Der neue Guide Michelin ist da!

Selbst ganz schlichte, bescheidene Esser kennen den Guide Michelin und seine berühmten Sterne. Nun ist der Guide Michelin 2011 für Deutschland ganz frisch auf dem Markt. Wichtigste Erkenntnis: Noch nie gab es in Deutschland mehr Spitzenrestaurants als jetzt!

Insgesamt 237 Sternerestaurants gibt es aktuell in Deutschland – das sind 12 mehr als im letzten Guide Michelin. Zwar hat es kein weiteres Restaurant geschafft, einen dritten Stern zu erlangen, dafür aber stieg die Zahl der ausgezeichneten Zwei-Sterne-Häuser um fünf – das sind so viele Neu-Aufsteiger wie seit 37 Jahren nicht mehr.
26 Restaurants in Deutschland können sich außerdem 2011 erstmals mit einem der begehrten Sterne schmücken. Und insgesamt neun Restaurants tragen in Deutschland die höchste Auszeichnung mit drei Michelin-Sternen.

Die 3-Sterne-Restaurants in Deutschland

Insgesamt neun Restaurants in Detschland tragen die höchste Auszeichnung im Guide Michelin.
1. Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn
2. Restaurant Bareiss in Baiersbronn
3. Gourmetrestaurant Lerbach in Bergisch Gladbach
4. Vendôme in Bergisch Gladbach
5. Waldhotel Sonnora in Dreis
6. Restaurant Amador in Langen
7. Schloss Berg in Perl
8. GästeHaus Erfort in Saarbrücken
9. Aqua im Hotel Ritz-Carlton in Wolfsburg

Die neuen 2-Sterne-Restaurants in Deutschland

Gleich fünf Restaurants in Deutschland sind im neuen Guide Michelin mit zwei Sternen für hervorragende Küche ausgezeichnet worden. Drei davon in Norddeutschland.
1. Sterneck in Cuxhaven
2. Fährhaus in Munkmarsch auf Sylt
3. La Belle Epoque in Lübeck-Travemünde
4. Villa Rothschild Kempinski in Königstein im Taunus
5. Park-Restaurant im Brenners Park-Hotel in Baden-Baden

Haben Restaurants auch Sterne verloren?

Ja, allerdings ist keines der Spitzenrestaurants mit zwei oder drei Sternen abgewertet worden. Jedoch sind 14 bisherige 1-Sterne-Häuser aus dem Guide Michelin 2011 verschwunden. Bei der Hälfte dieser Restaurants liegt das daran, dass sie geschlossen haben oder 2011 schließen werden. Letzteres trifft zum Beispiel auf das Restaurant von TV-Köchin Cornelia Poletto in Hamburg zu.

Was bedeuten die Sterne und wie kommen sie zustande?

Der neue Guide Michelin ist da!
Guide Michelin Tester bleiben anonym

Ganz unauffällig, anonym und unangekündigt besuchen die Tester des Guide Michelins Restaurants und Hotels. In ganz Europa sind insgesamt 85 Tester unterwegs, alle sind Kenner in Sachen Gastronomie, Hotellerie, Service und Weingenuss. Und noch etwas wird im Vorwort zum Guide Michelin betont: Die Tester bezahlen alle Leistungen, die sie in Anspruch genommen haben wie jeder andere Gast auch.

Die Auswahl der Häuser, die getestet werden, erfolgt unabhängig und objektiv, auch Hinweise der Leser fließen in die Arbeit der Inspektoren ein. Restaurants und Hotels aus allen Stilrichtungen, Ausrichtungen und Preiskategorien werden unter die Lupe genommen. Am Ende wird dann noch einmal über alle Eindrücke beraten, über höchste Auszeichnungen entscheide man sogar auf europäischer Ebene, betont der Guide Michelin.

Beurteilt werden bei den getesteten Restaurants unter anderem die Qualität und Frische der Zutaten, das Können bei der Zubereitung, das Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich der Geschmack.

Die Sterne kann man quasi “übersetzen”. Ein Stern bedeutet “sehr gutes Restaurant seiner Kategorie”, zwei Sterne stehen für eine hervorragende Küche und drei Sterne als höchste Auszeichnung heißen in Langform “eine der besten Küchen, eine Reise wert, man isst immer sehr gut, oft auch exzellent”.

Dazu kommen im Guide Michelin unzählige weitere Symbole, die alle zu Beginn des 1440 Seiten dicken Buches erklärt werden: ruhiges Hotel, besonders schöne Aussicht, Weinkarte mit besonders attraktivem Angebot und rote Schrift bei den Restaurants, die sich um sogenannte “Hoffnungsträger” handeln – also Anwärter auf einen Aufstieg in der Bewertung.

Was ist der Guide Michelin überhaupt?

Die Geschichte des wichtigen Gourmetguides begann 1900 in Frankreich. Ins Leben gerufen wurde das Buch vom Reifenhersteller Michelin, es diente als Wegweiser zu Werkstätten und Batterieladestationen und sollte den noch wenigen Autofahrern das Unterwegssein erleichtern.

Innerhalb kürzester Zeit machte das Buch Karriere. 1910 erschien es erstmals in Deutschland, rund 13 Jahre später wurde der Reiseführer durch Restaurantempfehlungen erweitert, seit 1964 ist der Guide Michelin in Deutschland offiziell ein Restaurantführer.

Vielen Köchen verhalf der Guide Michelin zu Ruhm und Ehre. Zu den bekanntesten zählt Paul Bocuse, dessen Restaurant in der Nähe von Lyon seit 1965 jedes Jahr wieder die Höchstauszeichnung mit den drei Sternen erhält. Damit ist Paul Bocus Rekordhalter.

Weitere Infos unter: www.viamichelin.com

Text: Saskia Fehrholz

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