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Hefeteig

Die Mimose unter den Teigsorten: Die Hefezellen, die dafür sorgen, dass der Teig so schön luftig wird, mögen keine extreme Hitze oder Kälte. Deshalb sollten alle Zutaten - Mehl, Milch, Zucker, Ei, Butter und Salz - stets die gleiche Temperatur haben. Nach dem Kneten will der Teig mindestens eine Stunde in Ruhe gelassen zu werden, um sich so richtig aufzuplustern. Dazu die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einen warmen Ort stellen. Vor dem endgültigen Verarbeiten noch einmal kräftig durchkneten!

Mürbeteig

Perfekt für Tartes und Obstböden: Mürbeteig ist knusprig und zergeht doch wunderbar auf der Zunge. Außerdem kann man ihn schon Tage vor seinem Einsatz vorbereiten: Mehl, Zucker, Ei, Butter und etwas Salz zu einer Kugel verkneten, diese in Klar-sichtfolie wickeln und den Teig mindestens eine Stunde kühl stellen. So lässt er sich später viel leichter ausrollen. Tipp: Tarteböden mehrmals mit der Gabel einstechen und blindbacken, damit der Teig keine Blasen wirft und der Belag ihn nicht aufweichen kann. Ein besonders sandiger Verwandter des Mürbeteigs ist Paté Sablée.

Rührteig

Der Unkomplizierte: Zutaten wie weiches Fett, Mehl, Zucker, Eier, Backpulver, die übliche Prise Salz und individuelle Zutaten einfach miteinan-der verrühren, fertig. Das Rühren nicht übertreiben, da der Teig sonst zäh wird. Besonders locker wird er hingegen, wenn man die Eier trennt, das Eiweiß zu Schnee schlägt und diesen erst am Schluss vorsichtig unter den Teig hebt. So wird aus dem Rührteig ein Sandkuchen: Das Gewicht von Butter, Zucker und Mehl sollte jeweils dem Gesamtgewicht von drei großen Eiern entsprechen.

Quark-Öl-Teig

Wie es der Name schon sagt, besteht dieser Teig zu einem Großteil aus Quark - die Fettstufe bleibt Ihnen überlassen. Außerdem mit dabei: Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Eier, geschmacksneutrales Speiseöl und eine Prise Salz. Gebäck aus Quark-Öl-Teig ist ideal, wenn man eine große Runde zu bewirten hat oder selbst großen Appetit auf frischen Kuchen hat, denn dieser Teig schmeckt nur frisch richtig gut!

Blätterteig

Lecker, gehaltvoll und knusprig. Meist wird in Rezepten fertiger Blätterteig aus dem Tiefkühlfach empfohlen, man kann ihn mit viel Zeit und Geduld aber auch selbst machen. Er besteht aus Mehl, Salz, Ei und Wasser - und viel Fett! Das wird in Schichten durch mehrmaliges Ausrollen und Umschlagen des Teiges nach und nach eingearbeitet. Seine luftige Konsistenz erhält der Blätterteig durch den Wasserdampf, der während des Backens im Teig entsteht.

Plunder

Für Plundergebäck wird Hefeteig wie Blätterteig verarbeitet. Die Hefe sorgt für viel Volumen, die Butterschichten sind wie beim Blätterteig verantwortlich dafür, dass der gebackene Teig auf der Zunge zergeht. Aus Plunderteig werden Franzbrötchen und Croissants hergestellt, besonders beliebt ist diese Teigart in Skandinavien. Weitere Mitglieder der Blätterteig-Familie sind zum Beispiel Strudel und Yufka (in türkischen Geschäften erhältlich).

Crêpe- und Waffelteig

Weiches Fett und ausreichend Flüssigkeit machen den Waffelteig schön cremig und dünnflüssig - bereit fürs Eisen oder die flache Crêpepfanne! Die Art der Flüssigkeit kann je nach Geschmack variieren: Wasser und Sahne, Milch, Kokosmilch oder auch fein gerührter Quark. Ansonsten gehören zum Teig natürlich noch Mehl, Eier, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz und etwas Backpulver, sowie individuelle Zutaten zum Verfeinern, zum Beispiel Lebkuchengewürz.

Biskuit

Wie empfindliche Soufflés sollte man auch Biskuit-böden während des Backens nicht durch plötzliche Zugluft erschrec-ken, sonst fallen sie in sich zusammen. Schön locker gelingt Biskuit durch die getrennte Verarbeitung der Eier: Das Eiweiß wird mit Zucker oder Puderzucker, Salz und Vanillezucker zu festem Schnee geschlagen. Die Eigelbe zieht man vorsichtig unter, bevor das Ganze mit einer Mischung aus Mehl und Speisestärke oder Backpulver komplet-tiert wird. Benötigt man den Teig für eine Biskuitrolle, so sollte er noch warm einmal eingerollt werden, um später nicht zu brechen.

Brandteig

Bevor Brandteig in einen Spritzbeutel gefüllt und zu hübschen Windbeuteln oder Eclairs geformt wird, muss man ihm kräftig einheizen. Milch, Butter und eine Prise Salz aufkochen, Platte ausschalten und Mehl unterrühren. Der Teig muss unter Rühren mit einem Holzlöffel so lange gegart werden, bis er sich vom Topfboden löst. Dann kommt er in eine Schüssel. Hier werden Eier so lange untergeknetet, bis der Teig glänzt. Backpulver kommt zu guter letzt dazu - dann kann der Brandteig in den Spritzbeutel gefüllt werden.