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Bärlauch: aromatisches Kraut

Bärlauch, Bärlauch RezepteBärlauch bringt feine Würze in Gerichte. Wir zeigen tolle Bärlauch Rezepte wie das klassische Bärlauchpesto. Dazu Tipps rund um Bärlauch ernten, einfrieren und zubereiten.

Bärlauch Rezepte
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Klassiker Bärlauchpesto: das Grundrezept

Für das klassische Bärlauchpesto braucht man 100 Gramm Bärlauch. Der wird zuerst gewaschen und dann trockengeschleudert. Stiele entfernen und Bärlauch grob hacken. Für das Bärlauchpesto danach 60 Gramm gehackte Mandeln oder Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und abkühlen lassen. 20 Gramm Parmesan in Streifen hobeln, weitere 60 Gramm Parmesan fein reiben. Alles zusammen mit gut 120 Millilitern Olivenöl im Mixer pürieren. Bärlauchpesto kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Beliebt: Bärlauchpesto, das sich schnell selber machen lässt.

Dieses Rezept reicht für 2 Portionen. Im Glas ist das Bärlauchpesto mehrere Wochen haltbar. Es wird später mit etwas Nudel-Kochwasser vermengt und unter die Nudeln gemischt. Extra-Tipp: Sie können das Bärlauchpesto auch einfrieren, dann hält es noch länger. Und: Das feine, schnell gemachte Bärlauchpesto eignet sich wunderbar als kulinarisches Mitbringsel zum Frühlingsfest bei Freunden.

Neben dem klassischen Bärlauchpesto empfehlen wir auch Bärlauchöl, das sich super-schnell und einfach selber machen lässt und immer wieder Salate, Suppen und geröstetes Brot aromatisch bereichert.

Bärlauch bringt feines, knoblauchähnliches Aroma an Risotto & Co..

Bärlauch: Saison

Auf dem Wochenmarkt, in gut sortierten Supermärkten oder im Wald findet man frischen Bärlauch. Seine Saison startet – je nach Witterung – irgendwann im März, hat im April ihre Hochphase und endet im Mai mit der Blütezeit für Bärlauch. Wenn der Bärlauch seine niedlichen weißen Blütendolden bildet, verlieren die Blätter deutlich an Aroma.

Die Bärlauchblüten kann man dann noch wunderbar als Deko verwenden, wie etwa für unsere Wildkräutersuppe mit essbaren Blüten.

Nach der Blüte kommen kleine Beeren, und im Juli ist der Bärlauch schon wieder komplett verschwunden. Seine Zwiebeln stecken tief in der Erde und sammeln dann neue Kraft für das nächste Frühjahr.

Bärlauch wächst bei uns in Wäldern. Dort verströmt er würzigen Duft.

Bärlauch einfrieren und aufbewahren

Ganz frischer Bärlauch hält sich nur ein bis zwei Tage. Die Stiele eines Blätterbündels wickeln Sie in feuchtes Küchenpapier und legen das Bündel in einem verschlossenen Plastikbeutel ins Gemüsefach Ihres Kühlschranks.

Zum Trocknen eignet sich der Bärlauch nicht, er verliert dann sein würziges Aroma. Besser: Bärlauch einfrieren! Dazu die Blätter waschen, vorsichtig abtrocknen, die Stiele entfernen und den Bärlauch klein hacken. Dann portionsweise in Gefrierbeuteln in die Tiefkühltruhe geben. Doch auch beim Einfrieren wird der Bärlauch etwas Aroma einbüßen.

Am besten “lagert” man Bärlauch, indem man das Würzkraut mit Olivenöl in Verbindung bringt – das konserviert. Sie können zum Beispiel die leicht klein geschnittenen Blätter zusammen mit Olivenöl und etwas grobem Meersalz in ein verschließbares Glas geben. Dann behält der Bärlauch sein Aroma und bleibt mehrere Monate lang verwendbar. Wichtig ist dabei, dass der Bärlauch immer gut mit Öl bedeckt ist.

Rezept Express-Bärlauchöl: Sie können 50 Gramm frischen, in Streifen geschnittenen Bärlauch in eine Flasche mit einem Liter Olivenöl geben. Nach etwa einem Monat ist das Bärlaucharoma ins Öl übergegangen.

Bärlauch verwenden und zubereiten

  1. In den meisten Bärlauch Rezepten wird generell empfohlen, die Stiele vom Bärlauch zu entfernen. Das liegt daran, dass sie ziemlich hart sind.
  2. In jedem Fall muss der Bärlauch vor der Zubereitung gründlich gewaschen und trocken geschleudert werden.
  3. Beim Würzen mit Bärlauch ist einzig und allein der eigene Geschmack gefragt: Der eine mag es intensiver, der andere lieber mild. Schmecken Sie die Gerichte ab und lassen Sie auch den anderen Zutaten Raum zur geschmacklichen Entfaltung.
  4. Bedenken Sie, dass Bärlauch beim Kochen und Backen an Intensität verliert, das Aroma wird schwächer als das der ganz frischen, unverarbeiteten Blätter.
  5. Gehackte oder in Streifen geschnittener Bärlauch eignet sich auch ganz wunderbar als Topping auf Suppen und als grüne Deko auf nahezu allen herzhaften Gerichten.

Frischer Bärlauch ist lecker und sehr gesund.

Bärlauch ernten

Einfach herrlich: Man macht einen Waldspaziergang und kommt mit dem Abendessen nach Hause! Bärlauch fühlt sich besonders am Rande von Laubwäldern, auf feuchten, nährstoffreichen Böden rundum wohl. Buchenwälder sind dem Bärlauch das Liebste – dort breitet er sich zu einem regelrechten Teppich aus. Der würzige Knoblauchduft weist den Sammlern den Weg zum Bärlauch.

Bärlauch ernten – Verwechslung mit Maiglöckchen vermeiden:

  1. Das Sammeln von Bärlauch in ausgewiesenen Naturschutzgebieten ist generell verboten.
  2. Vor der Blütezeit schmeckt Bärlauch am besten.
  3. Gefährlich wird es, wenn Sie die Blätter des Bärlauchs mit denen des Maiglöckchens oder der Herbstzeitlosen verwechseln! Alle Blätter sehen sich durchaus ähnlich: Sie sind länglich, sitzen auf Stängeln und wachsen gerne in Wäldern. Die Blätter des Maiglöckchens und die der Herbstzeitlosen sind aber sehr giftig! Bärlauch: Verwechslung vermeiden: Achten Sie auf den Geruch, nur Bärlauch riecht stark nach Knoblauch! Gerade dann, wenn Sie das Blatt zerreiben, kommt das Aroma gut durch.
  4. Entfernen Sie nur ein Blatt pro Pflanze – dann kann sich der Bärlauch im Wald besser weiterentwickeln.
  5. Auch diverse Krabbeltiere finden Bärlauch ganz großartig. Deswegen sollten Sie die frischen Blätter vor der Zubereitung immer gründlich waschen. Wer absolut auf Nummer Sicher gehen will, blanchiert den Bärlauch kurz in kochendem Wasser.

Bärlauch anpflanzen

Da Bärlauch immer beliebter wird, bekommt man sowohl ausgewachsene Pflanzen, als auch Samen oder Zwiebeln in vielen Gärtnereien. Die frischen Samen werden im Juli ausgesät, die Zwiebeln steckt man im Herbst tief in die Erde. Bärlauch braucht in jedem Fall einen humusreichen Boden mit ausreichend Feuchtigkeit, Halbschatten sowohl viel Platz: Denn Bärlauch verbreitet sich stark! Die Zwiebeln teilen sich, es entstehen immer neue Blätterbüschel. Und Bärlauch sät sich auch selbst immer wieder neu aus. Ein bisschen Vorsicht und laufende Kontrolle ist also beim Anpflanzen von Bärlauch im eigenen Garten ratsam!

Bärlauch: Wirkung trifft Geschmack!

Bärlauch: Wirkung

In Reformhäusern und Bioläden gibt es mittlerweile sogar schon Tabletten mit Bärlauch oder Saft, der aus den Blättern gepresst wird. Denn: Bärlauch ist so gesund! Dabei hat er gegenüber seinem Verwandten, dem Knoblauch drei entscheidende Vorteile: Er schmeckt raffinierter und feiner als Knoblauch, ist leichter verdaulich und verursacht weit weniger der lästigen Gerüche, die unseren Mitmenschen das Atmen in unserer Nähe schwer machen.

Bärlauch: Wirkung auf unsere Gesundheit

  1. Bärlauch fördert die Verdauung, unterstützt die gesunde Darmflora, entkrampft den Magen und hilft gegen Appetitlosigkeit.
  2. Beim Zerkleinern entfalten die Aromastoffe eine antibakterielle Wirkung. Gerade in der Erkältungszeit ist Bärlauch daher sehr beliebt: Bakterien werden zerstört, das Fieber gesenkt, der Husten gelindert.
  3. Bärlauch enthält viel Vitamin C. In 100 Gramm Bärlauch stecken 150 Milligramm des Vitamins, in der gleichen Menge Kopfsalat sind es nur knapp 13 Milligramm! Schon 50 Gramm Bärlauch decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.
  4. Unser Herz-Kreislaufsystem profitiert ebenfalls vom Bärlauch: Er senkt den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel, wirkt Ablagerungen in den Blutgefäßen entgegen und beugt sogar Herzinfarkten vor.
  5. Im Bärlauch stecken außerdem Magnesium, Mangan und Eisen. Zusammen mit dem Vitamin C unterstützen Sie unsere Abwehrkräfte.

Text: Saskia Menzyk