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Sterndolden: Stars in der Manege

Keine Artisten, sondern himmlische Figürchen: Astrantien, auch Sterndolden genannt, verbreiten von Juni bis September sommerliche Leichtigkeit – im Beet und in der Vase.

Sterndolden (hier Astrantia major) tragen Kronen aus winzigen Blüten, die von einem Strahlenkranz aus passend gefärbten Hochblättern umgeben sind.

Tänzerinnen, die durch das Grün einer Wiese wirbeln – mit ihren abstehenden Strahlenkränzen scheinen Sterndolden ständig in Bewegung zu sein. Die feinen Stiele, die sich weit über das geschlitzte Laub erheben, lassen sie gleichsam schweben. Ihren Namen verdankt die Blume natürlich der strahlenden Erscheinung ihrer Blüten, und seit die renommierte “Chelsea Flower Show” die Pflanze vor acht Jahren auf den Titel ihres Magazins hob, sind die Sternchen auf dem Weg zum Star.

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Die Gärtner übertrumpfen sich mit immer reizvolleren Neuzüchtungen, die von dunklen, geheimnisvollen Rottönen über kräftiges Pink bis zu raffinierter Mehrfarbigkeit reichen, etwa Weiß mit grünen Spitzen und einem Hauch von Rosa. “Sie sind absolute Trendpflanzen”, bestätigt Annemarie Eskuche, die sich mit ihrer Gärtnerei auf diese robuste Staudenart spezialisiert hat. So zart und zerbrechlich sie auch wirken: Im Grunde sind Sterndolden ganz bodenständig. Sie sind mit den Möhren verwandt und gehören wie diese zur Familie der Doldenblütler.

Perfekte Partner: Katzenminze 'Walkers Low', das Blausternchen (Rhazya orientalis) und Sterndolde 'Berendien'.

In der Wildnis gedeihen sie auf Bergwiesen und an Waldrändern, aber auch beim Floristen bekommt man sie inzwischen, denn in der Vase beweisen sie ebenfalls Anmut und Haltung – gut zwei Wochen lang. Übrigens: Der auffällige Strahlenkranz ist kein Teil der Blüte, sondern besteht aus bunten, fein geäderten Hochblättern, die den winzigen Blüten im Zentrum mehr Geltung verschaffen und so nützliche Insekten anlocken sollen. Kein Wunder, dass die auf die hübsche Dolde fliegen!

Fotos: Janne Peters