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Tee: Sorten, Rezepte & Tipps

Tee ist neben Wasser das Getränk, das weltweit am häufigsten getrunken wird. Tee ist Durstlöscher, Nationalgetränk und Medizin. Der Genuss von Tee hat in vielen Ländern eine jahrtausende alte Tradition. Wir geben einen Überblick: Sorten, Zubereitung und Rezepte.

Mythen und Geschichten ranken sich um die Geburtsstunde von Tee als Getränk. Eine Legende berichtet von einem Zufall: Der chinesische Kaiser Chên Nung soll sich unter einem Strauch eine Schale abgekochtes Wasser gegönnt haben. Vom Strauch fielen ein paar Blätter in die Tasse und sorgten für Farbe, Duft und Geschmack. Von diesem Moment an wollte der Kaiser nichts anderes mehr trinken.

Ziemlich sicher kann man sagen, dass Tee tatsächlich aus China kommt. Rund 400 Jahre v. Chr. boten die Chinesen ihren Gästen Tee als Getränk an, vorher war der Tee hauptsächlich als Medizin eingesetzt worden. Nach und nach eroberte der Tee die Welt: Japan, Sri Lanka, arabische Länder und schließlich im 17. Jahrhundert auch Europa.

Selbst gemacht: wärmender, gesunder Detox-Tee.

Detox-Tee selber machen

Es braucht weder viel Zeit noch viel Geld, um einen gesunden, wärmenden Detox-Tee selber zu machen. Mit Zitronengras, Ingwer, Zitrone, Jasmin-Grüntee und etwas Honig gelingt der Tee zum Relaxen und Aufwärmen an kühlen Tagen ganz leicht.

Das Rezept, fertig in 10 Minuten: Detox-Tee

Tee: charmante Deko zum Selbermachen

Für die gemütliche Pause mit Tee kann man hübsche Accessoires selber machen. Wir haben drei Ideen: gestrickter Teekannenwärmer, Deko-Symbole für den traditionellen Tee um fünf Uhr sowie niedliche Hüllen für lose Teebeutel.

Selbst gemacht: Hüllen aus Transparentpapier für Teebeutel.

So wird die Hülle für den Tee gemacht: Übertragen Sie unsere Vorlage (Originalgröße) auf Transparentpapier. Dann schneiden Sie die Form aus und falten Sie zum Täschen für den Tee. Jede Hülle können Sie nach Herzenlust weiter verzieren: mit Stempeln, Gemaltem oder einem lieben Gruß. Nun nur noch die Seiten mit einem Tupfer Klebstoff oder einem Streifen Masking Tape fixieren, mit einem Cutter einen Schlitz für den Verschluss schneiden und den Teebeutel in das Täschchen stecken.

Schablone zum Downloaden: Vorlage für die Teebeutel-Hülle (PDF)
Transparentpapier gibt es zum Beispiel bei: Idee

Teekannen-Wärmer und Tea-Time-Deko zum Selbermachen.

So werden der gestrickte Kannenwärmer und die Deko-Symbole gemacht: Die gemütliche Pause mit Tee wird mit unseren Ideen noch schicker! Aus dicker Wolle stricken wir einen Wärmer für die Teekanne, und aus Papier machen wir Tischsets, die das Motto “Fünf-Uhr-Tee” hübsch unterstreichen.

Die genauen Anleitungen: Teekannenwärmer & Tea-Time-Deko

Tee: die wichtigsten Sorten und Zubereitungsarten

Tee wird meist aus den Blättern des Teestrauchs gewonnen. Die weitere Verarbeitung bestimmt über Geschmack und Aussehen. Daneben gibt es Tee aus Früchten, Kräutern und aus den Zweigen des Rotbuschstrauchs. Unzählige Mischungen und aromatisierte Sorten sind im Handel. Wir stellen die wichtigten Sorten für Tee vor.

Grüntee
Diesem Tee werden wahre Zauberkräfte für unsere Gesundheit nachgesagt. Er soll das Risiko für Karies mindern ebenso wie das für Herz-Kreislauferkrankungen, und sogar auf bestimmte Krebsarten soll sich der Genuss von reichlich grünem Tee positiv auswirken.
Grüntee wird nicht fermentiert, die Blätter werden nur kurz über kochendem Wasser geröstet und dann getrocknet. So bleiben die grüne Farbe und die gesunden Inhaltsstoffe im Tee erhalten.
Grüner Tee sollte nicht mit kochendem Wasser gemacht werden, da sonst Inhaltsstoffe  und Aroma beeinträchtigt werden. Das abgekochte Wasser sollte vor dem Aufgießen ein paar Minuten abkühlen, optimal ist eine Wassertemperatur von 75 Grad. Die Ziehzeit für grünen Tee dauert maximal 3 Minuten. In Asien wird der erste Aufguss übrigens meist weggeschüttet. Erst beim direkt anschließenden zweiten Aufguss soll sich das Aroma voll entfalten.
Da grüner Tee gerade Tee-Einsteigern oft zu herb schmeckt, gibt es im Handel grünen Tee, der aromatisiert wurde. Hierzu zählt auch der bekannte Jasmintee, bei dem grüner Tee durch Jasminblüten ein lieblich-blumiges Aroma bekommt.

Schwarzer Tee und grüner Tee

Schwarztee
Für schwarzen Tee werden die Blätter nach dem Pflücken gerollt. Dadurch werden die Zellwände zerstört, die Blätter färben sich durch die Reaktion mit Sauerstoff rotbraun bis schwarz. Diesen Vorgang nennt man Fermentation. Anschließend werden die Blätter getrocknet. Je nach Herkunft unterscheidet man den schwarzen Tee: Bekannte Sorten sind Darjeeling, Assam, Ceylon oder Java. Häufig werden auch verschiedene Schwarztees miteinander gemischt – so entsteht unter anderem auch die kräftige Ostfriesenteemischung.
Schwarzer Tee wird mit kochendem Wasser übergossen und rund 3 bis 5 Minuten ziehen gelassen. Ganz nach Geschmack, Land und Gelegenheit wird der Tee dann mit Kandis, Zitrone, Sahne oder Rum verfeinert. Auch schwarzen Tee gibt es in zahlreichen aromatisierten Varianten – von fruchtig über schokoladig bis nussig.

Weißer Tee
Er gilt als einer der edelsten Tees der Welt. Seinen Namen verdankt der Tee dem silbrig-weißen Flaum, der die Teeknospe umgibt. Bei der Herstellung werden nur die besten, noch ungeöffneten Blattknospen verwendet. Die Pflückung erfolgt in vorsichtiger Handarbeit, am frühen Morgen im Frühling. Diese werden nur ganz leicht fermentiert und auf natürliche Weise getrocknet – ohne Dämpfen oder Rösten. Durch diese schonende Zubereitung bekommt der weiße Tee seine helle Farbe in der Tasse und den milden, zarten Geschmack. Auch der weiße Tee sollte – wie der grüne Tee – nur mit rund 70 bis 80 Grad heißem Wasser aufgegossen werden, da er sonst seinen hohen Gehalt an Antioxidantien einbüßt. Weißen Tee kann man auch wie grünen Tee bis zu vier Mal aufgießen.

Oolong Tee
Der chinesische Tee hat bei uns erst in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Oolong Tee ist halbfermentiert, die Fermentation erfolgt auf natürlichem Weg: Die gepflückten Blätter werden in Körbe gegeben, der austretende Saft der Blätter oxidiert. Aufgrund seiner Halb-Fermentation liegt der Oolong Tee sowohl geschmacklich als auch in Sachen Koffeingehalt genau zwischen grünem und schwarzem Tee. Oolong Tee sollte mit etwa 80 bis 90 Grad heißem Wasser aufgegossen werden und maximal 3 Minuten ziehen. Auch Oolong Tee kann mehrmals aufgegossen werden.

Tee vom Rotbuschstrauch sowie aus Kräutern oder Früchten

Rooibostee
Dieser Tee ist eigentlich gar kein echter Tee, denn er wird nicht aus den Blättern des Teestrauchs, sondern aus den Zweigen des Rotbuschstrauches gewonnen. Rooibos kommt aus Afrika, wird fermentiert und erhält so seine rötliche Farbe. Im Gegensatz zu grünem oder schwarzem Tee enthät Rooibos kein Koffein und keine Gerbstoffe, dafür aber einige Mineralien und Vitamine.

Tee aus Kräutern oder Früchten
Zuerst fallen uns die großen Klassiker ein: Pfefferminztee, Kamillentee und Hagebuttentee. In allen Fällen ist auch hier die Bezeichnung Tee irreführend: Grundlage sind nicht die Blätter der Teepflanze. Beim Früchtetee spielen getrocknete Früchte die Hauptrolle, beim Kräutertee sind es getrocknete Kräuter. Tee aus Pflanzen wird häufig als Heilmittel eingesetzt: Tee aus Pfefferminze, Kamille oder Fenchel helfen bei Magen-Darmbeschwerden, Tee aus Melisse beruhigt, Tee aus Salbei wird häufig bei Erkältungskrankheiten eingesetzt und aufgebrühte Brennnesseln helfen unter anderem gegen Blasenentzündungen. Auch äußerlich kann Tee angewendet werden: Kamille zum Beispiel als Spülung für blondes Haar, Hagebutte lindert kleinere Wunden und Insektenstiche, schwarzer oder grüner Tee als Teebeutel-Auflage stärkt die Haut rund um die Augen.
Tee aus Kräutern oder Früchten muss häufig recht lange ziehen, rund 10 Minuten sind die Regel. Heiltee soll oft auch zugedeckt ziehen: Er enthält ätherische Öle, die so in der Tasse bleiben. Geschmack und Wirkung bleiben erhalten.

Tee: kleines Lexikon – Fragen und Antworten

Schmeckt loser Tee besser als der im Teebeutel?
Das ist ein Vorurteil. Sogar Spezialitisten für Tee haben bei Blindverkostungen keinen Geschmacksunterschied feststellen können. Loser Tee besteht aus ganzen sowie grob zerbrochenen Blättern, der Tee im Beutel aus kleineren Blattteilen. Der Tee stammt häufig aus der gleichen Pflückung, aber aus unterschiedlichen Siebungen.

Was bedeutet “First Flush”?
Dieser Tee ist der erste, der nach der Winterpause gepflückt wird. Er schmeckt häufig leichter und blumiger als der Tee aus den späteren Pflückungen. Den kräftigeren Tee, der in den Sommermonaten gepflückt wird, kennzeichnet man mit dem Zusatz “Second Flush”.

Was sind “Blends”?
Das sind Mischungen aus verschiedenen Teesorten. Bei dem Tee, den wir kaufen, handelt es sich recht häufig um diese Mischungen – so kann immer die gleiche Qualität des Tees produziert und garantiert werden.

Was ist”Flugtee”?
Flugtee wird frisch aus der Anbauregion, kurz nach dem Pflücken eingeflogen. Besonders hochwertige Tees, bei denen die Frische für das Aroma entscheidend ist, kommen so besonders schnell in den Handel. Wie der Tee mit der Bezeichnung “First Flush” ist auch der Flugtee teurer als herkömmlicher Tee: pro hundert Gramm ab etwa 10 Euro.

Enthält Tee weniger Koffein als Kaffee?
Grüner und schwarzer Tee können – je nach Sorte – bis zu 4 Prozent Koffein (früher auch Tein/Thein genannt) enthalten. Damit liegen Tee und Kaffee in Sachen Koffein ungefähr gleich auf. Der Körper nimmt das Koffein aus dem Tee jedoch langsamer auf als das aus dem Kaffee, die aufmunternde Wirkung hält länger. Mit der Ziehzeit kann man den Koffeingehalt des Tees außerdem beeinflussen: Zieht der Tee länger als 5 Minuten werden mehr Gerbsäuren freigesetzt, die die Wirkung des Koffeins vermindern.

Tee aufbrühen

Wie und wie lange sollte man Tee aufbewahren?
Es gilt die einfache Formel: dunkel, kühl und aromafest. Letzteres bedeutet, dass Teedosen zwar schön sind, auf Dauer aber sehr viel Aroma durchlassen. Besser sind gut verschlossene Teetüten. Aroma ist ohnehin ein wichtiges Stichwort: Sie sollten darauf achten, dass der Tee weder Geschmack und Geruch von mitgelagerten Lebensmitteln aufnehmen kann, noch dass er sie selbst weitergibt. Tee aus Pfefferminze oder fenchel duftet zum Beispiel sehr stark und verändert den Geschmack von Knäckebrot, Müsli oder anderem Tee.

Woher kommt der Film auf dem Tee?
Den Film nennt man auch Teestein oder Teehaut. Er entsteht auf dem Tee, wenn das verwendete Wasser recht kalkhaltig ist. Generell empfiehlt sich weiches Wasser für das Aufbrühen von Tee. Mineralwasser eignet sich nicht, da die Mineralien im Wasser den Geschmack des Tees beeinträchtigen können.

Sehr dekorativ: Tee-Rose

Was ist eine Tee-Rose?
Die chinesischen Tee-Rosen, auch Tee-Blume oder Erblüh-Tee genannt, sind ein dekoratives Bündel aus Blattspitzen des Teestrauches, die zu einer Rosette gebunden werden. Für Tee-Rosen werden in der Hauptsache grüner oder weißer Tee verwendet, auch essbare Blüten wie Jasmin oder Ringelblume können in den handgefertigten Tee-Bündeln stecken. Tee-Rosen sind ein schönes Geschenk: Übergießt man sie mit abgekochtem Wasser entfalten sie sich zu einer wunderschönen Blüte.

Tee: So wird er in der Welt getrunken

Tee in Japan

Geheimnisvoll und feierlich ist die Tee-Zeremonie in Japan. In speziellen Teehäusern wird der Tee regelrecht zelebriert. Zum Einsatz kommen keine Teeblätter sondern feiner Tee in Pulverform. Verschiedene Utensilien werden gebraucht – unter anderem eine Teeschale, eine Dose mit dem pulverisierten Tee sowie ein kleiner Bambusbesen zum Anrühren und Aufschlagen des Tees. Der Tee leuchtet schließlich in kräftigem Grün, ist leicht schaumig und wird in der Schale als erstes dem Ehrengast der Zeremonie überreicht. Dieser dreht die Schale dreimal in seiner hand, trinkt dann drei Schlucke, wischt die Schale mit einem Tuch sauber und reicht sie seinem Sitznachbarn. So bekommt jeder Gast nach und nach den Tee gereicht. Die Handgriffe und der Ablauf der Zeremonie sind immer gleich, die Teehäuser sind minimalistisch eingerichtet, damit sich der Gast einzig und allein auf den Tee konzentrieren kann.

Tee in Ostfriesland

In Deutschland ist besonders Ostfriesland eine Hochburg für Tee. Die liebevoll gedeckte Tafel für den Tee sieht so aus: ein Stövchen mit Kerze, eine dickbauchige Kanne, zarte Teetassen, Sahnekännchen sowie Töpfchen und Zange für den Kandis – Letztere werden Kluntjepott und Kluntjezange genannt. Der Tee selbst ist die typische starke, schwarze Ostfriesenteemischung. Auch in Ostfriesland spricht man gerne von einer Zeremonie, deren Ablauf vor allem gemütlich und entspannend sein soll: Zunächst kommt ein dickes Kandisstück in die flache, dünnwandige Tasse. Der Tee zieht mindestens fünf Minuten und kommt dann in die Tasse. Der Kandis knackt und knistert leise. Am Rand der Tasse wird mit dem “Rohm-Lepel”, dem Sahnelöffel vorsichtig die Sahne in die Tasse gegeben. Ein hübsche Wolke entsteht, keinesfalls wird umgerührt! Denn, so sagen die Ostfriesen, der Genuss vom Tee zeigt quasi alle Facetten des Lebens: sanft, bitter und zuckersüß.

Tee und Scones in England

Legendär ist auch der 5 o’clock Tea aus England. Er war und ist ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis, der Fünf-Uhr-Tee ist den Engländern heilig und blickt auf eine 200 Jahre alte Tradition zurück. Aufgebrüht wird schwarzer Tee – und zwar ein Löffel pro Tasse und einer für die Kanne. Der so entstandende aromatische, sehr starke Tee kommt aus der Kanne in die Tasse und trifft dort mit Vorliebe auf warme, fetthaltige Milch und reichlich Zucker. Wichtig ist dabei das “m.i.f.”-Prinzip. Milk-in-first heißt, dass zuerst die Milch und danach der Tee in die Tasse gegeben wird. Neben dem traditionsreichen Fünf-Uhr-Tee trinken die Briten aber auch zu fast jeder anderen Tageszeit gerne ein Tässchen Tee: zum Frühstück, nach dem Lunch und zum Abendessen. Zum Tee werden gerne Sandwiches, Scones und Törtchen gegessen.

Tee in Russland

In Russland gibt es für die Zubereitung von Tee ein spezielles Gefäß, den Samowar. Er ist ein großer, oft schön verzierter Wasserkocher mit Hahn. Der Tee selbst wird in einer kleinen Kanne gebrüht – meist aus großen Mengen von schwarzem Tee mit wenig Wasser, so entsteht ein regelrechtes Konzentrat. Die Kanne mit dem Konzentrat steht oft oben auf dem Samowar. Zum Trinken wird der kräftige Sud aus Tee mit dem heißen Wasser aus dem Samowar verdünnt. Diese Vorgehensweise kennt man auch in der Türkei. In den Tee gibt man in Russland je nach Geschmack Zitrone, Zimt oder kandierte Früchte und manchmal auch Milch. Beim Süßen gibt es eine Besonderheit: Teetrinker nehmen ein Stückchen Zucker oder einen Löffel Marmelade in den Mund und nehmen dazu einen Schluck Tee in den Mund. Anfänger können die Marmelade auch in den Tee geben. Der Tee wird übrigens traditionell nicht aus Tassen sondern aus hohen Gläsern getrunken, die gerne auch in hübschen Metallhalterungen stehen.