Bärlauch: aromatisches Kraut

Bärlauch verleiht Gerichten eine tolle Würze. Wir zeigen, wie Sie das klassische Bärlauchpesto und viele weitere leckere Rezepte mit dem frischen Kraut zubereiten. Dazu geben wir Ihnen Tipps rund ums Ernten, Aufbewahren und Zubereiten von Bärlauch.
Bärlauch

Frischer Bärlauch vom Markt

In diesem Artikel
Bärlauchpesto: das Grundrezept
Zubereitungstipps & Rezepte
Bärlauch-Saison
Bärlauch sammeln: Verwechslungsgefahr!
Bärlauch einfrieren und aufbewahren
So gesund ist Bärlauch
Bärlauch anpflanzen

Bärlauchpesto: das Grundrezept

Bärlauchpesto ist ein echter Klassiker. Pasta, Gemüse und Fisch verleiht die Paste eine angenehme Knoblauchnote. Abgefüllt in Schraubgläsern ist es mehrere Wochen haltbar und ein tolles Geschenk aus der Küche. Achten Sie nur darauf, dass das Pesto vollständig von Öl bedeckt ist. Für eine noch längere Haltbarkeit, lässt sich Bärlauchpesto einfrieren. Für kleine Mengen eignen sich dafür z. B. Eiswürfelbereiter.

Zubereitungstipp: Vermengen Sie die gewünschte Menge Pesto mit etwas Nudelwasser und mischen Sie es dann unter die heißen, abgetropften Nudeln. Durch die enthaltene Stärke wird das Pesto besonders cremig und verteilt sich gleichmäßig in der Pasta.

Rezept: Bärlauchpesto
10 Min.
kcal: 450 pro Portionen
Pesto-Klassiker: Bärlauch, Petersilie, Parmesan und Pinienkerne sorgen für Würze.

Zubereitungstipps & Rezepte

  • Waschen Sie den Bärlauch gründlich, um eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm zu vermeiden.
  • Entfernen Sie die harten Stiele vom Bärlauch.
  • Je länger Bärlauch erhitzt wird, desto mehr Aroma verliert er. Verwenden sie ihn daher möglichst unverarbeitet.
  • Neben den Blättern können auch die Zwiebeln des Bärlauch gegessen werden.
  • Bärlauch hat ein feines Knoblaucharoma, hinterlässt aber keine tyische Knoblauchfahne.

Bärlauch-Rezepte

Neben dem klassischen Bärlauchpesto ist auch Bärlauchöl eine tolle Möglichkeit, um Gerichte mit dem aromatischen Kraut zu verfeinern: Auf geröstetem Brot oder in Salaten setzt das Öl tolle Akzente. Probieren Sie auch unsere cremige Bärlauchsuppe mit Milchschaum und lassen Sie sich von unseren abwechslungsreichen Rezepten mit Kräutern inspirieren.

Bärlauch-Saison

Die Bärlauch-Saison startet im März und endet im Mai, bevor die Pflanzen anfangen zu blühen. Die niedlichen weißen Blütendolden sehen zwar hübsch aus, die Bärlauchblätter verlieren dann allerdings deutlich an Aroma. Die Bärlauchblüten kann man wunderbar als Deko verwenden, wie etwa für unsere Wildkräutersuppe.
Aufgrund seines Aromas und seines Vorkommens ist Bärlauch (Allium ursinum) auch als Waldknoblauch bekannt. Da er vor allem wild in Wäldern wächst, wird er nur selten kultiviert. Wem das Sammeln zu aufwendig ist, findet ihn auf Wochenmärkten und in gut sortierten Supermärkten.

Nach der Blüte bekommen die Pflanzen kleine Beeren, im Juli ist der Bärlauch schon wieder aus unseren Wäldern verschwunden. Seine Zwiebeln stecken allerdings tief in der Erde, um neue Kraft für das nächste Frühjahr zu sammeln.

Bärlauch sammeln: Verwechslungsgefahr!

Bärlauch fühlt sich besonders am Rande von Laubwäldern, auf feuchten, nährstoffreichen Böden wohl. Buchenwälder sind dem Bärlauch das Liebste – dort breitet er sich zu einem regelrechten Teppich aus und der würzige Knoblauchduft weist den Sammlern den Weg.

Bärlauch: aromatisches Kraut

Bärlauch wächst bei uns in Wäldern. Dort verströmt er würzigen Duft.

Achtung: Verwechseln Sie Bärlauch nicht mit giftigen Maiglöckchen oder der Herbstzeitlose!

Tipps fürs Bärlauchsammeln:

  • Zerreiben Sie die Blätter zwischen den Händen. Bärlauch verströmt sofort einen intensiven Knoblauchgeruch.
  • Entfernen Sie nur ein Blatt pro Pflanze – so erhalten Sie das Kraut und es kann im nächsten Jahr wiederkommen.
  • Das Sammeln von Bärlauch in ausgewiesenen Naturschutzgebieten ist generell verboten.
  • Vor der Blütezeit schmeckt Bärlauch am besten.

Bärlauch einfrieren und aufbewahren

Rezept: Bärlauchöl

Frischer Bärlauch hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks ein bis zwei Tage. Am besten wickeln Sie die Stiele in ein feuchtes Küchentuch und legen das Bündel in einen verschlossenen Gefrierbeutel.

Aber auch Bärlauch einfrieren ist kein Problem: Dafür die Blätter waschen, die Stiele entfernen und den Bärlauch klein hacken. Danach in ein geeignetes Gefäß füllen und einfrieren.

Tipp: Besonders gut lässt sich gefrorener Bärlauch portionieren, wenn Sie das gehackte Kraut auf die Kammern einer Eiswürfelform verteilen.

Zum Trocknen eignet sich Bärlauch nicht, da er dann sein würziges Aroma verliert. Alternativ können Sie das Würzkraut auch in Olivenöl konservieren. Auch hier ist wichtig, dass der Bärlauch immer gut mit Öl bedeckt ist.

So gesund ist Bärlauch

  • Bärlauch fördert die Verdauung, unterstützt die gesunde Darmflora, entkrampft den Magen und hilft gegen Appetitlosigkeit.
  • Beim Zerkleinern entfalten die Aromastoffe eine antibakterielle Wirkung. Gerade in der Erkältungszeit ist Bärlauch daher sehr beliebt: Bakterien werden zerstört, das Fieber gesenkt, der Husten gelindert.
  • Bärlauch enthält viel Vitamin C. In 100 g Bärlauch stecken 150 mg des Vitamins. Schon 50 g Bärlauch decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.
  • Unser Herz-Kreislaufsystem profitiert ebenfalls: Er senkt den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel, wirkt Ablagerungen in den Blutgefäßen entgegen und beugt sogar Herzinfarkten vor.
  • In Bärlauch stecken außerdem Magnesium, Mangan und Eisen. Zusammen mit dem Vitamin C unterstützen Sie unsere Abwehrkräfte.
Bärlauch: aromatisches Kraut

Bärlauch: Wirkung trifft Geschmack!

Bärlauch anpflanzen

In Gärtnereien sind sowohl ausgewachsene Pflanzen als auch Samen und Zwiebeln erhältlich. Asugesät wird im Juli, die Zwiebeln im Herbst gesetzt. In jedem Fall benötigt Bärlauch einen humusreichen Boden mit ausreichend Feuchtigkeit, Halbschatten sowohl viel Platz – denn Bärlauch verbreitet sich stark!
Bärlauch sät sich immer wieder selbst aus und die Zwiebeln teilen sich, wodurch immer neue Blätterbüschel entstehen. Ein wenig Kontrolle ist daher ratsam.

Vegetarische Rezepte