Muttertag Tradition, Geschichten & Geschenke - Nur das Beste für die Beste!

Auf der ganzen Welt wird der Muttertag gefeiert: In Ägypten, Ungarn, Argentinien, Russland - in rund 70 Länder wird den Müttern ein spezieller Ehrentag gewidmet. Das Datum variiert dabei recht stark, ebenso wie die Art, den Tag zu feiern. In Deutschland zum Beispiel ist der Muttertag kein gesetzlicher Feiertag.

Muttertag-Datum

Traditionell wird der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Fällt der Muttertag auf einen hohen kirchlichen Feiertag - wie Pfingstsonntag - besteht seit 1949 für solche Fälle die Regelung, dass der Muttertag auf den ersten Sonntag im Mai verschoben wird. 

Wer hat's erfunden? Die Amerikaner!

Die Begründerin des heutigen Muttertages ist vermutlich Anna Jarvis aus Philadelphia in den USA. Sie verteilte am zweiten Sonntag im Mai des Jahres 1907 anlässlich des Todestages ihrer geliebten Mutter 500 weiße Nelken vor einer Kirche. Im Jahr darauf setzte sie eine kirchliche Andacht zu Ehren ihrer und aller Mütter durch. Schnell fand der Muttertag viele Anhänger, schon 1914 erklärte ihn der damalige amerikanische Präsident Woodrow Wilson zum nationalen Feiertag. Bald übernahm England den "mothering day". Es folgten die Schweiz, Norwegen und 1922 auch Deutschland. Und hier waren es tatsächlich die Blumenhändler, die den Tag mit Werbekampagnen bekannt machten. In den Folgejahren wurde der Muttertag zu politischen Zwecken missbraucht. In der Bundesrepublik Deutschland wurde er 1949 wieder eingeführt - als bewusst nicht-gesetzlicher Feiertag.

Muttertagsgeschenke

Geschenke spielen zum Muttertag eine nicht unerhebliche Rolle. In Kindergärten und Schulen wird Wochen vor dem großen Ehrentag fleißig gebastelt und gemalt. Größere Kinder greifen anstatt zu Schere und Farbe lieber zu Blumen, Parfum und Pralinen. Dabei wird auf der ganzen Welt sehr viel Geld ausgegeben - jeder Amerikaner investiert pro Jahr zum Muttertag fast 140 Dollar. Schon früh war der Ehrentag zum Geschenketag geworden. Die Initiatorin des Muttertages, Anna Jarvis, setzte sich noch zu Lebzeiten für die Abschaffung des Ehrentages ein, den sie selbst geschaffen hatte. Sie hatte die Konsumschlacht nie gewollt. Doch auch mit wenig Geld lässt sich Müttern eine große Freude machen - mit einem leckeren Kuchen oder Frühstück am Bett.

Pendant zum Muttertag: der Vatertag

Seinen Ursprung hat der Vatertag ebenfalls in den USA, wo man ihn feiert wie den Muttertag. In Deutschland sind Ausprägung und Datum des speziellen Tages für die Herren der Schöpfung regional recht unterschiedlich. Eingebürgert hat sich als Vatertag aber meist Christi Himmelfahrt. Anders als die Mütter geben sich die Väter eher nicht mit Blumen und einem Gedicht zufrieden - sie wollen feiern. Mancherorts zieht man(n) deshalb traditionell mit einem Bollerwagen los.