Schoko-Spezial Entdecken Sie die süße Seite des Lebens

Kakao - Götterspeise aus dem Regenwald

Kakao trägt den botanischen Namen "Theobroma cacao", was übersetzt etwa soviel bedeutet wie "Götterspeise". Die Heimat des Kakaobaums ist der tropische Regenwald am Amazonas. Winzige Insekten sorgen für die Befruchtung der Blüten. Affen nagen die Kakaofrüchte an und verbreiten so die fett- und eiweißreichen Samen, die den Grundstoff für unsere Schokolade liefern.

Schokolade - ein Genuss mit Geschichte

Bereits vor mehr als 3000 Jahren baute das Volk der Olmeken im Tiefland Mexikos die ersten Kakaopflanzen "kakawa" an. Auch bei den Maya spielte - rund 600 Jahre später - der Kakao eine ganz besondere Rolle: Sie bereiteten aus ihm ein mit Chili gewürztes Gebräu zu. Montezuma, der letzte König der Azteken, soll täglich mehr als 50 Tassen des schaumigen Wassers namens "cacahuatl" getrunken haben. In seinen Schatzkammern lagerten etwa 1 Milliarde Kakaobohnen.

Alexander von Humboldt (1769 bis 1859):
"Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollsten Nährstoffe auf einem so kleinen Raum zusammengedrängt wie gerade bei der Kakaobohne."

Schokolade für jederman

Um 1530 brachte der spanische Eroberer Hernando Cortez die Kakaobohne nach Europa. Durch den Zusatz von Zucker bzw. Honig wurde das ursprünglich bittere Kakaogetränk ab dem 17. Jahrhundert zur beliebten Köstlichkeit. Die erste Tafeschokolade wurde im Jahr 1847 hergestellt und war zunächst nur in Apotheken erhältlich: Vermischt mit allen möglichen Ingredienzen, wie z.B. Quecksilber, galt sie als Medizin. 1879 experimentierte der Schweizer Fabrikant Daniel Peter mit Kondensmilch und Schokolade - heraus kam die erste Vollmilchschokolade.

Was macht eine "gute" Schokolade aus?

Für eine gute Schokolade werden nur beste Zutaten verwendet, das fängt schon bei der Kakaobohne an. Das besonders feine Aroma und den zarten Schmelz erhält gute Schokolade aber erst durch langes und sorgfältiges "conchieren": In den Conchen wird die Kakaomasse stunden- bzw. tagelang bei circa 90°C gerieben, gedreht, gewendet und gelüftet. Das Resultat ist bestechend: Die Schokolade zergeht sprichwörtlich auf der Zunge. Erfunden hat dieses Verfahren 1879 Rodolphe Lindt, der Vater der gleichnamigen Schokolade.

Die Mischung macht's

Schokolade ist mit satten 550 Kalorien pro 100 Gramm ein klarer Angriff auf die Hüften: 100 Gramm enthalten ca. 50g Zucker und 40g Fett, die restlichen 10g sind Aromastoffe. Das macht sie zu einem perfekten Energielieferanten, z.B. beim Sport. Aber das eigentliche Geheimnis der Schokolade liegt in ihrem Rohstoff, der Kakaobohne: Bitterschokolade enthält im Gegensatz zu Vollmilchschokolade viermal soviel Kakaomasse (48g), weiße Schokolade verzichtet dagegen gänzlich auf Kakao und enthält lediglich Kakaobutter. Vanillin sorgt für ein besonders feines Aroma, Lecithin fungiert als Emulgator und macht die Schokolade fließfähiger.

Schokolade ist gesund!

Schokolade enthält - wie auch Rotwein und grüner Tee - bestimmte Gerbstoffe, sogenannte Polyphenole. Je dunkler eine Schokolade ist, desto mehr Gerbstoffe enthält sie und desto gesünder ist sie. Denn diese Gerbstoffe fangen aggressive Radikale ab und können so einem Herzinfarkt oder Krebs vorbeugen. Zusätzlich wirken sie sich positiv auf die kritischen Blutfette aus und können einer chronischen Gefäßver-
engung (Arteriosklerose) entgegen wirken. Und nicht zu vergessen: Schokolade liefert in geringen Mengen Vitamine und Spurenelemente wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen, Vitamin B1 und B2, Niacin und die Aminosäure Theobromin.

Macht Schokolade süchtig?

Von echter Sucht kann laut Medizinern keine Rede sein: Die glücklich machenden Inhaltsstoffe der Schokolade - in erster Linie das Serotonin - sind nur in sehr geringen Dosen enthalten. Für einen richtigen Rausch wären wohl um die zwanzig Kilo Schokolade nötig. Aber allen diesen Erkenntnissen zum Trotz: wer kennt sie nicht, die Sucht nach dem zarten Schokoladenschmelz, der auf der Zunge zergeht. Kein Wunder also, dass jeder Deutsche im Durchschnitt rund 10 Kilo pro Jahr von der süßen Köstlichkeit nascht - damit sind wir Spitzenreiter in Sachen Schokolade, zusammen mit Österreich, der Schweiz und Belgien.