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Kürbis: aromatisches Schwergewicht

Kürbis gibt es in vielen Sorten und Größen. Kürbis lässt sich toll zu Kürbissuppe und Kürbisrisotto verarbeiten. 40 Rezepte und Tipps zu Kürbis.

Kürbis ist ein beliebtes Gemüse im Herbst und Winter, das sich vielseitig zubereiten lässt. Besonders Suppen und Eintöpfe aus Kürbis sind in der kalten Jahreszeit ein Renner.

Das süßliche, cremige Fruchtfleisch ist auch für Salate, Pürees oder Chutneys perfekt geeignet. Der beliebte Hokkaido-Kürbis kann komplett mit Schale verarbeitet werden.

Der Kürbis kommt ursprünglich aus Amerika und wird in den vielfältigsten Varianten angebaut. Es gibt über 800 verschiedene Sorten Kürbis in Gelb, Rot oder Schwarz. Mal ist der Kürbis gestreift oder gesprenkelt, mal oval, rund oder flaschenförmig. Auch die Struktur vom Kürbis ist unterschiedlich – die Haut kann glatt, geriffelt oder warzig sein. Die Vielfalt an Sorten sowie Formen, Farben und Gewichtsklassen ist einfach riesig! Botanisch gesehen, man glaubt es kaum, ist der Kürbis verwandt mit Beeren. Der Kürbis ist also die größte Beere der Welt – und der weltweit größte Kürbis mit einem Gewicht von 766 Kilogramm kam aus den USA. Der Kürbis wird in Sommerkürbis, Winterkürbis und Moschuskürbis unterschieden.

Den Sommerkürbis erntet man unreif in der Jahresmitte. Das Fruchtfleisch ist heller und saftiger als das vom Winterkürbis. Die Schale vom Kürbis ist weich, weshalb man sie meist mit verarbeitet. Zu den Sommerkürbissen gehören die Zucchini, Rondini oder der Spaghetti-Kürbis, der ein helles Fruchtfleisch und einen nussigen Geschmack hat. Beim Kochen oder Dämpfen lösen sich bei dem Spaghetti-Kürbis die einzelnen Fasern voneinander und auf den Teller kommen quasi Gemüse-Spaghetti. Passenderweise schmeckt zu diesem Kürbis Tomatensauce ganz hervorragend. Insgesamt hat der Sommerkürbis einen angenehmen, milden Geschmack.

Jede Jahreszeit hat ihren Kürbis. Von den Mini-Patissons bis zum Gelben Zentner.
Jede Jahreszeit hat ihren Kürbis. Von den Mini-Patissons bis zum Gelben Zentner.

Der Winterkürbis hat eine harte Schale, die man in der Regel nicht mitessen kann. Dieser Kürbis ist unterteilt in sehr viele Sorten, die ihren Geschmack erst bei voller Reife entwickeln. Erntezeit für den winterlichen Kürbis ist im Herbst. Zu den bekanntesten Sorten gehört der aus Asien stammende Hokkaido, der sehr aromatisch ist und dessen Schale man mitessen kann. Der Hokkaidokürbis ist von August bis Februar auf dem Markt erhältlich. Zu dem winterlichen Kürbis gehören auch die Hubbard-Typen, deren Karotingehalt rund zwölfmal höher ist als der von Karotten. Daher hat dieser Kürbis oft die schönes, tiefes Orange zu bieten. Der Winterkürbis ist im Gegensatz zum Sommerkürbis über mehrere Monate haltbar und für alle Zubereitungsarten geeignet. Der “Gelbe Zentner” ist eine berühmte Sorte des Winterkürbisses und kann bis zu 50 Kilogramm wiegen. Dieser Kürbis kommt scheibchenweise in den Handel.

Im reifen Zustand duftet der Kürbis leicht nach Moschus. Zu dieser Kürbisgruppe gehören der Butterkürbis und der Schlangenkürbis, die meist birnen- und flaschenförmig sind. Dieser Kürbis hat ein cremiges Fruchtfleisch und zeichnet sich durch seinen nussigen Geschmack aus. Verarbeitet schmeckt der duftende Kürbis in Eintöpfen oder Chutneys. Die Sorte “Butternut” schmeckt auch roh in Salaten.

Achten Sie darauf, dass der Kürbis beim Einkauf unbeschädigt ist, leicht hohl klingt und einen verholzten Stiel hat. Ein Kürbis ohne Stiel trocknet relativ schnell aus. Ein kleinerer Kürbis ist in den meisten Fällen ausreichend. Zudem hat ein kleiner Kürbis ein festeres und nicht so faseriges Fruchtfleisch und ist im Geschmack intensiver.

Bei den meisten Sorten Kürbis ist die Schale nicht genießbar, weil sie schwer verdaulich ist, der Kürbis wird also geschält. Bei dem beliebten Hokkaido kann die Schale mitgegessen werden, dieser Kürbis wird zunächst gewaschen und abgetrocknet. Je nach Größe und Zubereitungsart lässt man den Kürbis ganz oder zerteilt ihn. Zum Zerschneiden brauchen Sie für den Kürbis in jedem Fall ein sehr scharfes Messer und ein bisschen Kraft.

Dann werden die Kerne mit einem Löffel aus dem Kürbis herausgeschabt. Der Kürbis ist vielfältig und schmeckt in Suppe, Aufläufen, als Chutney, gebacken im Ofen oder gefüllt.

Auch Süßes schmeckt mit Kürbis. Hier ist es ein traumhafter Winterpie.
Auch Süßes schmeckt mit Kürbis. Hier ist es ein traumhafter Winterpie.

Wann man Kürbis am besten pflanzen sollte und wie man ihn pflegt, wird im Gartenkalender erläutert.

Der Kürbis liefert viele Nährstoffe wie Beta-Karotin, Vitamin A, Magnesium, Kalzium und Kalium. Vor allem das Beta-Karotin ist ein wichtiger Schutzstoff für die Zellen, da es antioxidative Eigenschaften besitzt und die Zellen vor dem Angriff freier Radikale schützt. Nachschlag ist beim Kürbis erwünscht: 100 g Kürbis enthalten nur 25 Kalorien.

Zum Knabbern sind Kürbiskerne eine gute Alternative zu Chips und Co. Kürbiskerne enthalten wertvolles Öl mit einem hohen Anteil an ungesättigten, lebensnotwendigen Fettsäuren, das sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Kürbiskernöl schmeckt lecker in Salaten und als kulinarisches I-Tüpfelchen in der Kürbissuppe.

Viele Speisekürbis-Sorten eignen sich aufgrund ihrer schönen Optik auch als Zierkürbis. Umgekehrt gilt das allerdings nicht! Reine Zierkürbisse enthalten viele Bitterstoffe, die sie ungenießbar machen.

Der Kürbis wird zur Deko: mit eingeritzten Ornamenten und einer Kerze.
Der Kürbis wird zur Deko: mit eingeritzten Ornamenten und einer Kerze.

Nahezu legendär ist der ausgehöhlte Kürbis, der besonders zu Halloween für das richtige, schummrige Licht sorgt. Mit einem scharfen Messer kann man große Kürbisse aushöhlen und in die Schale Gesichter, Muster oder Ornamente schneiden. Eine dicke Kerze oder ein großes Teelicht in einem Glas stellt man in den Kürbis und genießt das flackernde Licht. Auf dem Tisch, der Fensterbank oder im Garten macht sich der leuchtende Kürbis besonders gut.

Den Kürbis kann man zudem wunderbar dekorieren – zum Beispiel auf einer schön gedeckten Tafel zum Herbstmenü.

DIY-Idee mit Kürbis: Kürbis als Tischkärtchen.