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Muttertag: Geschichte & Geschichten

Am 11. Mai ist Muttertag. An diesem Tag werden alle Mamas verwöhnt – und das schon seit über einem Jahrhundert und weltweit. Alles begann in den USA.

Auf der ganzen Welt wird der Muttertag gefeiert: In Ägypten, Ungarn, Argentinien, Russland – in rund 70 Länder gibt es den Ehrentag für Mamas. Das Datum variiert, ebenso wie die Art, diesen Tag zu feiern. In Deutschland ist der Muttertag kein gesetzlicher Feiertag, er hat keinen festen Termin. Traditionell wird er jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai gefeiert.

Traditionen zum Muttertag

Natürlich dürfen Blumen zum Muttertag nicht fehlen! Kleine Kinder schenken selbst gepflückte Blümchen, große Kinder einen gekauften, schönen Strauß. Auch Deko mit Blumen macht die Hauptdarstellerin des Tages glücklich: Streublümchen auf dem Frühstückstisch, schwimmende Ranunkelköpfe in einer Schale oder eine langstielige Rose auf dem Teller beim schicken Abendessen.

Welche Blumen sollen es für Mutti sein? Im Mai ist die Auswahl riesig, viele Blumen duften jetzt auch ganz wunderbar: Flieder, Pfingstrose, Akelei, Maiglöckchen und natürlich ganz klassische Rosen. Wir haben Anregungen für wunderschöne Zusammenstellungen frischer Blumen: zauberhafte Blumensträuße.

Blumen sind ein schönes Geschenk für Mama.
Blumen sind ein schönes Geschenk für Mama.

Floristen lieben den Muttertag: Er zählt für sie zu den umsatzstärksten Zeit des Jahres. Schnittblumen und auch blühende Topflanzen stehen hoch im Kurs und sorgen für gute Gewinne. Unser Tipp: Wer mit gutem Gewissen Blumen verschenken will, sollte auf Fairtrade-Siegel achten.

Neben Blumen haben auch Herzen zum Muttertag Hochkonjuktur. Pralinen und Gebäck gibt es in Herzform, und in Dekoläden findet man Herzen in allen erdenklichen Variationen von Kerzen über Streu-Herzchen für die Tischdeko bis hin sogar zu großen Wandtattoos. Unser Tipp: Sehr hübsch zum Muttertag sind auch die ganz klassischen Brausekerzen und Liebesperlen.

Viele Mamas bekommen einen persönlichen Gutschein geschenkt.
Viele Mamas bekommen einen persönlichen Gutschein geschenkt.

In Kindergärten und Schulen wird schon Wochen vor dem Muttertag fleißig gebastelt und gemalt. So entstehen Bilder, Gedichte und selbstgebastelte, kleine Geschenke.

Sehr beliebt sind auch Gutscheine über bestimmte “Leistungen”. Einen Tag lang bekocht werden, einmal putzen, selber bügeln oder einen Tag lang ganz lieb sein: Die Liste der möglichen Taten ist lang, einzig das Einlösen findet eher selten statt.

Größere Kinder greifen anstatt zu Gutscheinen und Selbstgebasteltem lieber zu den Klassikern: Blumen, Kosmetik, Pralinen oder eine Einladung zum Essen gehören zu den belibetsten Geschenken für geliebte Mamas. Dabei wird auf der ganzen Welt sehr viel Geld ausgegeben – jeder Amerikaner zum Beispiel investiert pro Jahr zum Muttertag fast 140 Dollar.

Ein selbst gebackener Kuchen ist eine schöne Überraschung für Mama.
Ein selbst gebackener Kuchen ist eine schöne Überraschung für Mama.

Wer hat den Muttertag erfunden?

Die Begründerin des Muttertages, wie wir ihn heute feiern, ist vermutlich Anna Jarvis aus Philadelphia in den USA. Sie verteilte am zweiten Sonntag im Mai des Jahres 1907 anlässlich des Todestages ihrer geliebten Mutter 500 weiße Nelken vor einer Kirche. Im Jahr darauf setzte sie eine kirchliche Andacht zu Ehren ihrer und aller Mütter durch. Schnell fand der Gedenktag viele Anhänger, schon 1914 erklärte der damalige amerikanische Präsident Woodrow Wilson den Muttertag zum nationalen Feiertag.

Alles begann in den USA mit weißen Nelken.
Alles begann in den USA mit weißen Nelken.

Bald übernahm England den Ehrentag für Mütter, der hier “mothering day” heißt. Es folgten die Schweiz, Norwegen und 1922 auch Deutschland. Und hier waren es tatsächlich – ganz unromantisch – die Blumenhändler, die den speziellen Feiertag mit Werbekampagnen bekannt machten. In den Folgejahren wurde der Muttertag in Deutschland zu politischen Zwecken missbraucht. Nach dem Krieg wurde der Muttertag schon 1949 wieder eingeführt – als bewusst nicht-gesetzlicher Feiertag.