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Gurke - der grüne Wasserspeicher

Die zu 96 Prozent aus Wasser bestehende Gurke erfrischt in Salaten, Suppen und eingelegt: Probieren Sie Rezepte mit Gurke. Und erfahren Sie, wie man die Gurke zubereiten kann.

Der Ursprung der Gurke
Es ist nicht genau geklärt, aus welchem Herkunftsland die Gurke stammt. Aber ihre Geschichte lässt sich ungefähr 9000 Jahre zurück verfolgen. Schon die alten Römer und Griechen kannten die Gurke und waren wahrscheinlich die ersten, die diese unter Glas züchteten. Ab dem Mittelalter gelangte die Gurke nach Europa und wurde insbesondere als Heilmittel verwendet. Denn der Gurke werden heilende Kräfte nachgesagt: Der Saft der Gurke soll Giftstoffe aus dem Körper schwemmen und in Kombination mit Honig auch gegen Halsschmerzen helfen. Geriebene Gurke mit Zitronensaft soll gegen Bauchweh wirken, und äußerlich angewendet werden der Gurke straffende und kühlende Effekte für die Haut nachgesagt.
Die Slawen übrigens entwickelten das Verfahren der Milchsäuregärung – das Einlegen der Gurke wurde damit möglich.

Gurken-Rezepte

Rezept: Selbst eingelegte Gurken

Für 3 Weckgläser à 1 Liter Inhalt, Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten plus Ziehzeit

Zutaten:
1 kg kleine Einlegegurken, Salz, 350 g brauner Zucker, 750 ml Weißweinessig, grobes Meersalz, 12 Perlzwiebeln (alternativ sehr kleine, junge Zwiebeln), 3 rote Chilischoten, 9 Tl Senfsaat, 3 Tl schwarze Pfefferkörner, 3 Stiele Estragon, 3 Dillblüten, alternativ 3 kleine Stiele Dill, 3 frische Lorbeerblätter (alternativ getrocknete), 9 Knoblauchzehen
außerdem: 3 heiß ausgespülte Weckgläser à 1 Liter Inhalt

Zubereitung:
1. Gurken sehr gründlich waschen, eventuell Blüten- und Stielansätze abschneiden. In einem großen Gefäß mit Salzwasser bedeckt über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag in ein großes Sieb abgießen und Gurken gründlich abspülen. Gut abtropfen lassen.

2. Zwiebeln pellen. Chili entkernen und in Ringe schneiden. Essig, 750 ml Wasser, Zucker und 2 El Salz in einem großen Topf aufkochen und rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Gläser mit Gurken, Zwiebeln, Gewürzen und Kräutern befüllen. Mit der kochend heißen Essigmischung bis einen Finger breit unter den Rand auffüllen. Gläser sofort fest verschließen und bis sie komplett ausgekühlt sind, auf den Deckel stellen. Gurken mindestens 4 Wochen durchziehen lassen.

Gurken: Die verschiedenen Arten

Grundsätzlich wird die Gurke in zwei Gruppen unterteilt – die Salatgurke und die Einlegegurke. Die Salatgurke, auch Schlangengurke genannt, wird meistens in Treibhäusern gezogen. Sie ist lang, oft leicht gekrümmt, hat eine glatte, manchmal etwas warzige grüne Schale, helles Fruchtfleisch und wiegt zwischen 300 und 500 Gramm. Sie ist die am häufigsten verzehrte Gurke.

Gerade auch in der leichten Küche zählt die Gurke zu den beliebtesten Zutaten: 100 Gramm Gurke enthalten gerade mal 12 Kalorien und 0,2 Gramm Fett! Das Geheimnis: Die Gurke besteht zu rund 96 Prozent aus Wasser. Damit eignet sich die Gurke auch hervorragend für erfrischende Gerichte an heißen Sommertagen.
Die Einlegegurke wird in zwei Größenklassen eingeteilt: die kleineren Cornichons und die großen Delikatessgurken. Gurken können ganz unterschiedlich eingelegt werden. Bei Senfgurken wird die Gurke klein geschnitten und mit Essig, Senfkörnern, Gewürzen und Kräutern übergossen. Zuckergurken bekommen dazu noch eine Extra-Portion Zucker in den Sud. Salzgurken übergießt man vor der Gärung mit Zucker, Salz, Kräutern und Gewürzen. beliebt sind auch scharf eingelegte Gurken mit Chili oder Pfefferkörnern.

Hübsch und lecker: Gurke im XXS-Format

Auf Wochenmärkten findet man immer häufiger auch die Minigurke: Sie sieht aus wie eine Salatgurke, ist aber deutlich kleiner. Die Minigurke wiegt meist zwischen 60 und 90 Gramm und ist aromatischer als die große Gurke. Noch kleiner ist die Cocktailgurke, die nur knapp 15 bis 30 Gramm wiegt und sich gemeinsam mit Cocktailtomaten gut macht auf sommerlichen Gemüse-Spießen oder in frischen Salaten.

Gurken sollten übrigens kühl, aber nicht im Kühlschrank gelagert werden. Die Gesellschaft von Früchten und Tomaten mag die Gurke dabei gar nicht: Diese geben Etyhlen ab, was der Gurke nicht gut tut und sie schnell altern lässt.

Gurke schälen oder nicht schälen?

Über diese Frage haben schon ganze Generationen von Hobbyköchen diskutiert. Die Schäl-Befürworter sagen, die Schale der Gurke sei zu hart und bitter, schwer verdaulich und enthalte ungesunde Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Wachs. Die Schäl-Gegner vertragen die Gurke mit Schale sogar besser, mögen das zusätzliche Aroma und finden das dunkle Grün der Schale in der Salatschüssel hübsch. Andere wiederum entscheiden sich für den Mittelweg und schälen Streifen in die Schale der Gurke. Am Ende lässt sich sagen: Der persönliche Geschmack entscheidet über Schälen und Nicht-Schälen der Gurke.

Sauer, süß oder feurig: eingelegte Gurken gibt es in vielen Variationen

Vielseitige Gurke

Am häufigsten werden bei uns Gurken roh oder eingelegt verzehrt. Die Gurke ist zum Beispiel auch ein idealer, kalorienarmer Snack für die Gartenparty oder den Fernsehabend: Zusammen mit Sticks aus Möhren und Paprika und einem frischen Dip schmeckt die Gurke schön sommerlich. Die Salatgurke wird natürlich auch, wie der Name schon sagt, häufig für Salate verwendet. Klassich zur Gurke ist dazu ein leichtes Dressing mit Dill. Eingelegte Gurken bereichern das Abendessen: Zu Brot oder Sandwich passt die eingelegte Gurke wunderbar und sorgt für die Extra-Portion Aroma. Auch im Burger darf die Gurke nicht fehlen – entweder in der frischen oder der würzig eingelegten Variante.

Burger und Sandwich mit saftiger Gurke

Die Berliner mögen die Gurke besonders gerne geschmort. Auch kalte Suppen und Drinks lassen sich aus der Salatgurke machen. In Asien findet die Gurke viele weitere Zubereitungsarten. Dort werden Gurken gerne gekocht und für Chutneys verwendet. Aus den Samen der Gurke wird unter anderem Öl gewonnen. In Japan ist die Gurke häufig Bestandteil von Sushi, und in Persien schätzt man die Gurke im Joghurt.