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Staudenbeete: alles Bunte für Ihren Garten

Die Staudenbeete stehen in den Startlöchern und erste Stauden schicken Ihre Triebe ans Licht. Wir verraten, wie die Pflanzen voll durchstarten können und die Staudenbeete prachtvolle Hingucker werden!

Staudenbeete im Vorgarten heißen Besucher willkommen.

Den Winter über schützt eine dicke Laubschicht die Staudenbeete. Unter dem mollig warmen Mulch konnten Stauden schadlos die kalte Jahreszeit überdauern. Sobald die langen Frostperioden vorbei sind, sollten die Staudenbeete von der Laubdecke befreit werden, damit die Pflanzen viel Luft, Licht und Wasser bekommen. In der Nähe von Bäumen und Sträuchern kann man einen Teil des Laubs der Staudenbeete einfach in den Boden einarbeiten. Von trockenen Schotterbeeten muss der Mulch abgeräumt werden.

Legen Sie Staudenbeete so an, dass Sie die Pflanzen wie diesen Mohn auch mal im Gegenlicht bewundern können.

Staudenbeete: jetzt Klarschiff machen
Wenn Sie die Staudenbeete vom Laub befreien, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Neuaustriebe nicht beschädigen. Düngen Sie Staudenbeete mit Prachtstauden danach mit 50 g/qm eines organisch-mineralischen Gartendüngers.

Wohltat für Staudenbeete: eine gute Portion Kompost. Foto: Neudorff

Warme Tage im März sind ideal, um Staudenbeete mit Kompost zu verwöhnen! Verteilen Sie den reifen Kompost 3-4 cm dick auf Staudenbeeten, unter Rosen, Obstbäumen und im Gemüsegarten. Solange sich keine groben Holzstücke darin finden, kann er für Staudenbeete ungesiebt verwendet werden. Kleinere Äste und Holzteilchen verbessern den Boden und stören nicht weiter. Die Staudenbeete sollten versorgt sein, wenn die ersten Zwiebelblumen aus dem Boden sprießen. Sonst besteht die Gefahr, sie mit Füßen oder Harke zu verletzen.

Staudenbeete: Praktisches
Damit Staudenbeete nicht zum Sammelsurium vieler Pflanzen verkommen, die entweder alles zuwuchern oder bloß vor sich hin mickern, ist etwas Planung nötig. Da wäre zunächst die Standortfrage für die Staudenbeete. Denn ob Sonne, Schatten, feuchter oder trockener Boden, jede Staude hat da ihre ganz eigenen Wünsche. Stauden sind zwar keine Mimosen, aber auch keine schnöde Verschieb-Masse, die ständig verpflanzt werden wollen. Einmal im Boden, sollten die Pflanzen der Staudenbeete auch dort bleiben und sich wohlfühlen.

Staudenbeete mit Ton in Ton Bepflanzung wirken harmonisch. Foto: BGL

Staudenbeete: immer der Größe nach
Gelungene Staudenbeete leben nicht nur von Blatt und Blüte, sondern auch von Wuchsformen. Staudenbeete mit vielen gleich hohen Stauden auf einem Fleck sehen einfach langweilig aus. Ideal sind Staudenbeete mit tribünenartigem Aufbau, große nach hinten, niedrige nach vorne. So werden auch die kahlen Füße hoher Stauden wie z.B. der Sonnenbraut (Hellenium) verdeckt.

Einige Stauden wie Storchschnabel (Geranium) oder Frauenmantel (Alchemilla mollis) eignen sich sehr gut für Flächen. Staudenbeete mit Blattschmuckstauden bekommen durch die farbigen Blätter gelbe, weiße oder auch bunte Farbtupfer. Diese spielen sich in den Mittelpunkt, wenn die Blüten mal Pause machen. Astilben haben z.B. filigrane Blätter, Funkien (Hosta) große. Funkien! Sie dürfen überhaupt in keinem Beet fehlen, wenn es nicht gerade in praller Sonne liegt.

Staudenbeete: auf ein Neues
Wiederholungen – was im Fernsehen total nervt, gehört im Beet zum guten Ton: Stauden einer Art dürfen in Gruppen gepflanzt ruhig an mehreren Stellen im Beet auftauchen, so wirkt es locker und stimmig. Beschränken Sie sich aber je nach Beetgröße auf 6, vielleicht 7 Arten. Besonders lebendig sehen Staudenbeete aus, wenn die Pflanzen sie in schmalen Längsstreifen durchziehen, den sogenannten Drifts. Diese können von kreisförmigen Tuffs anderer Arten oder Solitärstauden unterbrochen werden.

Staudenbeete als Tribüne: die Kleinen nach vorne, die Großen nach hinten.

Platz und Nährstoffe sind begrenzt. Bepflanzen Sie Staudenbeete nur mit Pflanzen ähnlicher Wuchskraft, sonst findet ein gnadenloser Konkurrenzkamp statt, bei dem die Schwächeren auf der Strecke bleiben. Stopfen Sie Staudenbeete nicht mit Pflanzen voll, auch wenn sich erst noch viele Lücken zeigen. Nehmen Sie in den ersten Jahren lieber Sommerblüher als Lückenbüßer.

Staudenbeete werden am besten im Frühjahr angelegt.

Staudenbeete: an die Spaten, fertig, los!
Bevor Sie Staudenbeete anlegen, müssen Wurzelunkräuter raus, und seien sie noch so klein. Das ist mühsam, keine Frage, die Staudenbeete werden aber schöner! Bei Giersch wächst z.B. jedes Fitzelchen Wurzel zu einer neuen Pflanze heran!
Steht der Platz für die Staudenbeete fest, markieren Sie die Umrisse mit dem Gartenschlauch und stechen die Ränder mit dem Spaten ab. Verteilen Sie die Pflanzen an den geplanten Stellen und lassen das Arrangement auf sich wirken. Passt es, lösen Sie die Pflanzen für die Staudenbeete mit einem Klaps auf den Topfboden aus dem Topf. Stechen Sie mit einer Handschaufel in den Boden, ziehen sie kurz zu sich heran, legen die Pflanze in das Loch und drücken sie beiden Händen fest. Angießen und die Staudenbeete genießen!