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Kochen mit Kindern

Man kennt das selbst: Das gemeinsame Kochen macht Spaß und Appetit. Für sich alleine greift man zum schnellen Brötchen, mit Freunden kocht man gleich ein ganzes Menü und nimmt sich anschließend viel Zeit für’s Essen. Genau das gilt für das Kochen mit Kindern!

Natürlich können Einjährige noch keine Kartoffeln schälen und Dreijährige nicht die heißen Nudeln abschütten. Aber beim Kochen mit Kindern gilt: Jeder leistet einen kleinen Beitrag, damit es am Ende allen schmeckt.

Kochen mit Kindern: So können die Kleinen helfen

Mitmachen ist alles! In der Küche helfen zu dürfen, macht Kinder stolz und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Familie. Kinder lernen den Umgang mit Lebensmitteln: Wie riecht eine Tomate, wie fühlt sich eine Möhre an, und wie sieht der Apfel von innen aus? Das gemeinsame Kochen mit Kindern macht Lust auf das anschließende Essen.

Natürlich ist das Kochen mit Kindern zeitintensiver und aufwendiger, aber es lohnt sich! Kinder, die früh mithelfen sollen und dürfen, werden auch später fleißige Helfer sein. Bleiben Sie also geduldig und geben Sie Ihrem Kind in der Küche eine Chance!

Kochen mit Kindern kostet etwas Zeit, macht aber alle glücklich.
Kochen mit Kindern kostet etwas Zeit, macht aber alle glücklich.

Kleine Kinder können Dinge bringen, holen, suchen oder ordnen. Die Servietten zum Tisch tragen, eine Zwiebel aus der Schale holen oder die Möhren nebeneinander legen. Dreijährige helfen beim Waschen von Obst und Gemüse oder beim Anrühren der Salatsauce. Auch das Kneten von Teig für den Kuchen macht Kindern riesig Spaß. Wunderbar beim Kochen mit Kindern ist auch das Abschmecken: Hier fühlt sich das Kind wichtig, es entscheidet mit, wie das Essen schmeckt. Größere Kinder decken den Tisch selbständig, helfen beim Abwasch, belegen den Teig für die selbstgemachte Pizza oder schnibbeln den Obstsalat als Nachtisch.

Kochen mit Kindern: 10 wichtige Tipps

1. Heißes Wasser, schwere Töpfe, Pfannen sowie scharfe Messer sind für Kinder nicht geeignet!
2. Behalten Sie Ihre Kinder in der Küche immer im Auge!
3. Beim Helfen sollten kleine Kinder am besten sitzen und beim Zuschauen auf einem kippsicheren Bänkchen stehen.
4. Geben Sie Ihren Kindern eine Chance in der Küche. Das Mithelfen macht sie stolz.
5. Das Kochen mit Kindern ist wichtig: Durch das gemeinsame Kochen lernen Kinder Lebensmittel und deren Zubereitung kennen.
6. Tipp: Richten Sie Ihrem Kind eine eigene Abteilung in der Küche ein. In einem Unterschrank stehen Plastikschüsselchen, Rührbesen, Holzlöffel und Co. bereit.
7. In Unterschränken in der Küche haben Reinigungsmittel und scharfe Gegenstände nichts zu suchen!
8. Für das Kochen mit Kindern kann man praktische Helfer kaufen. Zum Beispiel einen Schutz, damit Kinder nicht auf die heißen Herdplatten greifen können.
9. Kochen mit Kindern heißt auch Backen mit Kindern! Die Kleinen lieben das Teigkneten, Ausstechen und Verzieren von Plätzchen.
10. Kleine Kinderspielküchen machen Spaß und stehen natürlich in der “echten” Küche!

Kochen mit Kindern steigert den Appetit

Zum Essen gehört das Kochen. Wer mit Genuss kocht, wird auch mit Genuss essen. Das gilt besonders für das Kochen mit Kindern, gerade für jene kleinen Gourmets, die sich mit dem Essen schwertun. Kinder helfen gerne und lernen so den Umgang mit Lebensmitteln.

Kinder setzen im Umgang mit Lebensmitteln all ihre Sinne ein: sehen, riechen, schmecken, hören, tasten. Dafür ist das Kochen mit Kindern ideal: Wie riecht eine Tomate, wie hart ist die Möhre und was macht man mit Kartoffeln? Die Dinge, die Kinder selbst in der Hand hatten, möchten sie meist auch probieren. Die kleine Cocktailtomate, die gerade noch unter dem Wasser abgespült wurde, landet nun im Mund. Beim gemeinsamen Kochen, Zubereiten und Probieren steigen der Appetit und die Vielfalt der Lebensmittel, die das Kind mag.

Kochen mit Kindern: Maus aus Radieschen und der Salat als Fisch.
Kochen mit Kindern: Maus aus Radieschen und der Salat als Fisch.

Extra-Tipp: Kochen mit Kindern heißt in besonderem Maße auch “das Auge isst mit”. Kinder geraten in helle Begeisterung, wenn auf dem Käsebrot eine kleine Radieschenmaus liegt oder das Brot mit Plätzchenausstechern in Sternenform ausgestochen wurde.

Kochen mit Kindern bedeutet auch Planen & Einkaufen

Kinder sollten in den kompletten Prozess der Ernährung eingebunden werden. Dazu gehört auch, dass sie Wünsche für das nächste Essen äußern dürfen. Natürlich ist es Aufgabe der Eltern, diese Wünsche in gesunde Bahnen zu lenken. Das Gefühl, über das Essen mitbestimmen zu dürfen, ist für Kinder wichtig. Kompromisse werden sicher gefunden: Anstelle der gewünschten Spaghetti mit Ketchup gibt es Spaghetti mit selbst gemachter Gemüse-Tomaten-Sauce, und in den Kartoffelauflauf kommen auch die geliebten Möhren mit hinein.

Auch wenn es altmodisch klingt: Ein Essensplan für die nächsten Tage kann hilfreich sein, gerade dann, wenn beide Elternteile arbeiten gehen. So lassen sich das Kochen mit Kindern und der Einkauf planen. Ältere Kinder können mithelfen und beispielsweise beim Bäcker ein Brot kaufen. Für kleinere Kinder ist der gemeinsame Besuch eines Wochenmarktes ein Erlebnis. Das Kind sieht und lernt viel. Es versteht den Unterschied zwischen Apfel und Birne, registriert, dass es im Winter keine Himbeeren, dafür aber den lustigen, kleinen Rosenkohl gibt und darf an vielen Ständen probieren.

Kinder müssen das Essen mit Messer, Gabel und Löffel lernen.
Kinder müssen das Essen mit Messer, Gabel und Löffel lernen.

Nach dem Kochen mit Kindern kommt das Essen mit Kindern

Das Wort “Tischmanieren” klingt altmodisch, aber das, was dahinter steckt, ist von Bedeutung. Natürlich muss ein Vierjähriger nicht mit dem Steakmesser hantieren können, aber wer als Erwachsener sicher auftreten will, muss das im Kindesalter lernen. Kleine Kinder spielen häufig mit dem Essen – das ist ganz normal. Artet das Ganze aber in einen Machtkampf aus, sollten Eltern klare Worte sprechen.

Nach dem Kochen mit Kindern ist das Essen mit Kindern ein ebenfalls wichtiger Schritt in der Kinderernährung. Ein Kleinkind sollte am Tisch selber an die Apfelspalten herankommen und sich ein Stück Kartoffel nehmen können. Es muss mit dem eigenen Löffel hantieren dürfen, auch wenn das länger dauert als das Füttern. Gerade beim gemeinsamen Essen will das Kind den anderen nacheifern und sich gleichberechtigt fühlen.

Mit etwa zwei Jahren wird das Kind an den Umgang mit Messer und Gabel herangeführt, mit drei bis vier Jahren hat das Kind alle wichtigen Techniken im Umgang mit Besteck gelernt. Es kann sein Kinderbesteck bedienen und sich vom Angebot auf dem Tisch nehmen, was ihm schmeckt.