Direkt zum Inhalt

Avocado: vielseitig & gesund

Die Avocado-Frucht eignet sich prima für Dips und Salate. Raffinierte Avocado-Rezepte und Zubereitungstipps.

Avocado: Herkunft

Botanisch gesehen ist die Avocado eine Beere, die an einem Baum wächst. Noch vor 30 Jahren galt die Avocado als ein Luxus-Lebensmittel, heute bekommt man sie in jedem Supermarkt. Die Avocado stammt aus Mittelamerika und wurde dort schon vor vielen tausend Jahren gezüchtet. Die Verbreitung der Avocado verdanken wir spanischen Entdeckern, die die Frucht nach Europa brachten. Heute wird die Avocado unter anderem in Kalifornien, Südspanien, Australien und Südafrika angebaut.

Es gibt verschiedene Sorten der Avocado, die sich hauptsächlich durch ihr Aussehen unterscheiden: Die Schale der Avocado kann runzelig bis glatt sein und grün bis schwarz.
Die Form der Frucht reicht – je nach Sorte – von länglich über birnenförmig bis hin zu rund. Am häufigsten bekommt man bei uns im Supermarkt die birnenförmige, grüne Avocado, die einen etwa golfballgroßen Kern im Inneren enthält.

Avocado: Das steckt drin

Die Avocado hat von allen bekannten Obst- und Gemüsesorten den höchsten Fettgehalt: Er kann leicht um die 30 Prozent liegen. Das Fett der Avocado gilt aber als gesund: Die Frucht enthält hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren. Diese sollen sich unter anderem günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken. Pro hundert Gramm enthält die Avocado rund 170 Kalorien, rund das Doppelte einer Banane. Dafür enthält die Avocado aber auch reichlich Vitamine – zum Beispiel die der B-Gruppe sowie Vitamin A und E.

Außerdem bietet das Fruchtfleisch der Avocado das so genannte “Glückshormon” Serotonin. Wahrscheinlich gerade deshalb wird der Frucht unter anderem auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Die Avocado wird auch Butterfrucht genannt, weil ihr Fruchtfleisch zart-cremig ist. Deshalb streichen manche Genießer und auch Veganer die Avocado auch einfach als köstlichen Butterersatz auf eine Scheibe Brot. Wunderbar passt die Avocado zum Beispiel auch zu frischen Tomaten, Rucola, Räucherlachs oder Kartoffeln.

Schnelles Rezept mit Avocado: Avocadosauce zu Pasta

Avocado passt auch wunderbar zu Pasta.

Die Avocado kann man übrigens nicht nur essen: Sie dient auch als Öllieferant und wird insbesondere für die Herstellung vieler kosmetischer Produkte eingesetzt.

Beauty-Tipp mit Avocado: Avocado-Maske für weiche Haut!

Avocado: die Zubereitung

Die Avocado wird immer unreif geerntet. Sogar in der freien Natur fallen die Beeren unreif vom Baum und reifen auf dem Boden nach. Die Avocado reift also nach der Ernte weiter, sie sollte bei uns zu Hause einige Tage vor dem Verzehr liegen gelassen werden. Erst dann, wenn die Frucht auf leichten Druck nachgibt und sich weich anfühlt, hat sie ihr volles Aroma erreicht.

Tipp für das Reifen einer Avocado: Soll der Reifeprozess beschleunigt werden, kann die Avocado bei Zimmertemperatur zusammen mit einem Apfel in einer Papiertüte aufbewahrt werden. Durch das vom Apfel abgegebene Ethylen wird der Reifeprozess der Avocado beschleunigt. Umgekehrt kann die Reifung vollreifer Früchte für einige Tage gestoppt werden, indem man sie ins Gemüsefach des Kühlschrankes legt.

Um eine Avocado zu öffnen, sollte die Frucht erst der Länge nach bis zum Kern eingeschnitten und dann durch entgegengesetzte Drehbewegungen der beiden Hälften der Avocado geteilt werden. Den Kern einer Avocado kann man am einfachsten mit einem Löffel entfernen. Tipp für den Verzehr der Avocado: Wenn die eine Hälfte der Avocado nicht sofort gegessen wird, sollte der Kern in dieser Hälfte bleiben! Er enthält spezielle Enzyme, die den Rest der Avocado frisch halten.

Alle Schnittflächen der Avocado sollten sofort mit Zitronensaft bestrichen oder beträufelt werden, da das Fruchtfleisch anderfalls sofort eine bräunliche, unansehnliche Färbung annimmt. Festere Früchte kann man mit einem Sparschäler von der Schale befreien, bei reifen Früchten lässt sich das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen.

Schnell gemacht und köstlich: Avocado mit Gewürzen auf Brot.

Avocado: Klassiker & regionale Spezialitäten

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die Avocado in der Küche zu verarbeiten. Bei uns wird sie am häufigsten für Suppen und als Zutat in Salaten genutzt. Die Avocado eignet sich auch hervorragend als pikanter Brotaufstrich und passt wunderbar zu Meeresfrüchten und Fisch. Tipp für die Zubereitung der Avocado: Für Gerichte mit längerer Garzeit eignet sich die Avocado nicht, weil sie bei zu langer Hitze anfängt, bitter zu schmecken.

Aus Mexiko kommt die auch bei uns mittlerweile sehr beliebte Guacamole. Dieser Klassiker ist ein Mus aus dem Fruchtfleisch der Avocado. Das Fruchtfleisch wird püriert, mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Knoblauch angemacht sowie auf Wunsch mit weiteren Zutaten wie Tomaten, Chili oder Zwiebeln gewürzt. In Mexiko wird dieses Püree aus der Avocado als Dip, Beilage oder Füllung gegessen.

Unser Grundrezept für Guacamole:

Reife Avocado entsteinen und schälen. Fruchtfleisch zusammen mit Zitronensaft (etwa ein guter Esslöffel pro Avocado), Salz, Pfeffer und etwas Knoblauch pürieren oder mit der Gabel zerdrücken. Wir rühren dann noch ein paar Esslöffel Creme fraiche unter die Guacamole, das macht sie weicher im Geschmack.

In Brasilien wird die Avocado gerne zu Shakes, Eis oder Smoothies verarbeitet. Auch die Fans von Detox, also der Reinigung des Körpers von innen, schwören auf Shakes mit Avocado. Zusammen mit Reismilch, Kokosmilch oder auch Wasser und frisch gepresstem Orangensaft soll die Avocado als Getränk die Verdauung anregen und das Blut auffrischen.

Die Philippinen verarbeiten die Avocado hingegen besonders gerne als Süßspeise. Die Japaner verwenden die Frucht insbesondere für Sushi-Variationen, in Indonesien ist die Avocado gemeinsam mit Milch und Rum Basis eines Kaffeegetränks.