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Birne – die mochte schon Homer

Die Birne schmeckt süß und herzhaft zubereitet. Leckere Birnenrezepte und Tipps zu Einkauf und Lagerung.

Birnensorten

Die Birne ist eine sommergrüne Frucht, die an Bäumen, aber auch an Sträuchern wächst. Sie blüht bei uns Mitte April und ist somit noch durch Spätfrost bedroht. Ursprünglich kommt die Birne aus dem Kaukasus und Anatolien. Sie ist ein so genannter Kulturfolger und bereits Homer wusste von der Birne zu berichten. Es wurden im Laufe der Zeit immer mehr verschiedene Arten der Birne gezüchtet, heute gibt es rund 5.000 Sorten. Man unterscheidet zwischen Sommer-, Herbst- und Winterbirnen, die in Deutschland von August bis Oktober geerntet werden. Um eine ganzjährige Verfügbarkeit der Birne zu garantieren, wird sie nicht nur aus Deutschland und Europa, sondern auch aus Ländern wie Südafrika oder Argentinien bezogen.

Die Sommerbirne eignet sich toll für Birnen, Bohnen und Speck.

In Deutschland wird die bekannte Williams Christ-Birne von Ende August bis Mitte September geeerntet, sie ist gut zum puren Verzehr und Einmachen geeignet. Besonders gut in der Küche verarbeiten lässt sich die schlanke Sorte Conference, die ab Oktober erhältlich ist.

Birne: süße und herzhafte Rezepte

Birnen schmecken am besten mit Schokolade – zum Beispiel als bekanntes Dessert “Birne Hélène”. Mit Zimt, Ingwer und Gewürznelken lassen sich mit der Birne im Herbst und Winter aromatische Süßspeisen zubereiten.

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Die Birne lässt sich auf Wunsch in jeden Gang eines Menüs einbeziehen. Sie lässt sich prima dünsten, ist roh ein schmackhafter Begleiter zu Käse und gekocht toll in der Kombination mit Wild und Schweinefleisch.

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Eingekochte Birne

Die Birne eignet sich bestens zum Einkochen. Um die eingemachte Birne möglichst lange genießen zu können, muss unbedingt auf Sterilität geachtet werden. Die Birne wird geschält und halbiert und dann in einer Zuckerlösung eingekocht. Danach die Früchte in sterilisierten Einmachgläsern schichten und diese mit Gummiring und Glasdeckel verschließen. Die Gläser werden dann bei 80 Grad 20 Minuten im Backofen sterilisiert.

Birne als Obstbrand

Ursprünglich ist Williams Christ der Name einer Sorte von Birne. Aber so wird auch ein besonders hochwertiger Obstbrand genannt, der aus der Williams Christ Birne gewonnen wird. Da die Aromastoffe dieser Birne besonders empfindlich sind, erfordert es viel Mühe und Können, sie weiterzuverarbeiten. So sollte die Birne z.B. nur auf dem Höhepunkt ihrer Aromaentwicklung verwendet werden. Will man die Qualität dieses Brandes steigern, sollte man das fertige Produkt bis zu sechs Monate lagern lassen. Einige besondere Marken dieses Brandes zeichnen sich dadurch aus, dass eine ganze Birne in der Flasche ist. Aber wie kommt die Birne in die Flasche? Ganz einfach: Während die Birne in der Blüte ist, werden Flaschen über die Knospen gestülpt. Die Birne reift nun in der Flasche heran. Ein Aufwand, der den höheren Preis eines Williams Christ Birne Obstbrandes erklärt.

Birne kaufen und lagern

Beim Kauf einer Birne kann man ihren Reifegrad durch leichten Druck auf das Stielende feststellen. Eine reife Birne gibt nach. Trotzdem muss beachtet werden, dass eine Birne sich grundsätzlich außen fester anfühlt, als sie es innen ist. Häufig wird die Birne in einem unreifen Zustand gepflückt, um sie ohne Druckstellen ernten zu können. Die Birne ist eine klimakterische Frucht, das bedeutet, sie reift nach ihrer Ernte weiter. Birnen sollten daher rasch verzehrt werden. Am besten lagert man eine unreife Birne bei Raumtemperatur, reife Früchte hingegen sollten in den Kühlschrank. Übrigens: Wenn die Birne zusammen mit Äpfeln gelagert wird, reift sie schneller. Das liegt an dem von den Äpfeln ausgeströmten Etylen.

Birnen am besten rasch verzehren.

Gesunde Birne: Inhaltsstoffe und Vitamine

Die Birne ist eine säurearme Obstsorte mit einem hohen Gehalt an Kalium, Folsäure und Vitamin C. 100 Gramm Birne enthalten 55 Kalorien.

Fotos: Anke Schuetz, Shutterstock, Thorsten Suedfels