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Zucchini: mediterranes Sommergemüse

Zucchini bringen den Sommer auf den Teller. Man kann Zucchini grillen und sie schmecken in Salat oder Suppe. Tolle Rezepte und Küchentipps.

Zucchini sind kleine Kürbisgewächse – „zucchino“ ist die italienische Verkleinerungsform von „zucca“, dem Kürbis. Es gibt Zucchini von dunkel- bis hellgrün und in Gelb, mit weißen Sprenkeln oder Streifen.

Geziert werden Zucchini von einer Blüte, die hübsch anzusehen und eine Delikatesse ist. Zucchini können riesig werden, jung geerntet schmecken sie mit einer Länge von 15 bis 20 cm jedoch am besten. Riesengroße Exemplare sind schwammig und wässrig, sie schmecken nicht gut. In der Küche sind Zucchini sehr vielfältig und einfach zuzubereiten, sie haben einen zurückhaltenden und süßen Geschmack.

Zucchini gibt es in Grün und Gelb, länglich und rund.

Die gelben Zucchini sind milder und dünnschaliger als grüne, daher eignen sie sich gut als Rohkost. Einfach in Scheiben hobeln und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl abschmecken.

Runde Zucchini schmecken wie die länglichen. Aber durch ihre kugelige Form sind sie ideal zum Füllen (z. B. mit Hackfleisch oder vegetarisch mit Ratatouille) und Gratinieren geeignet.

Zucchini sind in der Küche ein unkompliziertes Gemüse. Vor der Zubereitung muss man sie lediglich kurz waschen und die Enden abschneiden. Zucchini schmecken leicht nussig und lieben Kräuter und Gewürze wie Knoblauch, Rosmarin oder Muskat. Zusammen mit Paprika, Tomaten und Auberginen sind sie Zutat im Gemüseklassiker Ratatouille. Zucchini schmecken außerdem zu Fleisch, Geflügel, Pasta und Fisch sowie roh im Salat. Sie lassen sich gut füllen oder als Gemüsespieß grillen. Als Gemüsebeilage schmecken Zucchini leicht in Butter mit Schalotten angedünstet. Selbst mit Obst verträgt sich das Gemüse: Im Relish (Chutney) sind Zucchini und Melone ein köstliches Duo.

Zucchini lassen sich auf Gemüsespießen gut grillen.

Obwohl es Zucchini mittlerweile fast das ganze Jahr über zu kaufen gibt, ist es dennoch ein klassisches Sommergemüse. In den Handel kommen nur die kleineren Exemplare. Die Zucchini inklusive Stiel sollen fest, frisch und die zarte Haut unverletzt sein. Beschädigte Stellen schimmeln schnell.

Waschen Sie die Zucchini unter fließendem Wasser ab, entfernen den Stiel und schneiden das Gemüse in Scheiben. Zucchini brauchen Sie weder zu schälen noch zu entkernen. Lediglich zum Füllen der Zucchini, beispielsweise mit einer leckeren Hackhüllung, höhlt man Zucchini aus – das Fruchtfleisch können Sie mit unter die Füllung geben. Zucchini sollten erst am Ende der Zubereitung gesalzen werden, damit das Fruchtfleisch nicht zu weich wird.

Im Gemüsefach oder an einem kühlen Ort halten sich Zucchini ca. 5 Tage. Zum Einfrieren sind Zucchini weniger geeignet, nach dem Auftauen sind sie matschig. Tiefgefrorene Zucchini besser noch im gefrorenen Zustand mitgaren. Eine gute Alternative ist das Einlegen von Zucchini in Öl mit Kräutern – gut verschlossen hält sich der Inhalt bis zu einem Jahr. Wenn Zucchini einen bitteren Geschmack haben, sind sie überlagert.

Zucchini mit Blüten.

Zucchiniblüten gelten als besondere Delikatesse und sind in Deutschland nur in gut sortierten Obst- und Gemüsegeschäften erhältlich, am besten auf Bestellung. Weibliche Blüten sind groß und eignen sich sehr gut zum Füllen. Männliche Blüten sind kleiner, man nimmt sie eher zum Ausbacken.

Zucchini sind leicht verdaulich und enthalten Calcium, Eisen, Eiweiß, Jod, Kalium, Kupfer, Magnesium, Vitamin C und A sowie Phosphor, Selen. Zudem sind sie sehr figurfreundlich, denn 100 Gramm enthalten nur 19 Kalorien.

Text: Natalya Gehnich und Tanja Seiffert

Fotos: Janne Peters, Jan-Peter Westermann