Rucola: gesunde Würze

Probieren Sie Rezepte mit Rucola in Salaten, Pesto und Wraps und erfahren Sie mehr zur Zubereitung von Rucola.

Rucola heißt bei uns eigentlich Rauke, aber die meisten verwenden den italienischen Namen lieber. Rucola ist bei uns erst in den letzten Jahren zum Star in der Salatschüssel geworden. In den Mittelmeerländern, wo die Salatpflanze wegen der Wärme und Sonne besonders gut gedeiht, liebt man Rucola schon viel länger. Schon die alten Römer schätzten Rucola, und auch in Ägypten, Indien oder dem Sudan ist Rucola seit Jahrhunderten bekannt und beliebt.

Rucola-Pesto

Zu Pasta empfehlen wir Rucola-Pesto: Anstelle von Basilikum wird Rucola zusammen mit Pinienkernen, Parmesan, Knoblauch und Olivenöl püriert und zu den heißen Nudeln gegeben. Eine feine Variation ist unsere Gorgonzola-Rucola-Sauce zu Pasta.

Rucola zu Salat und Pizza

Rucola ist ein Tausendsassa. Manche mögen ihn pur, vielleicht nur beträufelt mit einigen Spritzern Olivenöl und Balsamico. Natürlich machen sich die aromatischen Blätter in Salaten besonders gut. Dann passen sie zu beinahe allen anderen Zutaten wie Tomaten, Blattsalaten, Avocado, Käse, Hähnchenbrust oder auch Früchten wie Erdbeeren oder Kirschen. Probieren Sie zum Beispiel im Frühling den Rauke-Erdbeer-Salat oder im Sommer den Rucolasalat mit Ziegenkäse und Kirschen, toll für Gäste zur Gartenparty ist unser Brotsalat mit Minze, Rauke und Mozzarella!

Rucola passt auch wunderbar zu Pizza. Es reicht schon, ein paar Blätter auf die fertig gebackene Pizza oder das Lieblingsnudelgericht zu geben. Super schnell geht unsere Calzone mit einer Füllung aus Käse und Rauke.
Setzen Sie Rucola überall dort ein, wo Sie sonst auch Kräuter oder Salate verwenden: Als würzig-knackigen Belag auf Sandwich, Burger und Baguette, als dekoratives Extra auf Suppen oder feinen Vorspeisen, als Beilagensalat.

Rucola: gesunde Würze
Rucola bringt gesunde Würze: Die Blätter enthalten Senföle, Carotin und Mineralstoffe.

Rucola: Geschmack

Die langen, grünen Blätter mit dem wellig-zackigen Rand bringen Aroma und Würze in jedes Gericht. Der Geschmack ist leicht nussig, würzig und scharf. Seinen Geschmack vedankt Rucola dem hohen Gehalt an Senfölen. Am kräftigsten schmeckt Rucola in den warmen Sommermonaten, wenn die Blätter Sonne abbekommen haben. Rucola hat bei uns Saison von April bis November.

Tipp: Man kann Rucola sogar selber ziehen! Ab März kann man Rucola im Freiland aussäen, auch auf der Fensterbank wächst Rucola. Am weitesten verbreitet ist die Salatrauke, sie ist pflegeleicht, wächst schnell und üppig.

Rucola: gesunde Würze
Rucola sorgt für die richtige Würze im Salat.

Rucola: Kauf, Lagerung und Zubereitung

Rucola sollte beim Kauf schön grün, knackig und nicht verfärbt oder welk aussehen. Rucola man besten zügig verwenden – die Blätter welken sehr schnell. Am längsten frisch bleibt Rucola, wenn man ihn in einen Gefrierbeutel packt oder in ein feuchtes Tuch wickelt und ins Gemüsefach des Kühlschrankes legt. Mit Glück bleibt der Rucola dann gute zwei Tage ansehnlich.

Rucola aus dem Freiland ist oft recht sandig. Außerdem neigt Rauke dazu, dass ungesunde Nitrat zu speichern, deswegen sollten Sie die Stiele großzügig abbrechen und nur die Blätter behalten. Diese kommen dann ins Becken mit kaltem Wasser und werden vorsichtig gewaschen, eventuell auch mehrmals. In der Salatschleuder trocknen. Sehr lange Blätter danach in kleinere, mundgerechte Stücke zupfen.

Rucola wird meist roh gegessen, ansonsten sollten die empfindlichen Blättchen nur kurz mitgegart werden.

Hinweis: Es gab den Aufsehen erregenden Fall, dass in einer Packung mit Rucola auch das giftige Greiskraut gefunden wurde, dessen Blätter denen der Rauke ähnlich sehen. Die Greiskraut-Blätter sind jedoch haariger und fester, schmecken außerdem so unangehm, dass man den Unterschied spätestens dann bemerken würde. Informationen gibt unter anderem ein Zusammenschluss einiger Rucola-Bauern aus Rheinland-Pfalz: IG Qualitätsrucola Pfalz.

Rucola: Gesundheit

Rucola galt schon im Mittelalter als gesund. Damals schätze man seine positiven Auswirkungen auf die Verdauung, die alten Germanen sagten dem Rucola eine potenzsteigernde Wirkung nach. Wissenschaftlich belegt ist der hohe Gehalt von Folsäure in Rucola, das Vitamin der B-Gruppe ist wichtig für Schwangere und unterstützt generell Herz, Kreislauf und Gedächtnis. Die Senföle im Rucola sollen gegen Infektionen wirken. Carotin und Mineralstoffe runden das Bild ab. Ideal: Die Kombination von Rucola mit Vitamin-C haltigen Zutaten wie Obst.

Wie andere Salate auch ist Rucola ein echtes Leichtgewicht für unsere Figur: 100 Gramm enthalten gerade mal 24 Kalorien.

Text: Saskia Menzyk

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