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Aubergine: vielseitig & lecker

Aubergine Sie ist köstlich als Moussaka und Püree: die Aubergine. Anregungen aus der mediterranen Küche und raffinierte Rezepte rund um die Aubergine finden Sie bei uns.

Aubergine: Anbau und Saison

Die Aubergine – Melanzane wird sie in Österreich und Italien genannt – wächst im Freiland hauptsächlich in wärmeren Gebieten. Bei uns wird sie ausschließlich in Gewächshäusern angebaut.

Die heimische Aubergine aus dem Gewächshaus ist überwiegend rundoval mit glatter Oberfläche und einer Violettfärbung. Das weißliche bis cremefarbene Fruchtfleisch der Aubergine enthält zahlreiche kleine essbare Kerne. Ihr Geschmack ist mild und und doch ein wenig pikant-bitter. Damit passt die Aubergine ideal zu anderen Sommergemüsesorten wie Paprika oder Zucchini.

Die Artenvielfalt der Aubergine ist sehr groß, wir kennen häufig nur die dunkelviolette, längliche Aubergine. Schauen wir über die Märkte dieser Welt entdecken wir auch weiße, rosafarbene, grüne, gelbe und schwarze Auberginen. Manche sind einfarbig, andere gestreift. Sie können lang oder rund sein oder auch aussehen wie ein Korkenzieher. Ein besonders intensives Aroma hat die kleine, runde, dunkelviolette Sorte „Black Dwarf“. Sie lässt sich besonders gut füllen und in warmen Gefilden sogar daheim als Kübelpflanze halten.

Rezepte mit Aubergine

Aubergine zubereiten – braten, grillen und kochen

Der wichtigste Hinweis zuerst: Die Aubergine keinesfalls roh essen, da sie Bitterstoffe wie Alkaloid Solanin enthält. Dadurch kann es zu Magen- und Darmbeschwerden oder Übelkeit kommen.

Aubergine salzen oder nicht salzen – das ist die große Frage vor der Zubereitung. Das Salzen entzieht der Aubergine die Bitterstoffe und das Wasser. Dafür die Aubergine in die gewünscht Form wie etwa Scheiben oder Stifte schneiden und mit Salz bestreuen. Etwa 30 Minuten ziehen lassen. Dann das ausgetretene Wasser abschütten und das Salz mit einem Pinsel oder Tuch entfernen. Das vorherige Salzen empfiehlt sich besonders dann, wenn Sie die Aubergine solo braten wollen. Sie schmeckt dann milder, wird weicher und braucht zum Braten nicht so viel Fett. Für Gerichte, in der die Aubergine gekocht wird, wie zum Beispiel Ratatouille, können Sie den Salz-Schritt auch auslassen.
Außerdem sind mittlerweile Sorten gezüchtet worden, die weniger Bitterstoffe enthalten – fragen Sie beim Kauf nach. Bei milden Auberginen kann das vorherige Salzen auch entfallen.

Tipp: Sie sollten die Aubergine immer mit Schale verarbeiten, damit die Vitamine, Mineralstoffe und das Aroma erhalten bleiben. Aber bitte die Aubergine vorher immer gründlich waschen!

Aubergine Rezept

Die klassische Moussaka lässt sich wunderbar auch vegetarisch zubereiten.

Es gibt viele und leckere Zubereitungsmöglichkeiten für die Aubergine: ob gegrillt oder gebraten, geschmort oder gedünstet, gefüllt oder in Aufläufen und Eintöpfen.
Im Orient wird sie als Vorspeise in Form von Püree oder Paste gereicht. In Griechenland findet die Aubergine zum Beispiel im Moussaka, einem Auflauf mit Gemüse und Hackfleisch, Verwendung. Und im Sommer lässt sich die Aubergine wunderbar grillen!

Aubergine: Kauf und Lagerung

Lange Langerung nach dem Kauf mag die Aubergine nicht, im Kühlschrank wird die Schale schnell fleckig, und das Fruchtfleisch verfärbt sich bräunlich. Sie reagiert besonders empfindlich auf Ethylengas, das von anderen reifenden Früchten und Gemüsesorten abgegeben wird. Unser Tipp: Aubergine separat aufbewahren und nicht länger als etwa eine Woche im Kühlschrank aufbewahren, angeschnittene Auberginen innerhalb der nächsten 2 bis 3 Tage verbrauchen.

Angeboten wird die Aubergine rund ums Jahr, Saison hat die hiesige Aubergine von Juli bis Oktober. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Aubergine eine unbeschädigte Schale hat, frisch und sauber aussieht und frei von Feuchtigkeit und fremden Gerüchen ist. Ist die Aubergine überreif verfärbt sie sich ins Gelblich-Bräunliche. Auberginen, die noch sehr hart und unreif sind, können zu Hause ein wenig nachreifen bevor sie zubereitet werden.

Auberginen

Hübsches Kleid, delikates Inneres: Das ist die Aubergine!

Aubergine: Nährwerte und Kalorien

Der größte Bestandteil der Aubergine ist Wasser, über 90 Prozent! Deswegen hat die Aubergine auch kaum Kalorien – eine kleine Aubergine enthält gerade mal rund 20 Kalorien.

Die Aubergine liefert die Mineralstoffe Calcium und Eisen sowie Vitamin B und C. Außerdem werden der Aubergine heilende Kräfte nachgesagt: Sie soll bei Rheuma, Ischias und Nierenleiden helfen. Auch den Cholesterinspiegel im Blut soll die Aubergine senken, und sie gilt als ideale Kost für Diabetiker.

Aubergine: Wissenswertes

Schöne Blüte der Aubergine. Foto: Shizhao

Die Aubergine zählt zu den Nachtschattengewächsen. Sie wächst an großblättrigen Pflanzen, die neben der Aubergine auch wunderschöne, kelchförmige, violett-grüne Blüten zu bieten haben.

Nach Europa kam die Aubergine um 1400 über die arabischen Länder nach Spanien. Heute wird sie hauptsächlich in Ländern wie Italien, Spanien, Ägypten oder der Türkei angebaut. Die Aubergine braucht Sonne und Wärme – schon bei Temperaturen unter 15 Grad hört sie auf zu wachsen.


Text: Saskia Menzyk