Burger selber machen

Draufpacken, zusammenklappen, reinbeißen: Das ist Burger-Glück. Wichtig dabei sind die Zutaten. Wir nehmen hochwertiges Fleisch, edlen Fisch und selbst gemachte Saucen. Was Sie noch benötigen, um selber Burger zu machen und die besten Rezepte für raffinierte Burger mit Fleisch, Fisch oder vegetarische Buletten, lesen Sie hier. Oben drauf gibt es noch Toppings und Beilagen sowie ein klassisches Burgerbrötchen-Rezept.
Rezept: Herbst-Burger mit Kürbis
In diesem Artikel
Hamburger - Vom Fast Food aus den USA zum weltweiten Trend
Burger-Rezepte
Veggie-Burger
Der Klassiker: Cheeseburger
Pattys: Das richtige Fleisch und Zubereitungstipps
Fisch-Burger
Burger Buns - Brötchen für den Hamburger
Rezept für klassische Burger-Brötchen
Weitere Zutaten für den Burger
Ketchup und andere Burger-Saucen
Pickles und Toppings
Burger als Party-Snack
Burger: Buchtipps

Hamburger - Vom Fast Food aus den USA zum weltweiten Trend

Wo genau der Burger in den USA erfunden wurde, ist umstritten. Jedoch gilt als sicher, dass der Burger Ende des 19. Jahrhunderts aus einem Stück Fleisch oder aus einzelnen Scheiben Fleisch bestand, die zwischen zwei gewöhnliche Brotscheiben geklemmt wurden. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts setzte sich das Hacksteak anstelle der Fleischscheiben auf dem Hamburger durch. Später wurden die Brotscheiben durch handlichere, runde Brötchen ersetzt. Der Snack für unterwegs war geboren!

Classic Burger - Hamburger mit Onionrings
Das Original: Hamburger mit gegrilltem Patty und Bun.

Die ersten Burger-Restaurants entstanden 1940, unter anderem Mc Donalds in Kalifornien. Zur Jahrtausendwende wurde das profane Fleischbrötchen von Gourmetköchen neu interpretiert: Als erster servierte Sternekoch Daniel Boulud in New York einen Burger mit Foie Gras, schwarzem Trüffel und Parmesan – für 27 Dollar. Inzwischen werden täglich neue Burger-Kreationen serviert - besonders auf den immer beliebter werdenden Street-Food-Märkten verkaufen etliche Trucks frisch gegrillten Burger. 

Im Herbst 2014 hat eine Burger-Restaurantkette in Japan sogar einen schwarzen Burger auf den Markt gebracht - mit schwarzem Brötchen, schwarzem Käse und schwarzer Soße. Als Färbemittel wurden Bambuskohle, Tinte vom Tintenfisch und schwarzer Pfeffer verwendet.    

Burger-Rezepte

Hochwertiges Fleisch oder edler Fisch sowie selbst gemachte Saucen sind das Geheimnis guter Burger, die sich vom Junkfood großer Burgerketten abheben. 

Veggie-Burger

War ursprünglich Fleisch der Hauptbestandteil eines Burgers – wie der Name Hamburger (englisch = Frikadelle) verrät – so sind inzwischen auch kreative vegetarische und vegane Burger auf den Speisekarten der stetig wachsenden Anzahl an Burger-Restaurants zu finden. Für Veggie-Burger werden statt Hacksteak Zutaten wie Haloumi-Käse, Tofu, Gemüsebratlinge, Falafel oder Polenta verwendet. Hamburger darf sich allerdings nur die Version mit Rindfleisch nennen.

Der Klassiker: Cheeseburger

Der Klassiker unter den Burgern ist der Cheeseburger mit einer Scheibe Cheddar-Käse über dem Rindfleisch-Patty. Neuere Kreationen bestehen aus Gorgonzola, Parmesan, Mozzarella oder Brie als Käsezutat.

Damit der Käse auf dem Hacksteak gleichmäßig schmilzt, legt man nach dem Wenden des Pattys die Käsescheibe drauf und deckt alles mit einem Deckel auf der Pfanne zu. 

Pattys: Das richtige Fleisch und Zubereitungstipps

Für den Original-Patty wird Rindfleisch ohne Sehen und mit einem Fettanteil von bis zu 20 Prozent frisch gewolft. Wer nicht selber wolfen möchte, kann das Fleisch beim Metzger des Vertrauens durch den Fleischwolf drehen lassen. Eine Mischung von Fleisch aus Brust und Schulter ist ideal. Für ein zehn Zentimeter großes Patty benötigt man etwa 150 Gramm Fleisch.

Es empfiehlt sich, zum Hacksteak formen eine Schüssel mit lauwarmem Wasser vorzubereiten. Zuerst werden die sauberen Hände mit Wasser befeuchtet, dann das Hackfleisch zu gleichmäßig runden Pattys formen. Am besten mit der einen Hand oder einem Spachtel von oben ganz leicht flach drücken und mit der anderen Hand einen zwei Zentimeter hohen Rand formen. Für eine bessere Krustenbildung auf der Oberfläche werden die Pattys kurz vor dem Grillem gesalzen. 

Bevor die Pattys gebraten werden, drückt man mit der Rückseite eines Löffels eine Mulde in die Fleischmasse. So bleiben die Pattys in der Pfanne flach und blähen nicht auf. 

 

Rezept: California-Spezial-Burger
Nicht nur der Patty, sondern auch die Ananas-Scheibe werden für den California-Spezial-Burger frisch gegrillt.

Wichtig für perfekt gegrillte Burger ist: Der Grill oder die Grillpfanne müssen richtig heiß sein - am besten 220 °C. Zudem sollten die Pattys nur einmal gewendet werden, damit sie nicht auseinanderfallen. Je nach Belieben die Frikadellen von jeder Seite etwa 2 Minuten (medium) oder 3 Minuten (well done) grillen beziehungsweiese scharf braten.

Das Pariser Hamburger-Restaurant „Blend“ empfiehlt: „Die fertigen Burger vor dem Servieren 1 Minute in den 160 °C heißen Ofen schieben, damit sie heiß auf den Tisch kommen.“

Fisch-Burger

Fischfilet, Hummer, Garnelen und Jakobsmuscheln veredeln jeden Burger. Man kann den Fisch und die Meeresfrüchte im Ganzen grillen und zwischen die Burger Buns legen. Wer lieber ein Fisch-Patty zubereiten möchte, verwendet am besten Seelachs- oder Lachsfilet dafür. Mit Toastbrot, Eigelb und Gewürzen wird das zerkleinerte Fischfilet zum aromatischen Patty geformt. 

Burger Buns - Brötchen für den Hamburger

Klassischerweise liegt der Kern des Burgers zwischen zwei Brötchen-Hälften, den so genannten Burger Buns. Doch der Hamburger ist weltweit weiter entwickelt worden: Fladenbrot, Focaccia, Laugenbrötchen und andere Brotsorten werden heutzutage für die Burger verwendet. Ein kreativer Koch setzt inzwischen sogar auf Ramen-Nudeln als Hülle um den Rinder-Patty vom Grill. Für einen Ramen-Burger von Keizo Shimamoto - New Yorker mit japanischen Wurzeln - stehen die Foodies in Brooklyns Markthalle stundenlang Schlange.

Ramen-Burger mit Nudel-Pattys
Ein Rindfleisch-Patty zwischen zwei Ramen-Scheiben - fertig ist der Ramen-Burger.

Ein gutes Burger-Brötchen sollte den Burger geschmacklich nicht dominieren und weder zu knusprig noch zu luftig sein. Beim Reinbeißen darf nicht zu viel Druck ausgeübt werden müssen, sonst kommt die Füllung an den Seiten des Burgers heraus. 

Die Buns werden halbiert und am besten gleich nach dem Wenden der Pattys ein bis zwei Minuten mit der Schnittkante nach unten in der Grillpfanne oder unter dem Backofengrill geröstet. So werden die Brötchen nicht matschig und lassen sich gut belegen. 

Rezept für klassische Burger-Brötchen

Die Streetfood-Köche Torsten Hülsmann und Antonio Buntenkötter zeigen in ihrem Rezept aus dem Buch "Burger. Homemade Fastfood", wie man Burger-Brötchen selber  backen kann. 

Classic Buns - Burger-Brötchen
Selbst gemachte Burger Buns schmecken am besten - sie lassen sich mit Sesam, Mohn oder Salz bestreuen.

Zutaten für 12 Classic Buns:

  • 1100 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 Tl Salz
  • 2 Tl Zucker
  • 2 Päckchen Trockenhefe
  • 650 ml lauwarmes Wasser
  • 30 g Honig
  • 20 g Glucose
  • 75 g Pflanzenöl
  • 2 Eier (Kl. M)
  • 2 Eigelb mit 40 ml Wasser verquirlt
  • weiße Sesamsamen, schwarze Sesamsamen, Mohnsamen oder aromatisiertes Salz nach Belieben

außerdem: Fett für das Blech


Zubereitung der Burger Buns:

Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Trockenhefe im lauwarmen Wasser auflösen und Honig, Glucose, Öl und Eier zufügen. Gut verquirlen und die Flüssgkeit zur Mehlmischung geben. Dann alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

Den Teig für 30 Minuten mit Frischhaltefolie abgedeckt gehen lassen. Anschließend erneut durchkneten und in 100-Gramm-Portionen teilen. Jedes Teigstück rund wirken und auf ein gefettetes Backblech geben. Abgedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen. 

Den Backofen auf 220 °C (Umluft) vorheizen. Die Buns mit dem verquirlten Eigelb bestreichen und mit Sesam oder einem anderen Topping nach Belieben bestreuen. Die Buns 6 Minuten im Ofen backen. Das Backblech um 180 Grad drehen und die Buns in weiteren 6 Minuten fertig backen. Sobald die Buns aus dem Ofen kommen, mit einem fechten Küchentuch abdecken und darunter auskühlen lassen, dadurch werden sie schön weich.   

Weitere Zutaten für den Burger

Zwischen den Buns liegen klassischerweise nicht nur das Hacksteak und eventuell Käse, sondern auch Salat, Tomaten, Zwiebeln und Gewürzgurken. 

Mit saisonalen Gemüse- und Salatsorten lässt sich für Abwechslung auf dem Burger sorgen. Kreieren Sie zum Beispiel mit Rucola, Feldsalat, Kürbis, Rote Bete und Zucchini neue Geschmackserlebnisse. 

Ketchup und andere Burger-Saucen

Burger bekommen mit Feigen-Chutney, Preiselbeersauce oder Avocadocreme den letzten Schliff - sie ersetzen die klassischen Saucen wie Ketchup und Senf.

Pickles und Toppings

Als Beilagen zum Burger kommen mittlerweile nicht nur Pommes frites infrage, sondern noch einige andere so genannte Sides wie Salate, Topinambur-Spalten und Ofengemüse.

Burger als Party-Snack

Auch als Fingerfood hat sich der Hamburger durchgesetzt – als Mini-Burger wird er bei Cocktail-Partys oder als Appetizer zur Begrüßung der Gäste gereicht. 

Burger-Abende mit Freunden sind ebenfalls beliebt. Ähnlich wie beim Raclette-Essen kann sich jeder Gast seinen Burger mit verschiedensten Zutaten selber zusammen stellen. 

Burger: Buchtipps

Buch "Burger. Homemade Fastfood"

Die Gastronomen Torsten Hülsmann und Antonio Buntenkötter kreieren gern neue Rezepte für Streetfood - ihr Burger-Knowhow haben sie in dem Buch "Burger. Homemade Fastfood" zusammengetragen.

Rezepte vom klassischen Hamburger (Foto oben) über den Meeresfrüchte-Burger bis hin zu veganen Burger Buns und leckeren Beilagen teilen die Köche mit ihren Lesern. Dazu gibt es hilfreiche Tipps zum richtigen Zubereiten der Burger. 

Verlag: Hölker Verlag

Preis: 19,95 Euro

Buch "Die besten Burger. Von Beef bis Veggie"

David Japy, Élodie Rambaud und Victor Garnier vom Pariser Gourmet-Burger-Imbiss Blend zeigen in ihrem Buch "Die besten Burger. Von Beef bis Veggie" 52 Rezeptideen für Burger mit Rind-, Schweine- und Lammfleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse. Vom klassischen Hamburger über Whisky-, Kokos-Chicken-, Tex-Mex- oder Tofu-Burger bis zur Luxus-Edition mit Hummer ist für jeden das Richtige dabei. Eine ausführliche Warenkunde liefert Tipps zur Auswahl von Brötchen, Fleisch, Fisch, Käse, Salat und Würzsaucen. Zusätzlich gibt es Rezepte für Beilagen und Desserts.   

Verlag: Dorling Kindersley

Preis: 16,95 Euro

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