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Honig: heilende Wunderwaffe

Honig ist bereits seit Jahrhunderten für seine heilende Wirkung bekannt. Schon die Assyrer, Ägypter und Chinesen schätzten ihn. Dank der Vielfalt seiner Inhaltsstoffe hilft der Honig auf ganz natürliche Weise sowohl bei inneren und äußeren Erkrankungen.

Dem Honig, so zeigt ein Blick in die griechische Mythologie, verdanken die Götter ihre Unsterblichkeit. Das gilt auch für die nordische Gottheit Odin, der seine Weisheit und Kraft aus dem Honig bezogen haben soll. Hippokrates, berühmtester Arzt des Altertums, wird in Sachen Honig schon etwas konkreter: Er wusste von der fiebersenkenden Wirkung des Honigs und verwendete ihn auch bei offenen Wunden.

Mittlerweile gibt es viele Studien, die die heilende Wirkung des Honigs belegen. Ob Erkältung oder äußere Wunde: Honig unterstützt die Heilung. Allerdings sollte diese Wirkung nicht überschätzt werden, denn Honig dient lediglich der Unterstützung natürlicher Heilprozesse, mdeikamentöse Therapien können nicht durch Honig ersetzt werden.

Wie hilft Honig?
Honig verhindert bakterielles Wachstum: Er entzieht den Zellen der Bakterien Wasser, sodass diese schrumpfen und absterben. Zusätzlich enthält Honig Glukoseoxydase. Das ist ein Enzym, das permanent zu desinfizierendem Wasserstoffperoxid umgewandelt wird.

Außerdem besitzt Honig eine Vielzahl von gesunden Inhaltsstoffen wie Calcium, Eisen, Magnesium oder Natrium. Dadurch wird unser Immunsystem gestärkt und kann sich besser gegen Krankheiten wehren.

Flüssig oder fest, mild oder herb: Honig ist so vielfältig!

Honig: die Sorten
In jedem Honig steckt prinzipiell Heilkraft. Manche Sorten sind aber besonders nützlich für unsere Gesundheit.

Manuka-Honig ist ein sehr wirksamer Honig. Er stammt aus Neuseeland und besitzt den Inhaltsstoff “Methylglyoxal”, der den Honig zu einem natürlichen Antibiotikum macht. Manuka-Honig kann sogar stark infizierte Wunden desinfizieren und heilen.

Kleehonig ist mild im Geschmack und weißgelb bis hellbeige in der Farbe. Er hilft besonders gut bei Verdaaungsbeschwerden und Unruhe. Außerdem wirkt der Honig krampf- und schleimlösend.

Tannenhonig hat einen kräftigen und würzigen Geschmack und ist meist grünlich-dunkel. Tannenhonig bleibt in der Regel recht lange flüssig. Er enthält wirksame ätherische Öle der Nadelbäume, daher entfaltet er seine Wirkung hauptsächlich bei Bronchitis und Erkältungen.

Eukalyptushonig hat eine goldene bis dunkelbraune Farbe und ist sehr feinwürzig. Er wird bei Erkältungen und Harnwegsentzüngungen eingesetzt, da er eine infektionshemmende Wirkung besitzt.

Apfelblütenhonig verfügt über ein blumig-fruchtiges Aroma. Er fördert die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen bei akuten Mangelerscheinungen.

Lavendelhonig schmeckt leicht würzig und ist sehr klar und flüssig. Dieser Honig hilft bei Kopfschmerzen und Nervosität, denn genau wie der Lavendel allein wirkt dieser Honig schmerzhemmend und krampflösend.

Löwenzahnhonig ist sehr aromatisch und hat eine intensive Gold-Farbe. Löwenzahnhonig stimuliert Nieren- und Leberaktivität. So werden Stoffwechsel und Durchblutung angeregt. Empfohlen wird dieser Honig bei Leber- und Gallenbeschwerden und auch zur Blutreinigung.

Weißdornhonig zeigt sich in einem schönen Bernsteingelb. Er stärkt Herz und Kreislauf, eignet sich besonders zur allgemeinen Kräftigung im Alter.

Honig und Milch: ein altbewährtes Rezept bei Erkältungen.

Die positive Wirkung von Honig ist bei einigen Erkrankungen bereits medizinisch getestet worden. Aber bitte beachten Sie: Bei ernsten, langanhaltenden Erkrankungen unbedingt zum Arzt gehen!

Honig bei Bronchialerkrankungen
Das wohl bekannteste Rezept gegen Halsschmerzen, Husten und Schnupfen.: Milch mit Honig! Noch effektiver ist Tee mit Honig. Alternativ kann man den Honig auch langsam auf der Zunge zergehen lassen.
Wichtig: Tee oder Milch dürfen nicht zu heiß sein, denn ab 40 Grad verliert der Honig seine heilende Wirkung.

Honig in der Wundbehandlung
Honig beschleunigt den Heilungsprozess, seine anti-entzündlichen Eigenschaften reduzieren Schmerzen, Schwellungen und Sekretbildung.
Achtung: Bei eitrigen und tiefen Wunden keine Selbstversuche mit handelsüblichem Honig. Es gibt spezielle Produkte (zum Beispiel in der Apotheke), die extra aufbereitet wurden, damit sie absolut keimfrei sind.

Bei leichten, oberflächlichen Schnitt- und Schürfwunden hat sich die folgende Honig-Salbe bewährt:
Man nimmt 3 Teelöffel Eucerin aus der Apotheke (100 g ab 4,50 Euro) und 1 Teelöffel naturbelassenen Honig. Das Ganze verrührt man zu einer glatten Masse. Diese wird mindestens dreimal täglich auf die Wunde aufgetragen. Die selbsgemachte Heilsalbe hält sich im Kühlschrank bis zu drei Monate.

Alternativ kann Honig auch direkt auf Wunden und leichte Verbrennungen aufgetragen werden.

Großes Plus: Mit Hilfe des Honigs heilen Wunden unter geringerer Narbenbildung ab.

Honig bei Hauterkrankungen
Eine Mischung aus Honig, Olivenöl und Bienenwachs (Verhältnis 1:1:1) wurde in Studien an Menschen mit verschiedenen Hauterkrankungen getestet (unter anderem Neurodermitis und Schuppenflechte). Das Erstaunliche: Die Symptome der Hauterkrankungen gingen sichtbar zurück, die sonst übliche Kortisongabe konnte reduziert werden.

Auch bei Magenschmerzen kann Honig helfen.

Honig bei Magen-Darmerkrankungen
Bei Magen-Darmbeschwerden – genau wie bei Erkältungen – hilft Honig mit warmer Milch oder warmem Tee (Pfefferminze, Kamille oder Fenchel).

Ein weiteres Rezept, speziell gegen Blähungen ist ebenso einfach, wie effektiv: 3 Teelöffel Apfelessig und 1 Teelöffel Honig in ein Glas geben und mit lauwarmem Wasser auffüllen. Schmeckt zwar nicht großartig, hilft aber.