Gugelhupf backen mit Zucker, Zimt und Liebe

Alle Jahre wieder packt Jeanny der Weihnachtsbackwahn. In diesem Gugelhupf sorgen Spekulatiuskekse für würzigen Knusper.
Rezept: Thymianbrot mit Olivenöl

Den magischen Glanz hat Weihnachten für mich noch nie verloren. Schon als Kind hatte dieses Fest mit den vielen Lichtern und damals noch Lametta etwas geheimnisvoll Gemütliches, und die kleinen Weihnachtstraditionen unserer Familie liebte ich jedes Jahr voller Inbrunst aufs Neue.

Wir Kinder schauten im Fernseher Weihnachtsmärchen an, lieferten uns Schneeballschlachten im Garten und träumten keksbeseelt davon, welche Geschenke wohl auf uns warten würden. Der Soundtrack dazu holperte von der Schallplatte – an einer Stelle sprang die Nadel immer zum übernächsten Lied. Das Wohnzimmer unserer Großeltern, in dem der Christbaum stand, blieb bis zum Heiligabend Tabuzone, bis ein kleines Glöckchen uns signalisierte, dass jetzt endlich, endlich der Höhepunkt des Jahres gekommen war.

Spekulatius Gugelhupf

Für die Extra-Portion Weihnachten: Wasser, etwas Zimt und Puderzucker zu einem Guss verrühren.

Wunderkerzen zischten festlich, Geschenkpapier raschelte, nach der Bescherung wurde gespielt bis in die Puppen. Ich sehe mich noch heute freudestrahlend im Norwegerpulli in meinem neuen Bobschlitten unterm Weihnachtsbaum sitzen und mir einen soeben aus dem Gabenkorb gefischten Prinzessinnenring anstecken. Und ich weiß noch genau, wie die hübschen Malstifte mit Herzchen drauf aussahen, mein heiß geliebtes Schlumpfhaus und ganz besonders mein erstes Spielzeug-Kaffeeservice.

Zu dem Service gab es standesgemäß sogar eine Kaffeemaschine, die auf Knopfdruck Wasser durch einen Filter laufen ließ. In den kommenden Wochen sollten die Nachbarskinder viele Einladungen zum Kaffeekränzchen nach dem Schlittenfahren erhalten. Und hätte ich damals schon backen können, es hätte mit Sicherheit ein Stück dieses weihnachtlichen Gugelhupfs für alle gegeben – passend zur Saison mit köstlicher Spekulatiusnote.

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