
Auf der Terrasse spielt sich das Familienleben ab. Dort wird geplaudert, gespielt und gegrillt – am liebsten möglichst unbeobachtet. Wir verraten, wie Sie Ihre Terrasse zum Lieblingsplatz machen und den Sommer so richtig genießen können.
Ohne gemütliche Terrasse ist der Garten nur halb so schön! Denn was gibt es Schöneres, als den Sommer in gemütlichen Gartenmöbeln in vollen Zügen zu genießen?
Eine Terrasse für jeden Zweck
Ob als Platz zum Sonnenbaden, fürs gemütliche Essen mit der Familie oder als Spielfläche für die Kinder: die geplante Nutzung der Terrasse sollten Sie bei der Planung immer im Hinterkopf haben, sie bestimmt auch die Ausrichtung der Terrasse und den geplanten Bodenbelag. Die Ausrichtung der Terrasse kann man sich leider oft nicht aussuchen, da sie natürlich auch vom Grundstück abhängt.
Eine Terrasse liegt direkt am Haus, erweitert das Wohnzimmer in den Garten, und auch die Wege von der Terrasse zur Küche sind meist kurz, dass Sie auf der Terrasse auch eine kleine Kräuterecke einplanen sollten. Als Krönung darf das plätschernde Wasser eines kleinen Springbrunnens seine herrlich beruhigende Hintergrundmusik auf der Terrasse spielen. Es muss ja nicht gleich ein ganzer Teich sein. Ein formschönes Holzfass mit kleiner Pumpe reicht völlig!
Die Lage der Terrasse
Sonnig, gemütlich, schön warm und mit viel Platz für Kübelpflanzen und Sommerblumen: um möglichst viel Sonnenlicht einzufangen, werden Terrassen üblicherweise auf der Südseite des Hause geplant, wo es am meisten Sonne gibt. Das ist für Sonnenanbeter auch perfekt. Wer die Möglichkeit hat, die Ausrichtung der Terrasse zu bestimmen und gerne im Freien frühstücken möchte, sollte die Terrasse entweder nach Osten erweitern oder eine kleinen Zweitsitzplatz einrichten, um dort die Morgensonne zu genießen.

Eine Markise spart Platz auf der Terrasse, kein Sonnenschirm steht im Weg.
Planen Sie Ihre Terrasse so groß wie möglich, denn nicht nur Terrassenmöbel, sondern auch Grill und Sonnenschirm wollen auf der Terrasse Platz haben. Damit Stühle und andere Möbel nicht ständig im Weg stehen und sich bei Bedarf auch bequem verrücken lassen, sollte eine Terrasse mindestens 3×3 Meter groß sein. Ein besonders praktischer Sonnenschutz sind Markisen, die sich bei Bedarf schnell aus- oder einfahren lassen und auf der Terrasse keinen Platz brauchen.
Vermeiden Treppenstufen zum Haus – legen Sie die Terrasse lieber höher an und bauen dann eine Treppe zum Garten hin, die durch einen kleinen Hanggarten mit Stauden führt und auf dem Rasen endet.

Ideale Lösung für Terrassen am Hang: eine Treppe führt durch üppig bepflanzte Beete in den Garten.
Anlage einer Terrasse
Achten Sie generell darauf, dass die Terrasse einen befestigten Boden hat, denn einsinkende Stuhlbeine und kippelnde Tische sind einfach lästig. Denken Sie auch die Witterungsbeständigkeit der Materialien, damit Sie den Terrassenboden nicht schon nach dem ersten Winter ausbessern müssen. Für eine Terrasse ist keine Baugenehmigung nötig, Sie sollten aber bei der Planung ein paar grundlegende Punkte beachten: ganz wichtig ist es, auf eine ausreichende Anzahl Stromanschlüsse zu achten, damit Sie später auch ausreichend Spielraum für eine Terrassenbeleuchtung und Elektrogeräte haben.
Was bei der Anlage einer Terrasse oft vergessen wird, ist ein ausreichender und vor allem funktionierender Wasserabzug. Sonst werden nach einem Sommergewitter Wasserlachen auf der Terrasse stehen und es machen sich nach und nach Algen und Moose breit. Daher sollte die Terrasse ein Gefälle von mindestens 1,5 % haben und entweder einen Gulli, oder eine geeignete Fläche neben der Terrasse, wo das Wasser versickern kann.
So wird’s auf der Terrasse gemütlich
Terrassen müssen windgeschützt sein und Rückendeckung sowie eine attraktive Aussicht bieten. Besonders einladend werden Terrassen, wenn Duftpflanzen wie Lavendel oder Kräuter wie Thymian ihren Duft verströmen. Da schmeckt das Glas Wein dann noch einmal doppelt so gut! Machen Sie es sich gemütlich, schließen dann die Augen und träumen sich aus dem Alltag!

Eine Terrasse aus Naturstein fügt sich perfekt in einen Naturgarten ein.
Ganz wichtig für jede Terrasse ist Sichtschutz, der auch gleichzeitig als Windschutz dient. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Sichtschutzwänden, bepflanzten Rankgittern oder auch hohen Pflanzen in Kübeln, die Sie dann nach Belieben auf der Terrasse arrangieren können. Denken Sie unbedingt an einen Sonnenschutz für die Terrasse. In Frage kommen neben Sonnenschirmen und -segeln auch Bäume, die Sie in der Nähe der Terrasse pflanzen und die einen herrlich lichten Schatten werfen.

Niedrige Stauden bilden einen nahtlosen Übergang von der Terrasse zum Garten.
Auch mitten im Garten lassen sich Traumplätze einrichten, sogar mit Wechselrahmen: umgeben von einem Beet mit hohen Prachtstauden lässt es sich nicht nur herrlich entspannen, durch das ständige Erblühen neuer Pflanzen sieht der Platz immer wieder anders aus.
Welches ist der richtige Bodenbelag für die Terrasse?
Holz, Naturstein, Beton oder WPC: Als Bodenbelag für die Terrasse kommen viele Materialien in Frage. Steinbeläge sind witterungsbeständig, robust und leicht zu pflegen, aber in der Regel auch teurer als Terrassen aus Holz. Ein Belag aus Holz sieht einheitlich aus, muss aber jährlich gepflegt werden. Im Gegensatz zu Steinterrassen kann man unschöne oder beschädigte Bereiche leicht erneuern. Auch eine Terrassenerweiterung ist problemlos möglich.
Natursteinplatten für die Terrasse sind mittlerweile nicht viel teurer als gute Betonsteinplatten und behalten auf Dauer ihre Farbe, während Betonsteinplatten auf der Terrasse ohne Versiegelung mit Speziallack mit der Zeit verblassen können, sonst aber auch unverwüstlich sind.
Eine echte Alternative zu großformatigen Platten sind Klinker, die sich auch gut für eine kleine Terrasse eignen. Klinker sind zwar künstlich, bestehen aber aus Naturmaterial, so dass die Terrasse dann wie bei Natursteinen ihre Farbe behält.
Achtung: dunkle, fast schwarze Terrassenbelage z.B. aus Schiefer sehen zwar edel aus, heizen sich aber in der Sonne so stark auf, dass man kaum barfuß auf der Terrasse laufen kann.
Holz wirkt auf der Terrasse besonders natürlich und heizt sich in der Sonne nicht auf, so dass Sie auch an heißen Tagen barfuß über die Terrasse laufen können. Allerdings muss man das richtige Holz und die richtige Konstruktion wählen, denn Holz darf nicht im Wasser stehen. Sonst sieht die Terrasse nicht nur hässlich aus, sondern wird bei Regen auch sehr glatt.
Fliesen sind auch ein guter Terrassenbelag, aber nur, wenn sie nicht direkt auf Beton verlegt werden. Es können winzige Wassermengen durch feine Risse in den Fugen eindringen und im Winter gefrieren, so dass einzelne Fliesen kaputt gehen. Achten Sie bei Fliesen auf einen schichtweisen Aufbau der Terrasse, auf die Betonbodenplatte muss erst Estrich und dann eine Drainagematte, auf der die Fliesen verlegt werden. Die Matte verhindert, dass Wasser unter den Fliesen stehen bleibt, wenn es doch mal durch kleinste Undichtigkeiten durchsickern sollte.
Tropenholz auf der Terrasse
Achten Sie beim Kauf von Holzbelägen für die Terrasse (z.B. das beliebte Bangkirai) unbedingt darauf, dass das Holz das FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft trägt. Dieses Siegel der Forest Stewardship Council soll gewährleisten, dass Holz für die Terrasse aus nachhaltiger Produktion stammt und nicht aus illegalem Holzeinschlag in Regenwäldern.

Traum-Terrasse: Mit mediterranen Steinmauern, Pergolen oder hohen Pflanzen wird die Terrasse sofort zum Lieblingsplatz.
Ein ganz besonderer Belag für die Terrasse sind Bambus-Dielen. Diese sehen schick aus, sind ökologisch unbedenklich, da schnell nachwachsend, extrem robust und verleihen der Terrasse einen ganz besonderen Charme.
Eine Terrasse aus Kies ist auch möglich, lässt sich aber schlecht reinigen, da sich immer wieder kleine Blätter zwischen den Steinchen sammeln und sich die Terrasse nicht fegen lässt.
Tipp: die Terrasse oder den Balkon mit Balkonpflanzen aufpeppen.































