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Vanille: kostbar und köstlich

Wer liebt nicht Vanille-Pudding oder Vanille-Eis? Vanille ist eines der beliebtesten und teuersten Gewürze überhaupt und für das Aromatisieren von Süßspeisen und Kuchen essenziell. Selbst pikanten Gerichten verleiht Vanille eine besondere Note. Rezepte zum Ausprobieren!

Vanille verleiht Kuchen, Gebäck, Puddings oder Eis sein unvergleichliches Aroma – daher ist Vanille  in der süßen Küche unverzichtbar. Natürliches Vanillin ist auch in Spargel vorhanden, weshalb Vanille auch mit pikanten Gerichten eine harmonische Verbindung eingeht. Mit echter Vanille zu würzen ist die mit Abstand aromatischste und intensivste Form. Da echte Vanille das zweitteuerste Gewürz nach Safran ist, wird Vanillin auch synthetisch hergestellt. Vanille soll die physische und geistige Aktivität steigern, Mattheit vertreiben und für gute Laune sorgen.

Vanille: Aroma aus der Schote
Obwohl Vanille in Mexiko beheimatet ist, kommen die meisten Vanille-Schoten aus Madagaskar sowie La Réunion (früher Ile Bourbon genannt) und anderen Inseln des Indischen Ozeans. Bourbon-Vanille steht also für die Herkunft gepaart mit einer sehr feinen Qualität. Vanille-Schoten wachsen an einer tropischen Kletterorchidee mit wunderschönen Blüten. Die Vanille-Schoten werden im gelb-grünen, unreifen Zustand gepflückt, mittels heißem Wasser oder Wasserdampf fermentiert und in der Sonne getrocknet. Anschließend werden die Vanille-Schoten luftdicht verpackt, damit sie schwitzen. Dieser Vorgang wird über bis zu vier Wochen wiederholt, bis das Vanillin freigesetzt ist und die Vanille-Schoten ihre schwarze Farbe angenommen haben. Geschützt in länglichen Gläsern kommt Vanille so in den Handel.

Vanille in der Küche:
Vanille verleiht Speisen einen feinen und einzigartigen Geschmack. Was wären Vanillekipferl oder eine Crème caramel ohne aromatisches Vanille?

Mit Vanille-Schoten kochen und backen ist nicht schwer: Sie können die Schoten inklusive Mark sowie beides getrennt voneinander verwenden. Um an das hocharomatische Mark zu kommen, schneiden Sie die Vanille-Schote längs mit einem scharfen Messer auf und kratzen es heraus. Das geht mit dem Stiel eines Teelöffels sehr gut. Werfen Sie die Vanille-Schote auf keinen Fall weg, auch wenn Sie laut Rezept momentan keine Verwendung dafür haben sollten – stecken Sie die Vanille-Schote zurück ins Gläschen oder in ein Glas mit Zucker: nach ein paar Tagen haben Sie wunderbaren, nach Vanille schmeckenden Zucker.

Um Milch mit Vanille zu aromatisieren, lassen Sie eine Vanille-Schote rund 10 bis 20 Minuten bis zur gewünschten Geschmacksintensität durchziehen. Aufgekocht mit etwas Stärke ist ein auf diese Weise gekochter Vanille-Pudding ein echtes Geschmackserlebnis. Sie können die Schote anschließend abspülen, abtrocknen und nochmals verwenden. Echte Vanille erkennen Sie übrigens an den kleinen, schwarzen Punkten.

Alternativen zu echter Vanille:
Da echte Vanille sehr teuer ist, gibt es im Handel zum Kochen und Backen auch preiswertes, künstliches Vanillin beispielsweise als Extrakt bzw. Essenz. Wer kein künstliches Vanille verwenden möchte, aber nach preiswerteren Alternativen zu Vanille-Schoten sucht, ist mit Vanille in Form von Pulver aus dem Bio-Laden  gut beraten.