Küchenwissen Was tun mit Topinambur?

Viel zu lange geriet Topinambur in Vergessenheit, dabei hat die kleine violette Erdartischocke so viel zu bieten. Ihr köstlich nussiger Geschmack punktet in cremigen Suppen, als feines Püree oder frittiert als knusprige Chips. Wir haben tolle Rezepte und eine kleine Warenkunde.
Topinambur Aufmacher
In diesem Artikel
Topinambur: Zubereitungstipps und Rezepte
Topinambur kaufen & aufbewahren
Topinambur: Herkunft
Topinambur als Diabetiker-Kartoffel

Topinambur: Zubereitungstipps und Rezepte

Topinambur ist pflegeleicht in der Zubereitung und somit im Nu bereit zum Weiterverarbeiten. Und so geht´s:

  • Gründlich und mit viel kaltem Wasser von Erdresten befreien. Dafür eventuell zusätzlich eine Gemüsebürste verwenden.
  • Mit einem Sparschäler die Schale der Knolle entfernen, danach würfeln, in Scheiben schneiden oder raspeln.
  • Wie Kartoffeln zubereitet schmeckt Topinambur wunderbar als Beilage zu Fisch oder Fleisch – zum Beispiel als Rösti oder Püree.
  • Der nussige Geschmack von Topinambur kommt besonders gebraten in Kombination mit etwas Butter oder Öl gut zur Geltung.

Tipp: Richten Sie die Zubereitung nach der Knollengröße: Kleine Knollen sind saftiger, aromatischer und können problemlos roh verzehrt werden. Sie schmecken toll in knackigen Salaten. Große Knollen eignen sich hervorragend für Suppen oder Pürees.

Topinambur kaufen & aufbewahren

Topinambur hat eine sehr dünne Schale und trocknet beim Transportieren und Lagern schnell aus. Daher sollte man Topinambur nach dem Einkauf am besten gleich weiterverarbeiten beziehungsweise erst ernten, wenn man ihn verwenden möchte. Frisch geschält verfärbt sich das Fruchtfleisch relativ schnell.
Wer die Knollen doch lagern muss, sollte sie ungewaschen im Kühlschrank aufbewahren. Im Gemüsefach halten sie sich etwa eine Woche. Wer Topinambur einfrieren möchte, sollte ihn schälen und in kochendem Salzwasser blanchieren. Im Gefrierschrank hält er sich bis zu einem Jahr.

Topinambur: Herkunft

Topinambur ist aus der Familie der Sonnenblumengewächse und wurde vermutlich in Nordamerika entdeckt, aber schon ab Mitte des 17. Jahrhunderts in Deutschland angebaut. Ähnlich wie bei Kartoffeln bilden sich an den Wurzeln jeweils zwei bis drei Dutzend kleine bis mittelgroße Knollen.
Bis zur Entdeckung der Kartoffel galt der ballaststoffreiche Topinambur als sättigendes Grundnahrungsmittel. Dann geriet die Knolle etwas in Vergessenheit und fristete lange ein Schattendasein. Glücklicherweise ergattert sich Topinambur wieder einen Platz auf der Speisekarte und erfreut unsere Gaumen mit ihrem süßlich-nussigen Aroma.
Besonders toll: Die Saison von Topinambur geht von Oktober bis Mai. Erhätlich ist sie dann bei gut sortierten Supermärkten.

Topinambur als Diabetiker-Kartoffel

Kleine Powerknolle ganz groß: Mit nur 30 kcal pro 100 g ist Topinambur kalorienarm, sein Fettgehalt ebenfalls gering. Die Knolle strotzt nur so vor Kalium, Eisen, Magnesium und Vitaminen. Ihr Gehalt an Inulin anstelle von Stärke macht sie zum geeigneten Kartoffelersatz für Diabetiker - deshalb ist sie auch als Diabetiker-Kartoffel bekannt.

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