Raclette: Zutaten & Rezepte

Ob zu Silvester oder Weihnachten – Raclette ist ideal für gesellige Runden. Entdecken Sie köstliche Beilagen, leckere Zutaten und Tipps fürs Raclette.
Raclette aus dem Pfännchen

Raclette: Jeder Gast füllt sein Pfännchen mit seinen Lieblingszutaten und ganz viel Käse

In diesem Artikel
Zutaten & Beilagen für Raclette
Die richtige Menge: So viel benötigen Sie pro Person
Woher kommt Raclette?

Zutaten & Beilagen für Raclette

 

KÄSE

Grundsätzlich können Sie alle Käsesorten verwenden, die schnell schmelzen und etwas würziger sind. Im Handel ist spezieller Raclettekäse erhältlich, der sich sowohl für das traditionelle Raclette am Stück als auch für die moderne Variante in Scheiben für die kleinen Pfännchen eignet.

  • Raclette du Valais: Der schweizer Kuhmilch-Käse stammt aus dem Kanton Wallis, ist eine geschützte Marke und ist neben der französischen Version sozusagen das Original. Die Naturrinde kann mitgegessen werden. Andere Schweizer Raclettekäse sind nach ihren Ursprungsorten benannt, wie z. B. der Bagnes, Orsières oder Goms.
  • Fromage à Raclette oder Raclette de Savoie: Ursprünglich stammt die französische Variante aus der Alpenregion in Savoyen. Er ist geräuchert (fumée), mit Weißwein eingerieben (au vin blanc) und mit Senfkörnern (la moutarde) erhältlich.
  • Allegretto: Die kanadische Version ist aus Schafsmilch hergestellt und lässt sich wunderbar schmelzen.
  • Ogleshield: Der aus England stammende Käse schmilzt ebenfalls hervorragend und ist eine tolle Alternative zum echten Raclette-Käse.
  • Gouda oder Butterkäse: Wer es etwas weniger würzig mag, greift auf jungen Gouda oder Butterkäse zurück.
  • Tilsiter: Der beliebte Käse ist überall erhältlich und hat ebenfalls gute Schmelzeigenschaften.
  • Mozzarella: Der schnell schmelzende Käse ist perfekt für mediterrane und weniger würzige Pfännchen für Kinder geeignet.
  • Camembert: Kombiniert mit z. B. Preiselbeeren und Birnen bereichert der französische Weichkäse jedes Raclette-Essen.
Raclette-Käse vom Stück

Raclettekäse schmilzt sehr schnell und ist wunderbar würzig

OBST UND GEMÜSE

Traditionell wird sauer eingelegtes Gemüse wie Gewürzgurken, Silberzwiebeln oder Mixed Pickles zum Raclette gereicht. Aber auch frisches Gemüse und Obst für den süßen Abschluss sind hervorragend geeignet:

  • gegarte Kartoffeln, z. B. als Pellkartoffeln mit etwas Salz und Lorbeerblättern gekocht
  • gegarte kurze Nudeln
  • gegarter Mais und Kidneybohnen
  • Zwiebelringe
  • klein geschnittene Zucchini, Tomaten, Paprika und Champignons
  • vorgegarter Brokkoli, Blumenkohl oder grüne Bohnen
  • spannende Zutaten wie Avocado, Jalapenos und getrockente Tomaten
  • Ananas in Stücken
  • Bananenscheiben, z. B. mit etwas Honig
  • Apfelschnitze, z. B. mit etwas Zimt bestreut

Tipp: Bestreuen Sie den Käse vorher noch mit Pfeffer, etwas Paprika- oder Currypulver oder Kräutern. Zum Verfeinern der süßen Varianten eignen sich gehackte Nüsse, Schokoladencreme und Ahornsirup.

FLEISCH UND FISCH

Die meisten Raclette-Geräte verfügen über einen Grillstein oder eine beschichtete Grillplatte. Kleine Fleisch- und Fischstücke garen so problemlos nebenbei. Diese Sorten sind geeignet:

  • Schwein und Rind
  • Hähnchenfleisch (seperat anbraten)
  • Schinken, Salami, Speckwürfel können direkt ins Pfännchen
  • Lachs, Thunfisch, Meeresfrüchte und andere feste Fischsorten
  • Krabben, Shrimps und Räucherfisch
Raclette aus dem Pfännchen

Ob Gemüse, Fleisch oder Obst: Raclette ist wunderbar vielseitig und sogar mit Obst richtig lecker

Ein trockener Weißwein, pikant gewürztes Gemüse, selbst gebackenes Baguette und leckere Saucen: Mit diesen Beilagen runden Sie Ihr Raclette-Essen ab:

Die richtige Menge: So viel benötigen Sie pro Person

Sie wissen nicht, wie viel Sie pro Kopf an Zutaten einrechnen sollen? An diesen Angaben können Sie sich orientieren:

Käse: 150–200 Gramm
Fleisch und Fisch: 120–150 Gramm
Pellkartoffeln: 200–250 Gramm
Gemüse: 150–200 Gramm

Sollten Sie Käse übrig haben, können Sie diesen hervorragend einfrieren. Alternativ können Sie mit Raclette-Resten folgende Köstlichkeiten zaubern:

Raclette-Pizza: Rezept
40 Min.
kcal: 2123 pro pro Pizza
Raclette-Käse und Pellkartoffeln sind übrig geblieben? Zaubern sie mit Tiroler Speck diese deftige Pizza.
Rezept: Käse-Schmarrn
35 Min.
kcal: 820 pro Portion
Klein geschnittener Käse und Speck oder andere Fleischreste geben dem herzhaften Schmarrn eine schöne würzige Note.
Rezept: Käsespätzle
30 Min.
kcal: 989 pro Portion
Käsespätzle vertragen einen besonders deftigen Käse. Raclette-Käse, Greyerzer oder anderer würziger Bergkäse passen perfekt.

Woher kommt Raclette?

Der ursprüngliche Raclettekäse stammt aus dem schweizer Kanton Wallis, wo er auch heute noch hergestellt wird. Bei traditionellem Raclette wird der halbierte Käselaib so über Feuer oder unter einer anderen Hitzequelle positioniert, so dass die Oberfläche schön schmilzt. Mit einem Messer oder Spatel wird der geschmolzene Käse direkt auf einen Teller geschabt. Mit offenem Feuer erhält der Käse eine angenehme Grill- und Rauchnote. Von dieser Zubereitungsart hat Raclette auch seinen Namen: Es leitet sich vom französische Wort “racler” ab, das soviel wie “schaben” oder “kratzen” bedeutet.
Auf Märkten oder in traditionellen Lokalen wird die ursprüngliche Zubereitungsart noch heute kultiviert. Kleine Tischöfen, in die ein halber Raclettekäselaib eingespannt wird, gibt es mittlerweile auch für den Hausgebrauch.
Meist gibt es heute jedoch einen Tischgrill mit kleinen Pfännchen für zuhause – sozusagen das Raclette im Miniformat. So kann jeder Gast direkt im Pfännchen seine Lieblingszutaten kombinieren.

Raclette: Zutaten & Rezepte

Die Pfanne beim Raclette kann man bunt füllen zum Überbacken.

Noch mehr passende Rezepte

Käse Fondue an Silvester
Ein Topf in der Mitte des Tisches, drumherum viele Köstlichkeiten und gut gelaunte Gäste. Leckere Rezepte für das Fondue mit Käse, Brühe oder Schokolade.
Vegetarische Rezepte
Frische Ideen für mein Zuhause
Holen Sie sich die schönsten Ideen direkt nach Hause!