Die richtige Lagerung von Lebensmitteln

Im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur, in der Originalverpackung oder ohne, zusammen oder getrennt - die richtige Lagerung von Lebensmitteln beeinflusst deren Qualität und ermöglicht eine lange Frische. Das ist auch für die Gesundheit wichtig. Unsere Tipps, wie Sie ihre Vorräte gekonnt aufbewahren.
Vorratsdose "Grand Cru", Rosendahl

Die Aufbewahrungsgläser der Serie "Grand Cru" von Rosendahl ist perfekt für die Lagerung von Gewürzen, Backzutaten und Kleinteile.

In diesem Artikel
Brot und Backwaren gekonnt aufbewahren
Gewürze, Mehl und Kaffee kommen in Aufbewahrungsdosen
Obst und Gemüse lagern
Lagerung von Fleisch und Fisch
Gekochte Lebensmittel(reste)
Tipps zur Lagerung im Kühlschrank

Brot und Backwaren gekonnt aufbewahren

Im Brotkasten oder in Papier eingewickelt, als ganzes oder in Scheiben - Brot und Brötchen so aufzubewahren, dass sie lange frisch und knusprig bleiben ist die Königsdisziplin bei der Lagerung von Lebensmitteln. Denn egal wie man es macht, Backwaren werden oft schnell steinhart oder fangen an zu schimmeln.

Unser Lagerungstipp: Brot immer im ganzen oder halben Laib kaufen, in ein Küchentuch aus Baumwolle oder Leinen wickeln und in den Brotkasten legen. Diesen zur Vorsorge vor Schimmel und Motten regelmäßig von herumliegenden Krümmeln befreien und mit etwas Essig auswischen.

Beim Material gilt: Brotboxen aus Metall sollten immer Luftlöcher haben, im Holzkasten bewahrt das Brot seine Kruste am längsten und in Brottöpfen aus Steingut wird erst Feuchtigkeit vom Brot aufgenommen und nach und nach wieder an dieses abgegeben. So bleibt es zwar nicht lange knusprig, aber am längsten frisch.

Hat man mal zu viel oder möchte sich einen Vorrat anlegen, kann man Brot und Brötchen problemlos einfrieren. Brot sollte in Scheiben eingefroren werden, Brötchen und andere Backwaren immer einzeln. Zum Auftauen einfach in den Ofen bei niedriger Temperatur, in die Mikrowelle oder den Toaster.

Brotkasten "Grandy", Weso

Ein Klassiker für die Brotaufbewahrung: Brostkasten "Grandy" von Wesco.

Gewürze, Mehl und Kaffee kommen in Aufbewahrungsdosen

Trockene Lebensmittel wie Gewürze, Zucker, Salz, Mehl, Reis oder Haferflocken, aber auch Kaffee, getrocknetes Obst oder verschiedene Pulver und Beeren dürfen so lange in der Orginalverpakung bleiben, so lange diese luftdicht wiederverschließbar ist. In allen anderen Fällen heißt es umfüllen in Aufbewahrungsdosen, -boxen und -gläser.

So gelagert sind sie luftdicht und trocken verschlossen und können nicht von der Luftfeuchtigkeit verklumpen oder Gerüche aus der Umgebung aufnehmen. Ebenfalls schädlich: direktes Sonnelicht. Das bedeutet: Entscheidet man sich für hübsche Vorratsgläser, sollten diese niemals auf der Fensterbank oder im direkt angestrahlten Regalen stehen.

 

Obst und Gemüse lagern

Schön sieht er aus: der prall gefüllte Obstkorb in der Küche. Doch Vorsicht, soll es lange frisch bleiben, sollte nicht jedes Obst zusammen gelagert werden. Äpfel, Aprikosen und Pflaumen zum Beispiel sondern besonders viel des Phytohormons Ethylen ab, das den Reifeprozess, und damit auch den Prozess bis zum Verderb anderer Obstsorten beschleunigt. Und sollten daher gesondert gelagert werden. Ähnliches gilt für Tomaten und Avocados.

Welche Sorten dürfen in den Kühlschrank?

Als grobe Faustregel gilt bei Obst und Gemüse: Heimische Früchte mögen es kühl, Exotische lieben es warm. Äpfel, Zwetschgen und Beeren zum Beispiel fühlen sich unter 8 Grad Celsius am wohlsten, fast alle Südfrüchte bevorzugen die Lagerung bei mindestens 16 Grad und wärmer. Einzige Ausnahmen sind Kiwis und Feigen, die vertragen auch die Kühle. Beim Gemüse darf alles in den Kühlschrank, nur Tomaten, Auberginen, Gurken, Kartoffeln und Kürbis fühlen sich außerhalb wohler.

Tipps & Tricks für die Aufbewahrung von Obst und Gemüse

  • Obst und Gemüse erst kurz vor dem Verzehr waschen, denn der Kontakt mit Wasser macht sie empfindlicher und angreifbarer für Keime.
  • Alles raus aus der Plastikverpackung! In Plastik bildet sich schneller Schwitzwasser, das lässt Obst und Gemüse schimmeln. Lieber in einer Papiertüte oder etwas Küchenrolle lagern!
  • Bei Äpfeln, Birnen und Kartoffeln auf Druckstellen achten und sie immer wieder mal drehen. Wer einen Keller besitzt, lagert sie am besten dort.

Lagerung von Fleisch und Fisch

Rohes Fleisch und roher Fisch sind sehr empfindliche Lebensmittel und deswegen fängt deren richtige Lagerung schon im Laden an. Im Klartext: Die Kühlkette vom Einkaufen bis nach Hause sollte möglichst nicht unterbrochen werden. Lösen kann man das gut, indem man eine Kühltasche benutzt.

Zuhause gehören Fisch, Fleisch und Aufschnitt immer in den Kühlschrank – bei ca. zwei bis sechs Grad im unterstem Fach über dem Gemüsefach. Fleisch ist dabei je nach Sorte unterschiedlich lange haltbar:

  • Rindfleisch hält sich dort ca. 3-4 Tage
  • Kalb- und Schweinefleisch ca. 2-3 Tage
  • Geflügelfleisch ca. 1-2 Tage
  • Hackfleisch am selben Tag verzehren
  • Aufschnitt je nach Mindesthaltbarkeitsdatum

Bei allen Produkten aus der Selbstbedienungs-Kühltheke ist das Verbrauchsdatum verpflichtend. Wichtig: Der Fleischsaft sollte nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen und vor der Zubereitung immer weggegossen werden.

Frischen Fisch aus der Verpackung nehmen und am besten in einen Glas- oder Porzellanbehälter mit Frischhaltefolie abgedeckt lagern. So hält er sich ca. einen Tag, geräuchert zwei bis vier Tage.

Aufschnittbox "Clip und Close", Emsa

Mit "Clip und Close" Dosen von Emsa lassen sich Fleisch, Fisch und Aufschnitt problemlos und hygienisch im Kühlschrank aufbewahren.

Gekochte Lebensmittel(reste)

Bereits gekochte, überig gebliebene Lebensmittel sollten möglichst nicht in Töpfen und Pfannen abkühlen, sondern lieber in breite und flache Behälter (nicht höher als fünf Zentimeter) umgefüllt werden. So kühlen sie gleichmäßig ab. Gut abgedeckt dürfen die Reste erst in den Kühl- oder Gefrierschrank, wenn sie vollständig abgekühlt sind. So kann sich kein keimfördendes Schwitzwasser bilden.

Zudem bietet die richtige Verpackung Schutz vor Fremdgerüchen und Berührung mit Keimen durch andere Lebensmittel. In diesem Zustand können zubereitete Speisen ein bis zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden.

Tipps zur Lagerung im Kühlschrank

Im Kühlschrank herrschen Temperaturunterschiede von bis zu 7 Grad Celsius, deswegen sollte eine strikte Rangordnung bei der Lagerung von Lebensmittel eingehalten werden. Das bedeutet für das Einräumen des Kühlschranks: Ins oberste Fach gehören Käse sowie bereits zubereitete Speisen. Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Sahne und Quark kommen in die Regale darunter, auf die unterste Ebene gehören Fleischwaren, Wurst und Fisch. Das Gemüsefach trägt seinen Namen zu Recht und beherbergt gerne auch Obst, in die Fächer an der Kühlschranktür gehören Getränke, Marmeladen, Eier und Butter.

Wichtig: Lebensmittel niemals offen im Kühlschrank lagern. Vor allem Fisch und Fleisch sollten immer in eine Aufbewahrungsbox mit Abtropfsieb und möglichst schnell verarbeitet werden.

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