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Alle lieben Pfannkuchen

Blini, Crêpes oder Palatschinken: Es gibt viele Namen und Variationen. Wir sagen einfach Pfannkuchen! Wir verraten, wie Pfannkuchen am besten gelingen und zeigen leckere Kombinationen. P.S. Wir sprechen hier nicht von den Berliner Pfannkuchen!

In Berlin nennt man ihn Eierkuchen, in Sachsen Plinsen und in Bayern Schmarrn – der Pfannkuchen hat in jeder Region seinen eigenen Namen und oft auch eine eigene Art der Zubereitung. Zu den regionalen Spezialitäten kommen außerdem die persönliche Vorlieben für Pfannkuchen: Von herzhaft-pikant bis lieblich-süß, gerollt, gefaltet, zum Päckchen gebunden oder belegt – gerade weil Pfannkuchen so vielseitig sind, hat wohl jeder sein eigenes Lieblingsrezept.

Das Grundrezept für Pfannkuchen

Zutaten für etwa 10 Pfannkuchen

200 g Mehl
500 ml Milch
Salz
3 Eier (Kl. M)
für süße Pfannkuchen zusätzlich:
1 El Zucker
1 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung der Pfannkuchen

Grundrezept drucken: Pfannkuchen für 10 Portionen

Tipps:

Zucker ist eine einfache, schnelle Beilage zu süßen Pfannkuchen.

Pfannkuchen: die Beilagen und Toppings
Pfannkuchen sind flexibel und unkompliziert, sie lassen sich mit so ziemlich allem verfeinern lässt, was das Herz begehrt.

Einer der Klassiker ist Pfannkuchen mit Apfelmus. Die Kombination aus süßem Pfannkuchen und leicht säuerlichem Mus ist nicht nur sehr beliebt bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen.
Rezept: Apfelkompott

Für Puristen ist Zimt und Zucker genau richtig. Diese Mischung wird sehr häufig auf die hauch-dünnen Crêpes gestreut. Schmeckt aber auch sehr lecker auf den etwas dickeren Pfannkuchen.
Tipp: Den Geschmack der Zimt-Zucker-Mischung intensiviert man, indem man eine Zimtstange ins Zuckerglas steckt. So nimmt der Zucker über die Tage und Wochen ein leichtes Zimtaroma an.

Wer es gerne süß und heiß mag, nimmt am besten Kirschkompott zum Pfannkuchen. Fein abgeschmeckt mit etwas Zitronensäure oder raffiniert aufgepeppt mit einem Fruchtlikör, macht dieses Desserts auch beim Candle-Light-Dinner eine gute Figur.
Rezept: Kirschkompott

Kaltes Eis mit warmen Pfannkuchen ist ein wahrer Genuss! Ein perfektes Zusammenspiel! Besonders gut eignet sich Vanilleeis, weil es den Geschmack der Pfannkuchen nicht verfälscht. Versuchen Sie aber auch ruhig andere Eissorten wie etwa Schokolade oder Banane, und im Sommer passt zu dünnen Pfannkuchen auch frisches Sorbet aus Früchten der Saison besonders gut.

Befüllen lassen sich süße Pfannkuchen besonders gut mit festen Massen zum Beispiel aus Quark, Schokopudding oder süß angemachtem Frischkäse oder saurer Sahne.

Ahornsirup ist ein Muss bei der amerikanischen Version der Pfannkuchen – dem Pancake. Traditionell wird der Ahornsirup auf die noch warmen Pancakes gegossen, wobei mit dem Sirup nicht gegeizt wird! Der europäische Gaumen sollte sich aber langsam an die Menge Ahronsirup herantasten, da der süße Sirup sehr aromatisch ist.
Anstelle des Ahornsirups kann man als schnelles, süßes Topping zum Pfannkuchen auch jede Art und Geschmacksrichtung von Honig oder Marmelade verwenden.

Zu Pfannkuchen passen außerdem alle Früchte! Kinder lieben Pfannkuchen mit süßen Bananen, klassisch ist der süße Pfannkuchen mit Äpfeln, im Sommer passen Kirschen und Beeren toll zu den Eierkuchen aus der Pfanne. Zu den fruchtigen Pfannkuchen kann man nach Herzenslust weitere Leckereien kombinieren: ein Klecks Sahne, ein paar Spritzer Schokosauce (lecker auf warmen Pfannkuchen mit Bananenbelag) oder einfach nur ein bisschen Puderzucker (empfiehlt sich zu sauren Früchten wie etwa Johannisbeeren).

Pfannkuchen als Hauptgericht - lecker, gesund und sättigend.

Pfannkuchen: Heftig deftig!
Es muss nicht immer süß sein. Das Schöne am Pfannkuchen ist, dass er sich ständig neu erfinden lässt. Einfach den Zucker im Grundrezept weglassen – schon hat man einen neutralen Teig, der nach Lust und Laune gewürzt und kombiniert werden kann. Ob er dann belegt, gefüllt oder gerollt wird, ist reine Geschmackssache.
Lachs, pikanter Frischkäse, Gemüse, sogar Fleisch – es bietet sich vieles als Füllung oder Belag zum pikanten Pfannkuchen an. Gefüllte, aufgerollte Pfannkuchen können überdies wunderbar im Ofen überbacken werden – das macht aus den Pfannkuchen einen sättigenden, deftigen Auflauf. Und: Nicht nur der Belag kann herzhaft sein, auch den Teig für den Pfannkuchen kann man schon pikant aufpeppen mit frischen Kräutern, Gewürzen oder Polenta.

Pfannkuchen: die Küchenhelfer
Im Grunde reichen fürs Backen von Pfannkuchen eine Schüssel, Schneebesen oder Mixer und eine Pfanne. Wer aber die besonders dünnen Crêpes oder einfach nur ganz oft Pfannkuchen machen möchte, kann sich die Arbeit mit einigen Helfern erleichtern. Mit diesen Küchenhelfern wird das Backen der Pfannkuchen besonders leicht.

Palette: Wer gerne Crêpes isst oder seinen Pfannkuchen unkompliziert zusammenklappen möchte, sollte sich über die Anschaffung einer Pallette Gedanken machen. Eine Palette ist eine Art Pfannenwender, sie ist besonders schmal und lang.

Zuckerstreuer: Um die Zucker-Zimt-Mischung leicht zu dosieren, ist ein Zuckerstreuer mit verstellbarer Öffnung oder kleinen Löchern von Vorteil.

Crêpes-Pfanne und Teigstreicher:Profis machen ihre Crêpes auf einer speziellen Platte, zu Hause kann man eine Crêpes-Pfanne mit besonders flachem Rand verwenden. Dazu passend gibt es den Teigstreicher zum schnellen Verteilen und Vergrößern des Teiges.

Tipp: Die Pfanne zum Backen von Pfannkuchen aller Art sollte am besten antihaft-beschichtet sein, damit sich der Pfannkuchen leicht löst.

Große Vielfalt: Geklappte Crêpes und saftige Pancakes sind noch lange nicht alles was der Pfannkuchen zu bieten hat.

Pfannkuchen: Einmal um die Welt und zurück
Pfannkuchen gibt es auf der ganzen Welt. Von den polnischen Racuchy über die italienischen Crespelle bis zu den indischen Pooda (auch Cheela genannt). Zubereitung und Zutaten variieren dabei stark.

Der Blini ist eine russische Variante des Pfannkuchens, wobei der Teig aus verschiedenen Mehlsorten bestehen kann. Traditionell werden Buchweizenmehl, Hefe und Wasser (oder Milch) mit Eiern zu einem Teig verarbeitet. Blinis werden gefüllt oder gefaltet und mit saurer Sahne, Quark oder Kaviar serviert. Zum Tee reicht man sie mit Konfitüre, Honig oder gesüßter Kondensmilch.

Pancakes aus Nordamerika werden hierzulande immer beliebter, besonders zum Brunch schmecken sie hervorragend. Pancakes sind kleiner und dicker als Pfannkuchen, was an der Zugabe von Backpulver liegt. Sie werden in Amerika gerne zum Frühstück mit Ahornsirup und diversen Früchten wie etwa Blaubeeren angeboten.

Pfannkuchen mal anders: süße gefüllte Päckchen und holländische Poffertjes.

Crêpes sind hauchdünn und werden traditionell auf einer gusseisernen Platte zubereitet. Der Teig ist dünnflüssiger als der für Pfannkuchen und enthält im Vergleich mehr Eier. Der wohl bekannteste Crêpe ist der Crêpe Suzette, der mit frischem Orangensaft und Orangenlikör flambiert wird.

Die österreichische Form des Pfannkuchen ist der Palatschinken, der sowohl herzhaft als auch süß gegessen wird. Man kennt ihn mit Topfen (Quark), Schlagobers (Sahne) oder Eis mit Schokolade.