Ein Vogelhaus ist nicht nur nützlich, sondern vor allem ein Spaß für Groß und Klein und ein echtes Schmuckstück: Die Auswahl reicht vom rustikalen Fly-in Restaurant bis hin zu echten Designerstücken. Aber: Das Vogelhaus muss immer am richtigen Platz stehen! Meisen, Kleiber, Gimpel, Finken, Spechte, Spatzen und viele andere Vögel beleben den winterlichen Garten. Deckt man ihnen in einem Vogelhaus den Tisch, kann man sie ganz aus der Nähe beobachten. Fangen Sie mit dem Füttern im Vogelhaus rechtzeitig an, damit die Vögel bei Frost sofort wissen, wo sie sich satt fressen können. Ein Zaunkönig, der mit seinen 20 Gramm locker in einem Standardbrief verschickt werden könnte, verhungert z.B. schnell, wenn er bei Frost nicht genug Futter bekommt und vor einem leeren Vogelhaus steht.
Vogelhaus: Darauf sollten Sie achten
Das Futter im Vogelhaus muss unbedingt trocken bleiben, sonst kann es verderben. Nicht jedes Vogelhaus, das im Handel angeboten wird, ist dafür auch brauchbar. Manche haben ein derart kleines Dach, dass das Futter bei Wind einfach aus dem Vogelhaus herauswirbelt oder Regenwasser eindringen kann.

Vogelhaus in der Schwebe: halbe Kokosnuss-Schalen werden mit ein paar Fichtenzweigen zu dekorativen Futterplätzen.
Mit Silo-Vogelhäusern verhindern Sie, dass sich Kot mit den Körnern vermischt und Krankheiten verbreitet werden. Bei so einem Vogelhaus ist das Futter in einem geschlossenen Behälter und rutscht bei Bedarf durch eine Öffnung am Boden nach, so dass die Vögel nicht im Futter herumspringen.
Der richtige Standort für Ihr Vogelhaus
Es gibt keine verbindlichen Regeln, wo ein Vogelhaus zu stehen hat. Einen Platz nahe am Haus nimmt das Gros der Vögel genauso an wie einen Standort “in der Wildnis”. Natürlich werden scheue Vögel nicht unbedingt ein Vogelhaus suchen.

Vogelhaus auf die Schnelle: Der Kranz aus biegsamen Zweigen dient Meisen als Landebahn, um an den Futterknödel zu gelangen. Foto: Kramp & Gölling
Generell sollte ein Vogelhaus nicht in der Nähe großer Scheiben sein, denn die Vögel nehmen das Spiegelbild des Gartens in der Scheibe wahr, verwechseln es mit der Wirklichkeit und fliegen gegen die Glasscheibe. Aufgeklebte Raubvogel-Silhouetten bremsen die Vögel übrigens nicht.
Vogelhaus: so geht’s ohne Zank und Streit
Wer kennt das nicht: Fette Amseln oder Tauben blockieren beharrlich das Vogelhaus und vertreiben mit aller Macht andere Vögel. Dabei ziehen Meisen und Finken oft den Kürzeren. Aber auch die recht kleinen Rotkehlchen gegen oft aggressiv zu Werke, wenn sie ihr Futter im Vogelhaus von anderen Vögeln bedroht sehen. Um Kabbeleien am Vogelhaus von vornherein auszuschließen, verteilen Sie die Körner gleich auf mehrere Orte.

Rotkehlchen gehören zu den häufigen Gästen am Vogelhaus.
Finken fressen am liebsten auf dem Boden, die akrobatischen Meisen bevorzugen ein frei hängendes Vogelhaus. Dort sind sie vor temperamentvollen Artgenossen sicher, die sich nicht auf schwankendem Boden halten können. Meisen ist bereits mit Meisenknödeln oder frei hängenden Futterautomaten geholfen.
Vogelhaus: Schnabel auf zum Körnerschmaus
Mit Sonnenblumenkernen und Fertigmischungen aus dem Handel sind Sie immer auf der richtigen Seite. Rotkehlchen, Zaunkönige, Schwanzmeisen und andere Vögel mit zarten Schnäbeln werden schnell Stammgäste in Ihrem Vogelhaus, wenn Sie ihnen Weichfutter aus Haferflocken anbieten. So genannte Weichfresser, also Amseln, Drosseln oder Stare, fressen dazu noch gern getrocknete Beeren, gehackte Nüsse oder Rosinen. Ein sehr preiswertes Futter für ein Vogelhaus sind schlichte, ungesalzene Haferflocken aus dem Supermarkt.

Bunter Gast am Vogelhaus: Eichelhäher mögen Körner und Rosinen.
Auch Eichelhäher kommen in ländlichen Gegenden gerne ans Vogelhaus, um nach Nüssen, Eicheln und Meisenknödeln zu suchen. Um diesen hübschen Vogel zu beobachten, muss man geduldig sein. Denn sobald er einen Schatten am Fenster sieht, sucht er das Weite.
Bei dem Gedanken an Mehlwürmer im Vogelhaus mag den meisten Menschen der Appetit vergehen, aber Meisen und Rotkehlchen fliegen total darauf. Die schmecken ihnen sogar so gut, dass die Vögel nach einiger Zeit handzahm werden.



































