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Cake Pops: Rezept & Deko

Cake Pops lassen sich einfach selber machen. Der Cake-Pops-Teig ist schnell verrührt, das Verzieren pures Vergnügen. Infos und Rezepte zu Cake Pops.
Cake Pops lassen sich toll mit Zuckerdekor verzieren.

Die kleinen Kuchen am Stiel sind ganz groß in aller Munde, denn Cake Pops sehen nicht nur schön aus, sondern lassen sich vor allem elegant am Stiel essen. Beim Verzieren der Cake Pops sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – es gibt sie in allen Farben und Formen.

Cake-Pops-Teig

Cake Pops werden entweder aus zerbröselten Keksen oder Rührkuchen – am besten vom Vortag – hergestellt. Zu den Krümeln gibt man ein Frosting aus Frischkäse dazu bis mithilfe des Rührgeräts eine cremige Masse entsteht. Aus der Masse werden nach kurzer Kühlzeit kleine Kugeln mit einem Durchmesser von 3 bis 4 Zentimeter geformt. Man kann den Teig jedoch auch in spezielle Cake-Pops-Formen drücken oder die Masse zu einem Rechteck formen und mit Keksausstechern Motive kreieren. Die Kugeln bzw. geformten Küchlein kommen für 15 Minuten in das Eisfach.

Cake Pops glasieren

Während die Cake Pops kurz auftauen, werden die Glasurtropfen im Wasserbad oder in der Mikrowelle bei schwacher Hitze geschmolzen. Nun wird jede Cake-Pops-Kugel mit einem Stiel aufgespießt, dessen Ende vorher kurz in die Glasur getunkt wurde. Die Kugeln am besten noch einmal für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sie am Stiel bleiben.

Danach werden die Cake Pops zügig in die heiße Glasur getaucht – dabei jeden Cake Pop drehen, damit sich keine Unebenheiten bilden. Durch leichtes Klopfen am Schüsselrand tropft überflüssige Glasur ab. Falls die Glasur währenddessen hart wird, muss sie wieder erwärmt werden. Abschließend werden die Cake Pops in gefärbtem Zucker oder bunten Streuseln gewendet, solange die Glasur noch feucht ist. Anstelle von Streuseln kann man zusätzliche Glasurmasse mithilfe eines Spritzbeutels in einer Linie rund um die Kugeln auftragen. Dafür wird eine sehr feine Lochtülle verwendet. Anschließend werden die Cake Pops zügig mit farbigem Zucker bestreut, damit die Linien eine eigene Farbe und Glanz bekommen.

Cake Pops sehen toll in Pralinenförmchen aus.

Je nach Präsentationsart werden die Cake Pops mit dem Stiel nach unten zum Beispiel in einem umgedrehten Durchschlag oder in einer Platte Styropor getrocknet. Man kann die Cake Pops auch in ein mit Zucker gefülltes Glas stecken. Oder sie werden mit der Kugel nach unten auf eine Platte gesetzt und bekommen beim Trocknen genügend Stand. Die Cake Pops sind ein hübsches Geschenk, wenn man sie kopfüber in Pralinenförmchen setzt und den Stiel mit einer Schleife verziert.

Eine besondere Variante sind die Pushup-Cake-Pops: Sie werden in speziellen Pushup-Behältern aus Kunststoff geschichtet und lassen sich zum Essen herausschieben. Dafür benötigt man einen flachen Rührkuchen, aus dem Kreise – in der Größe des Innendurchmessers der Pushup-Behälter – ausgestochen werden. Die Teigplatten werden abwechselnd mit einer Frischkäse-Schlagsahne-Creme geschichtet, als erste Schicht wird Kuchenboden und als letzte Creme verwendet. Abschließend werden die Cake Pops noch mit frischen Früchten oder Streudekor verziert. Bis zum Servieren sollten die fertigen Pushup-Cake-Pops im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Pushup-Cake-Pops - Kuchen mit Schiebeeffekt

Die Zutaten für schnelle Cake Pops (20 Stück):

600 g Schokoladen-Kastenkuchen (zum Beispiel “Comtess Schoko” von Bahlsen), 70 g ungesalzener Frischkäse (Vollfettstufe), 50 g Puderzucker, 200 g rosa Erdbeer-Joghurt-Schokolade, 200 g zartgrüne Limonen-Schokolade, 200 g weiße Kuvertüre, 3 EL Kokosfett, verschiedene Zuckerdekore, außerdem: 20 lange (Holz-)Spieße

Die Zubereitung:

1. Teig vorbereiten
Schokoglasur des Kuchens entfernen, und Kuchen in der Küchenmaschine fein zerbröseln. Frischkäse mit Puderzucker glatt verrühren. Kuchenbrösel mit der Frischkäsemasse verkneten. Aus der feuchten Kuchenmasse 20 Kugeln à etwa 30 Gramm formen. Abgedeckt für zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

2. Süßer Überzug für die Cake Pops
Schokoladen und Kuvertüren jeweils getrennt voneinander über dem heißen Wasserbad sanft schmelzen (nicht zu heiß – sonst verliert die Schokolade ihren Glanz) und jeweils etwa einen Esslöffel Kokosfett einrühren. Die Cake Pops bis zur Mitte auf das stumpfe Ende der Holzspieße stecken.

Schnelle Cake Pops selber machen

3. Cake Pops verzieren
Cake Pops jeweils in einen Guss nach Wahl tauchen, so dass die Kugeln komplett überzogen sind. Schokolade oder Kuvertüre abtropfen lassen, dann direkt in Zuckerperlchen tauchen oder mit Zuckerdekor besetzen. Zum Trocknen die Spieße in einen umgedrehten Durchschlag stecken. Serviert werden die Cake Pops in einem Glas mit Zucker.

Falls die Cake Pops nicht so gelingen wie gewünscht, kann das verschiedene Gründe haben. Tipps für gelungene Cake Pops:

Die Teigmasse lässt sich nicht richtig rollen:
Entweder ist zuwenig Frischkäse zugegeben worden und der Teig bröselt auseinander. Dann peu à peu mehr Frischkäse zugeben.
Wenn die Mischung zu weich zum Formen ist, müssen mehr Kuchen-/Keksbröse unter den Teig gerührt werden.

Die Cake Pops lösen sich vom Stiel:
Eventuell waren die Kuchenkugeln zu groß. Am besten wiegt man die Cake Pops ab, eine Kugel sollte nicht mehr als 20 Gramm wiegen.

Die Glasur ist zu dickflüssig:
Eine gute Konsistenz erhält die Glasur, wenn man ihr nach und nach Kokosfett in kleinen Mengen zufügt. Wenn die Glasur gleichmäßig von einem Löffel abläuft, ist sie perfekt.

Die Glasur bekommt Risse:
Dies passiert, wenn die Kugel beim Glasieren noch zu kalt war. Wenn sich die Kugel beim Erwärmen ausweitet, bricht die Glasur. Daher die Kugeln vor dem Glasieren unbedingt kurz auftauen lassen.

Das Dekor fällt ab:
Die Cake Pops müssen verziert werden, solange die Glasur noch feucht ist. Allerdings sollte die Glasur schön abgetropft sein.

Backform:
Es gibt Backformen, die ofenfest sind und in denen der Rührteig gleich in Form gebacken wird. Die anderen erhältlichen Motivformen sind für die klassische Teigmasse aus Bröseln und Frischkäse zum kalten Formen geeignet.

Candy Melts:
Bei den Candy Melts handelt es sich um (gefärbte) Schokoglasur in Linsenform. Sie lassen sich gut portionieren und in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen. Im Handel sind auch vegane Candy Melts erhältlich, die ohne Milchpulver hergestellt werden.

Glitzerstaub:
Sehr feine Zuckerart, die metallisch glänzt und gefärbt ist. Essbarer Glitzerstaub eignet sich gut zum Verzieren, mitunter wird er auch als „Kuchenglitter“ angeboten.

Stiele:
Die Stiele gibt es aus Papier, Plastik oder Holz. Lollipop-Sticks sind in verschiedenen Längen und in bunten Farben erhältlich. Man kann auch Schaschlikspieße oder für eine asiatische Anmutung Essstäbchen als Stiele verwenden.

Zuckerdekor:
Bei den Zuckerdekoren gibt es eine breite Auswahl. Um Cake Pops ganzflächig mit Zucker zu versehen ist Zuckersand mit seiner feinen Körnung gut geeignet. Zuckerperlen dienen mit einem Durchmesser von 1,5 bis 4 Millimeter eher der punktuellen Verzierung auf der Glasur.

Wer Cake Pops nicht selber machen möchte, findet inzwischen in vielen Städten spezielle Konditoreien mit Cake Pops im Angebot. Es gibt auch Online-Shops, die Cake Pops per Post versenden. Cake Pops online bestellen kann man zum Beispiel bei:

Ben und Bellchen: Von dem Berliner Shop kann man sich seine Cake Pops innerhalb Deutschlands liefern lassen.

Style your Cake: Die Hamburgerin fertigt nicht nur in der TV-Sendung “Enie backt” Cake Pops an, sondern versendet weltweit ihre süßen Cake Pops. Ein besonderes Geschenk zu Hochzeit: die Brautpaar-Cake-Pops.

Guter Kuchen: Dani kreiert Cake Pops mit Konditor-Kuchen – in allen gewünschten Formen und Farben für Feste und Firmenfeiern in Deutschland. Besonders Hochzeitsplaner arbeiten gern mit ihr zusammen.

Tigertörtchen: In Berlin werden Cake Pops hergestellt, die wie Pralinen am Stiel aussehen. Und mit ihrer Himbeer-Merlot- oder Gewürz-Füllung auch so schmecken.

Besonders häufig bestellt: Cake Pops zur Hochzeit

Text: Natalya Gehnich

Fotos: Julia Hoersch, Shutterstock