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Nulldiät macht dünn

Nur trinken, nichts essen. Das hört sich generell nicht gerade nach Genuss an und ist vor allem nicht der geeignete Weg, um dauerhaft Gewicht zu reduzieren. Die Gefahren der Nulldiät: Vor allem Eiweiß aus den Muskeln wird abgebaut, nicht das ungeliebte Fett. Außerdem fährt der Körper seinen Grundumsatz runter, schaltet quasi auf Sparflamme. Das bedeutet Stress für den Körper, und nach dem Fasten nimmt man außerdem unweigerlich wieder zu.

Fettverzicht macht dünn

Auf Dauer macht totaler Fettverzicht vor allem krank! Denn Fett ist lebensnotwendig: Es schützt unsere Organe vor Verletzungen, ist eine wichtige Energiequelle und sorgt dafür, dass unser Körper Vitamine wie A, D und E überhaupt aufnehmen kann. Ein kompletter Verzicht auf Fett ist also ungesund. Und: Alle überschüssigen Nahrungskalorien werden im Körper in Fett umgewandelt, ein reiner Fettverzicht bei der Ernährung wird das Problem nicht lösen.

Ohne Fett schmeckt's nicht

Auf den Salat kommt ein Dressing mit viel Öl, in der Pfanne schwimmt das Fleisch im Bratfett: Pro Tag nimmt jeder Deutsche derzeit etwa 130 Gramm Fett zu sich - die Hälfte wäre okay. Hauptargument der Fett-Liebhaber: Ohne Fett als Geschmacksträger schmeckt es nicht so gut. Dabei bringen frische Kräuter und ein Löffelchen Senf dem Salat deutlich mehr Aroma, und das Fleisch wird in einer beschichteten Pfanne mit wenig Fett mindestens genauso lecker!

Abends essen macht dick

Nicht wann wir essen ist entscheidend, sondern was und wie viel. Einzig die Menge der Kalorien, die wir über den Tag verteilt zu uns nehmen, bringt Kilos auf die Hüften - die genaue Tageszeit der Kalorienzufuhr spielt keine nennenswerte Rolle. Allerdings tun wir unserer Verdauung keinen großen Gefallen, wenn wir sie abends mit Schwerverdaulichem wie Fleisch oder Hülsenfrüchten belasten. Das kann der Bauch in der Nacht nicht verarbeiten, unser Schlaf wird unruhig, am nächsten Morgen fühlen wir uns aufgedunsen.

In 5 Tagen zur Wunschfigur

Crash-Diäten mögen kurzfristig die Anzeige auf der Waage verändern, einen langfristigen Erfolg bringen sie aber nicht. Der gefürchtete JoJo-Effekt schlägt zu: Nach der Phase des Verzichts nehmen wir zu. Oft wiegen wir später sogar mehr als vor der Diät: Unser Körper legt Energiereserven an, falls eine erneute Hungerstrecke kommen sollte. Und: Nach einer Diät gönnen wir uns oft besonders viel von dem, worauf wir verzichten mussten. Besondere Vorsicht gilt bei Diät-Pillen: Sie haben oft erhebliche Nebenwirkungen!

Obst- und Fruchtsäfte gehen immer

Natürlich sind Säfte durchaus gesund, sie können sogar eine Tagesration Obst oder Gemüse ersetzen. Aber: Säfte enthalten neben Vitaminen auch viel Zucker. So bringt es ein kleines Glas (200 ml) Apfelsaft leicht auf 100 Kalorien, Aprikosen-Nektar oder Multivitamin-Drink kommen sogar auf 140 Kalorien pro Glas. Daher ist ein Glas Saft im täglichen Ernährungsplan eher als Snack zu berechnen und sollte keinesfalls als Durstlöscher gesehen werden.

Es geht auch ohne Sport

Wir müssen es uns wohl eingestehen: Ohne Sport wird das Abnehmen langfristig kaum von Erfolg gekrönt sein. Durch bewusste Ernährung lässt sich zwar Gewicht reduzieren, aber die Gefahr des Muskelabbaus ist bei Diäten und Ernährungsumstellung immer gegeben. Nur durch Sport lässt sich das vermeiden. Und: Muskeln sind wichtig, um Fett zu verbrennen und den Energiebedarf des Körpers zu erhöhen. Noch ein Hinweis: Zu Beginn zeigt die Waage womöglich sogar mehr an, weil Muskeln schwerer sind als Fett.

Kartoffeln machen dick

Kohlehydrate haben es seit einiger Zeit schwer: Stars wie Heidi Klum haben ihnen den Kampf angesagt. Zahlreiche Diätformen stürzen sich auf die Kohlehydrate: Bei der Low-Carb-Diät werden sie reduziert, bei der Atkins-Diät komplett gemieden. Dabei liefern Kartoffeln, Nudeln und Vollkornbrot mit ihren Kohlehydraten schnelle Energie und machen lange satt. Außerdem stecken gerade in Kartoffeln wichtige Vitalstoffe, die unser Körper dringend braucht.

Lightprodukte machen schlank

Lightprodukte schießen wie Pilze aus dem Boden: Joghurt, Käse, Wurst, sogar Pommes und Schokoküsse gibt es mittlerweile in der leichten Version. Die Produkte versprechen Genuss ohne Reue, verleiten damit aber leider zum Mehr-Essen. Verwendete Zuckerersatzstoffe stehen außerdem im Verdacht, für Verdauungsprobleme zu sorgen. Extra-Hinweis zu "Diät-Produkten": Sie sind nicht kalorienreduziert, sondern speziell auf Diabetiker zugeschnitten.

FDH ist die beste Diät

Klingt nicht gerade charmant, aber einfach umzusetzen: "Friss die Hälfte". Der scheinbare Vorteil ist dann auch schon direkt der größte Nachteil: Es findet keine wirkliche Ernährungsumstellung statt! Pizza, Pommes, Torte - alles bleibt weiterhin erlaubt, wird eben nur reduziert. Bleibt man konsequent beim Halbieren, ist das an anderer Stelle ungesund: Obst und Gemüse liefern wichtige Vitalstoffe und sollten keinesfalls reduziert werden.