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Spinat: zartes Blattgemüse

Spinat ist Geschmackssache: Die einen lieben ihn, die anderen können ihm nichts abgewinnen. Vor allem Kinder sind oft keine Fans vom gesunden Blattgemüse. Wir zeigen, dass Spinat wirklich lecker und vielseitig ist. Spinat soll ursprünglich aus Persien kommen und zusammen mit der arabischen Kultur nach Spanien gelangt sein. Die Franzosen nannten Spinat früher deshalb auch herbe d'Espagne. Spinat ist ein echtes Allround-Talent in der Küche. Er gilt als Frühlingsbote, weil der zarte Sommerspinat von Ende März an frisch auf dem Wochenmarkt angeboten wird.

Frischer Spinat schmeckt in Quiche und Tortilla, zu Nudeln, als Salat, Suppe oder Gemüsebeilage mit frischem Knoblauch und Muskat. Kalorienbewusste wissen: Bei Spinat darf man sich einen Nachschlag genehmigen. 100 Gramm des frischen Gemüses enthalten gerade einmal 14 Kalorien. Aber Vorsicht: Mit Sahne oder Béchamelsauce verfeinert steigt der Kaloriengehalt natürlich stark!

Spinat: einkaufen, verarbeiten und lagern
Im Handel unterscheidet man Spinat nicht nach Sorte, sondern nach Erntezeit. Daher spricht man vom Sommer- und Winterspinat.

Sommer- und Frühlingsspinat gibt es zwischen Ende März und Mai frisch zu kaufen. Dieser junge Spinat ist besonders zart in Geschmack und Struktur und eignet sich hervorragend für Rohkost-Salate.

Der langstielige Winterspinat wird von September bis November angeboten, er ist gröber und kräftiger und eignet sich daher besser zum Kochen.

Wenn kein frischer Spinat erhältlich ist, kann man auf Tiefkühlvarianten zurückgreifen. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich: Es sollten im tiefgefrorenen Spinat keine künstliche Aromen und Geschmacksverstärker enthalten sein.

Bei der Zubereitung vom frischen Spinat ist die Vorbereitung das A und O: Waschen und nochmals waschen lautet die Devise beim Spinat, denn er steckt oft voller Sand vom Feld. Das geht am bestem im stehenden Wasser, dass Sie eventuell häufiger wechseln müssen. Schleudern Sie den Spinat anschließend und entfernen Sie große Stiele.

Zu bedenken: Spinat schrumpft beim Kochen rund um die Hälfte zusammen, was Sie beim Einkaufen berücksichtigen sollten.

Spinat lässt sich nicht besonders lange lagern: Er ist ein empfindliches Blattgemüse und hält sich eingewickelt im feuchten Tuch maximal zwei Tage im Kühlschrank. Spinat lässt sich roh oder blanchiert aber gut einfrieren und ist so einige Monate haltbar.

Spinat kann auch für Kinder attraktiv sein - zum Beispiel auf der Pizza!
Spinat kann auch für Kinder attraktiv sein - zum Beispiel auf der Pizza!

Spinat und Kinder
Wenn der grüne Spinat aufgetischt wird, gibt es lange Gesichter. Manchmal bringen Eltern die Comic-Figur “Popeye” strategisch ins Spiel, dem Spinat aus der Dose Superkräfte verlieh. Dicke Freunde werden Spinat und Kinder aber wohl nie werden. Am besten funktioniert die Annäherung über kleine Tricks: Spinat auf der Pizza, in der Sauce zu Spaghetti oder in der Lasagne schmeckt auch kleinen Feinschmeckern.

Spinat und Nitrat
Spinat enthält von Natur aus reichlich Nitrat, was grundsätzlich für Erwachsene nicht bedenklich ist. In Grillfleisch steckt im Vergleich zum Spinat deutlich mehr Nitrat! Das Problem beim Nitrat: Bei Lagerung bei Zimmertemperatur oder langer Erhitzung wandelt es sich in das toxische Nitrit um, das den Sauerstofftransport in unserem Körper behindert. Überdies wichtig zu wissen: Babys haben das Enzym Methämoglobin-Reduktase, das für den Abbau von Nitrat im Körper notwendig ist, noch nicht entwickelt. Kinder sollten also frühestens mit einem halben jahr Spinat zu sich nehmen. Verwenden Sie dann am besten Spinat in Form von Gläschenkost, da hier der Nitratgehalt kontrolliert und sehr gering ist.

Im Umgang mit Spinat sollten Sie aufgrund des Nitratgehaltes Folgendes beachten:

1. Das Kochwasser gut abtropfen lassen, da der Spinat viel Nitrat ans Wasser abgibt, das sich in Nitrit umwandeln kann. Das Kochwasser einfach wegschütten.

2. Spinat nicht lange auf dem Herd “warm halten”. Reste vom Spinat nach dem Essen möglichst schnell abkühlen und in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag ist der Spinat noch genießbar und kann unbedenklich auf dem Herd erwärmt werden.

3. Sommerspinat enthält weniger Nitrat als der Spinat im Winter.

4. Spinat aus dem Freilandanbau enthält meist weniger Nitrat als der aus dem Gewächshaus.

Spinat ist vielseitig in der Küche.
Spinat ist vielseitig in der Küche.