis der Pflanzabstand stimmt. Beim Pflanzen die Stauden vorsichtig aus den Töpfen lösen, ins Pflanzloch drücken und gut wässern.

Stauden im Beet: Veronica und Coreopsis in satten Farbkontrast

Stauden als Rasenersatz

Nicht überall im Garten wächst der Rasen optimal. Gerade in schattigen Lagen, wo der Boden feucht ist, bildet sich verstärkt Moos. Eine gute Alternative sind bodendeckende Stauden wie Astilben (Astilbe thunbergii), Funkien (Hosta) oder Immergrün (Vinca minor), die außerdem noch schön blühen.

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Text: Thomas Heß