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Eintopf: All In One

Wer sagt, dass Wohlfühlessen kompliziert und teuer sein muss? Oft sind die einfachsten Dinge die schönsten: ein dampfender Eintopf sorgt gerade bei kaltem Wetter für wohlige Wärme in der Küche und im Bauch.

Von klassisch bis modern

Eintopf hat eine lange Tradition: schon Uroma wusste, wie sie mit einem herzhaften Eintopf eine hungrige Großfamilie satt und glücklich machen konnte. Ein bunter Eintopf ist schließlich eine vollständige, ausgewogene Mahlzeit. Früher wurde Eintopf auch „Durcheinander“ genannt und war gerade in Zeiten, in denen Nahrung knapp war, wegen seiner Vielseitigkeit sehr populär: von Bohnen bis Blutwurst kam einfach alles in den Topf.

Aber auch für verwöhnte Gaumen hat der Eintopf einiges zu bieten. Neben den klassischen Varianten mit Kartoffeln, Linsen, Würstchen oder Speck gibt es inzwischen eine große Bandbreite an modernen Rezepten für Eintopf. Ob nun mit Zimt und Safran, Garnelen und Chorizo oder Ingwer und Limette: Hobbyköche kommen hier beim Experimentieren voll auf ihre Kosten.

Schmeckt eine bestimmte Zutat mal nicht – ein Problem, das gerade Familien mit kleinen Kindern wohl bekannt ist – kann man sie leicht durch eine andere ersetzen.

Tipp: Auch Gemüse oder Fleisch, welches bei der letzten Mahlzeit übrig geblieben ist, kann für einen leckeren Eintopf wiederverwendet werden.

Eintopf: einfach praktisch

Da sich Eintopf gut in großen Mengen zubereiten lässt, eignet er sich auch als party food. In Schüsseln oder tiefen Tellern serviert, kann der Eintopf einfach im Stehen gegessen werden.

Eintopf hat einen höheren Flüssigkeitsgehalt als Schmorgerichte und einen niedrigeren als Suppen, die Zubereitung ist aber ähnlich. Alle Rezepte für Eintopf haben gemeinsam, dass die Zutaten in einem einzigen Topf verarbeitet werden. Das spart Platz und Zeit! Manche sagen, Eintopf schmecke nach dem Aufwärmen ganz besonders. Es empfiehlt sich also, gleich eine extra große Portion zu kochen und den restlichen Eintopf aufzuheben.

Durch seine Konsistenz lässt sich Eintopf leicht portionieren und etwa in Tupperdosen einfrieren. Je nach Belieben kann man dem Eintopf beim erneuten Aufkochen noch etwas zusätzliche Flüssigkeit zufügen. So hat man an grauen Tagen immer einen Topf gute Laune parat!

Tipp: Reicht die Zeit mal nicht, um frische Produkte für den Eintopf einzukaufen, kann man auch zu Tiefkühlgemüse greifen.

Marokkanischer Eintopf mit Mandeln und Aprikose

Eintopf: einfach gesund

Lieber mal die Pfanne im Schrank lassen – Fleisch und Gemüse schnell durchzubraten mag zwar praktisch erscheinen, zu oft fettig Gebratenes zu verzehren tut uns aber nicht gut. Beim Zubereiten von Eintöpfen kann man auf die Pfanne verzichten und Gemüse und Fleisch stattdessen schonend im Topf garen. Diese Methode dauert zwar etwas länger, wertvolle Nährstoffe und Vitamine bleiben jedoch im Eintopf erhalten. Für Proteine sorgen Bohnen, Linsen und Erbsen.

Zubereitungstipps für den Eintopf

Ein Topf für Eintopf: Am besten geeignet sind große, tiefe Töpfe aus Gusseisen, denn sie können Wärme speichern und weiterleiten. Die Zutaten behalten dank der schonenden Zubereitung ihren Eigengeschmack – so wird der Eintopf richtig lecker.

Eine gute Brühe: Die Grundlage von jedem guten Eintopf. Instant-Brühen sind zwar praktisch, aber längst nicht so fein wie die hausgemachte Variante. Hierzu brauchen Sie einen großen Rindsknochen, der zusammen mit etwas Suppenfleisch und Gemüse in reichlich Wasser gekocht wird. Hinzu kommen Pfeffer und Lorbeerblätter. Am Ende wird alles abgeseiht und gesalzen. Ist die Brühe zu fettig geraten? Einfach abkühlen lassen und das überschüssige Fett abschöpfen oder mit Küchenkrepp aufsaugen.


Garzeiten: Manche Zutaten brauchen etwas länger als andere. Beachten Sie die unterschiedlichen Garzeiten, um ein “Zusammenfallen” zu vermeiden.

Versalzen: Ist Ihnen beim Salzen die Hand ausgerutscht, einfach eine Kartoffel mitkochen und vor dem Servieren wieder herausnehmen. So wird das Salz im Eintopf gebunden.

Feueralarm im Topf: Ist der Eintopf angebrannt, kann man das Aroma mit Zwiebeln retten. Hierzu den Eintopf umfüllen, ein paar geachtelte Zwiebeln hinzufügen und sie später, wenn der Geschmack neutralisiert wurde, wieder entfernen.

Frische Kräuter: Sie geben dem Eintopf den letzten Pfiff. Erst kurz vor dem Servieren hinzufügen, damit sie ihren Geschmack nicht verlieren!

So bunt, so gesund: Minestrone

Andere Länder, andere Töpfe

Eintopf wird in ganz Deutschland gern gegessen! Jede Region hat ihr eigenes Leibgericht: Während Aalsuppe mit Pflaumen ein Eintopf aus Hamburg ist, wird in Bayern traditionell Pichelsteiner, ein Eintopf mit Fleisch und Gemüse, serviert. Die typisch schwäbische Variante mit Spätzle und Kartoffeln nennt sich Gaisburger Marsch.

Wer mal über den Tellerrand gucken möchte, kann es mit den internationalen Spezialitäten probieren. Der beliebte Eintopf Gulasch ist inzwischen das Nationalgericht Ungarns und auch der Dauerbrenner Chili con Carne lässt sofort sein Ursprungsland Mexiko denken. Im verregneten Irland liebt man den wärmenden Eintopf Irish Stew mit Lammfleisch; eine etwas exotischere Variante ist das persische Abgusht, ein Eintopf mit Lamm, Kurkuma und getrockneten Limetten.