Sie ist köstlich als Moussaka und ein Sommertraum als Püree: Die Aubergine bietet viele Möglichkeiten. Anregungen aus der mediterranen Küche und raffinierte Rezepte finden sie bei uns.
Eierfrucht, Eierpflaume, Spanische Eier – die Aubergine hat viele Namen. Melanzane wird sie in Österreich und Italien genannt. Die Aubergine wächst im Freiland hauptsächlich in wärmeren Gebieten. Bei uns wird sie ausschließlich in Gewächshäusern angebaut.
Die heimische Aubergine aus dem Gewächshaus ist überwiegend rundoval mit glatter Oberfläche und schöner Violettfärbung. Das weißliche bis cremefarbene Fruchtfleisch der Aubergine enthält zahlreiche kleine essbare Kerne. Ihr Geschmack ist mild und und doch ein wenig pikant. Damit passt die Aubergine ideal zu anderen Sommergemüsesorten wie Paprika oder Zucchini.
Aubergine: Das steckt drin!
Der größte Bestandteil der Aubergine ist Wasser – eine kleine Aubergine enthält damit gerade mal rund 20 Kalorien. Sie enthält zusätzlich die Mineralstoffe Calcium und Eisen, Vitamin B und C. Außerdem werden der Aubergine heilende Kräfte nachgesagt: Sie soll bei Rheuma, Ischias und Nierenleiden helfen. Auch den Cholesterinspiegel im Blut soll die Aubergine senken, außerdem gilt Sie als ideale Kost für Diabetiker.
Aubergine: Wie lagern und wo einkaufen?
Lange Lagerung nach dem Kauf mag die Aubergine nicht, im Kühlschrank wird die Schale schnell fleckig, und das Fruchtfleisch verfärbt sich bräunlich. Sie reagiert besonders empfindlich auf Ethylengas, das von anderen reifenden Früchten und Gemüsesorten abgegeben wird. Unser Tipp: Aubergine separat aufbewahren und nicht länger als 3 Wochen bei 10 Grad lagern.
Angeboten wird die Aubergine rund ums Jahr, auf dem heimischen Mark bekommt man sie von Juli bis Oktober. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Aubergine reif ist, ein frisches, sauberes Aussehen hat und frei von Feuchtigkeit und fremden Gerüchen ist.

Hübsches Kleid, delikates Inneres: Das ist die Aubergine!
Aubergine: Wie verarbeiten?
Die Aubergine keinesfalls roh essen, da Sie Bitterstoffe wie Alkaloid Solanin enthält. Dadurch kann es zu Magen- und Darmbeschwerden oder Übelkeit kommen.
Vor der Zubereitung ist es ratsam, dem Fruchtfleisch der Aubergine die Bitterstoffe zu entziehen. Einfach die Aubergine in die gewünscht Form wie etwa Scheiben oder Stifte schneiden und mit Salz bestreuen. Etwa 30 Minuten ziehen lassen. Dann das ausgetretene Wasser abschütten und das Salz mit einem Pinsel oder Tuch entfernen. Das vorherige Salzen empfiehlt sich besonders dann, wenn Sie die Aubergine solo braten wollen. Sie schmeckt dann milder, wird weicher und braucht zum Braten nicht so viel Fett. Für Gerichte, in der die Aubergine gekocht wird, wie zum Beispiel Ratatouille, können Sie den Salz-Schritt auch auslassen.
Außerdem sollten Sie die Aubergine immer mit Schale verarbeiten, damit die Vitamine, Mineralstoffe und das Aroma erhalten bleiben. Aber bitte vorher immer gründlich waschen!
Es gibt viele und leckere Zubereitungsmöglichkeiten für die Aubergine. Ob gegrillt oder gebraten, geschmort oder gedünstet, gefüllt oder in Aufläufen und Eintöpfen. Im Orient wird sie als Vorspeise in Form von Püree oder Paste gereicht. In Griechenland findet sie im Moussaka, einem Auflauf, Verwendung. Im Sommer ist die Aubergine ein idealer Fleischersatz beim Grillen und ein wunderbarer Auftakt für ein leichtes Sommermenü.

Lecker! Aubergine als mediterraner Auflauf (Moussaka)
Aubergine: Geschichtliches & Sorten
Nach Europa kam die Aubergine um 1400 über die arabischen Länder durch die Mauren nach Spanien.
Die Artenvielfalt der Aubergine ist sehr groß, wir kennen häufig nur die dunkelviolette, längliche Aubergine. Schauen wir über die Märkte dieser Welt entdecken wir, dass es daneben auch weiße, rosafarbene, grüne, gelbe und schwarze Auberginen gibt. Manche sind einfarbig, andere gestreift. Sie können lang oder rund sein oder auch aussehen wie ein Korkenzieher. Tipp: Ein besonders intensives Aroma hat die Sorte „Black Dwarf“.





























