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GESUNDHEITSTIPPSFrisch und munter durch den Winter

Der Winter dauert ganz schön lange. Viele von uns warten sehnsüchtig darauf, dass die Sonne wieder wärmt und die ersten Blümchen sprießen. Bis dahin sind die Tage oft dunkel, kalt und ungemütlich. Trotzdem lassen wir uns davon nicht unterkriegen!

Im Winter haben wir mit ein paar Problemchen zu kämpfen. Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind das größte. Dicht gefolgt vom Herbst-Blues mit seiner ewig miesen Laune. Wie kommen wir gesund, munter und gut gelaunt durch den Winter?

Obst und Gemüse der Saison

Gesund essen

Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung ist im Winter wichtiger denn je. Bevorzugen Sie frisches Obst und Gemüse - beides liefert Vitamine, Mineralstoffe und weitere Vitalstoffe, die unser Immunsystem stärken. Manche Früchte und Gemüsesorten sind regelrechte Gesundmacher und bieten ein Feuerwerk gesunder Stoffe.

Ingwer: Die scharf-aromatische Knolle ist ein natürliches Wundermittel gegen das innere Frösteln im Winter und die ersten Anzeichen einer Erkältung. Die Aromen und ätherischen Öle im Ingwer heizen uns ein, regen den Kreislauf an, wirken hustenstillend und entzündungshemmend. Tolles Rezept für den Winter: Ein etwa 2 Zentimeter großes Stück Ingwer dünn abschälen und in einer Tasse mit heißem Wasser überbrühen. Je länger der Ingwer zieht, desto schärfer wird der Tee. Wenn der Sud leicht abgekühlt ist, frische Zitrone zugeben. Diese liefert Vitamin C, das stärkt unser Immunsystem.

Feigen: Die Früchte helfen auch im getrockneten Zustand gegen Müdigkeit und Antriebsschwäche im Winter. Sie versorgen uns mit 11 Vitaminen, 14 Mineralstoffen und 14 Aminosäuren. Über den Tag verteilt sollte man gut 5 Feigen essen - das stärkt die Nerven und sorgt für gute Laune.

Holunder: Die kleinen, tief-roten Beeren gibt es als Tee oder in Saftform. Die Substanzen der Beeren hemmen das Wachstum von Viren und Bakterien, die ätherischen Öle heizen uns ein, Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Natrium stärken die Funktionen unseres Körpers. Besonders wohltuend an kalten Tagen: den Holunderbeersaft erwärmen und trinken. Wem der Saft zu herb schmeckt, kann ihn mit einem Löffelchen Honig süßen.

Champignons: Die Pilze liefern vor allem eins - viel Vitamin D. Schon 250 Gramm reichen, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken. Das Gleiche leistet übrigens besonders auch Fisch wie zum Beispiel schon 30 Gramm Lachs oder die gleiche Menge geräuchtere Forelle. Vitamin D produziert unser Körper im Sommer durch die Aufnahme des Sonnenlichtes. Das fehlt im Winter, oft entsteht ein Vitamin D-Mangel. Der macht schlapp und krankheitsanfällig. Fisch liefert übrigens neben Vitamin D den Nervenbotenstoff Dopamin, der für unsere Glückshormone zuständig ist.

Knoblauch: Die Knolle ist vermutlich die Nahrungspflanze mit der stärksten antimikrobiellen Wirkung. Das heißt, dass Knoblauch Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze zerstören kann. Auch Zwiebeln, Lauch und verschiedene Kohlarten, die im Winter Saison haben, besitzen die keimabtötende Wirkung. Aus Großmutters Zeiten stammt zum Beispiel dieses Rezept: Eine Zwiebel schälen, in Scheiben schneiden und zusammen mit Kandiszucker in ein geschlossenes Gefäß geben. Einen Tag ziehen lassen. Der Sud hilft gegen Husten.
Nicht gähnen, sondern lächeln!

Gesund leben

Jeden Tag mit einem Lächeln beginnen. Das soll die beste Medizin sein. Gerade im Winter fühlen wir uns morgens aber schlapp und müde, zum Lächeln ist uns eher nicht zumute. Damit sich das ändert, sollten wir uns im Winter besonders pflegen und uns Gutes tun. So fühlen wir uns besser und beugen Krankheiten vor. Denn Stress und miese Laune schwächen unser Immunsystem, wir werden anfälliger für Erkältungen und Co.

Ausreichend schlafen: Im Winter ist es länger dunkel, das macht uns müde. Dem erhöhten Schlafbedürftnis sollten wir so oft es geht nachgeben. Herrlich: einkuscheln, ausruhen, trübes Wetter vergessen und im erholsamen Schlaf das Abwehrsystem effektiv gegen Errreger arbeiten lassen!

Schön warm halten: Zwar haben Erkältungen nicht direkt etwas mit Kälte zu tun, dennoch fühlen wir uns wohler, wenn wir uns ausreichend warm halten. Gerade die Füße sollten in dicken Socken und abends auch mal in einem Fußbad stecken. Auch der Kopf muss geschützt werden. Bis zu 42 Prozent der körpereigenen Wärme verlieren wir beim Winterspaziergang über unseren Kopf. Kalte Füße, kalter Kopf: Das schwächt unsere Immunabwehr.

Bewegen, aber nicht überanstrengen: Ein Spaziergang im Winter weckt die Lebensgeister. Selbst an trüben Tagen ist es draußen deutlich heller als drinnen, und auch die frische Luft tut gut. Allerdings sollte man sich nicht zu sportlichen Höchstleistungen treiben, das schwächt die Abwehrkräfte. Besonders dann, wenn man schon erkältet ist, muss man das Sportprogramm deutlich verringern.

Anti-Frust: Im Grunde ist im Winter alles erlaubt, was glücklich macht und den Blues vertreibt. Ein Stückchen Schokolade, ein langer Kaffeeplausch mit der besten Freundin oder schicke neue Winterstiefel. Kurzum: Es gilt, Stress abzubauen. Forscher aus den USA fanden heraus, dass sich dafür auch Massagen wunderbar eignen. Schon eine einzige Behandlung vermindert Verspannungen sowie die Konzentration der Stresshormone im Blut und erhöht die Zahl der weißen Blutkörperchen, die Krankheitserreger abwehren.

Luftfeuchtigkeit: Die meiste Zeit verbringen wir im Winter in geschlossenen Räumen. Ein wahrer Vergnügungspark für Krankheitserreger! Größtes Problem: Die Schleimhäute trocknen aus und werden anfällig für Viren und Bakterien. Daher ist regelmäßiges Lüften auch bei Minusgraden draußen sehr wichtig. Trinken Sie außerdem ausreichend - etwa zwei Liter am Tag sind empfehlenswert, am besten schmecken heiße Tees. Auch Suppen tun im Winter gut, sie wärmen von innen und versorgen uns mit Flüssigkeit. Außerdem können Sie Salzwassersprays benutzen oder die Nase mit Salzwasser spülen - so werden die Schleimhäute gereinigt und bleiben abwehrstark.