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Blumenkohl: das Allround-Talent

Blumenkohl gehört zu den Softies unter den Kohlsorten. Er schmeckt sanft und mild, ist universell einsetzbar und sogar bei Kindern beliebt. Wir verraten Ihnen, was im Blumenkohl steckt und wie man die kleinen Röschen zubereiten kann.

Ob Karfiol, Käsekohl oder Blütenkohl – der Blumenkohl trägt viele Namen. Genauso vielseitig sind die Zubereitungsmöglichkeiten für Blumenkohl: Als Zutat in exotischen Currys, als Basis für die international bekannte Crème Dubarry, die klassische Blumenkohlcrèmesuppe, oder überbacken aus dem Ofen – Blumenkohl ist wandelbar.


Ähnlich wie Brokkoli ist auch der Blumenkohl kein Kohlkopf im klassischen Sinn, sondern er trägt einzelne Röschen mit noch nicht vollständig entwickelten Blütenständen. Sein milder, sanfter Geschmack mit einer leichten Kohlnote macht ihn zur idealen Grundlage für Pürees oder Suppen und zur perfekten Beilage für viele Gerichte.

Interessant zu wissen: Erst durch Züchtungen erhielt der ursprünglich grüne Blumenkohl seine charakteristisch schneeweiße Farbe. Seine vornehme Blässe bekommt der Blumenkohl so: Die Blätter werden über den Blüten zusammengebunden, damit diese nicht mit Licht in Berührung kommen und sich so kein Chlorophyll bilden kann, das den Blumenkohl grün einfärben würde.

Blumenkohl schmeckt hervorragend in Currys.

Blumenkohl: Das steckt drin!
Aufgrund seines hohen Wasseranteils ist Blumenkohl extrem kalorienarm: 100 Gramm Blumenkohl enthalten gerade mal 23 Kalorien. Blumenkohl enthält viele Ballaststoffe, Proteine und, wie die meisten Kohlsorten, sehr viel Vitamin C.  Zudem ist Blumenkohl reich an Kalium und Phosphor.

Seine zarte Zellstruktur macht den Blumenkohl so bekömmlich und leicht verdaulich, weshalb er häufig in der Schonkost oder bei der Ernährung für Babys zur Anwendung kommt.

Blumenkohl: Einkauf & Aufbewahrung
Vom Frühsommer bis in den Herbst hinein hat Blumenkohl in unseren Gefilden Saison. Doch auch im Winter kann man ihn, importiert aus Frankreich, Spanien oder Italien, frisch einkaufen.

Beim Kauf sollten Sie auf feste, weiße Köpfe mit geschlossener Struktur achten. Braune Stellen sind kein gutes Zeichen. Auch das Aroma spielt eine Rolle: Sollte der Blumenkohl streng riechen, ist er alt oder verdorben. Auch die Blätter am Blumenkohl geben Aufschluss über seine Frische: Sind die Blätter knackig und schön grün, sind auch die Röschen perfekt.

Verwenden Sie Blumenkohl nach dem Kauf am besten so bald wie möglich, da er dazu neigt, ein penetrantes Kohlaroma zu entwickeln. Empfehlenswert ist, Blumenkohl nicht länger als zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufzubewahren.

Sie können Blumenkohl auch ganzjährig aus dem Tiefkühlfach im Supermarkt kaufen oder zur Saison selber frisch verarbeiten, blanchieren und dann einfrieren. Einziger Nachteil: Aufgetauter Blumenkohl kann leicht wässrig und weniger aromatisch schmecken.

Rezeptsammlung
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Blumenkohl: die Zubereitung
Der kulinarischen Vielfalt von Blumenkohl sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Sogar roh im Salat oder zu einem pikanten Dip ist der Blumenkohl eine delikate Angelegenheit.

So bereiten Sie den Blumenkohl vor: Zunächst den Strunk abschneiden, dann alle Blätter mit den Händen vom Kopf lösen. Anschließend wird der Blattansatz samt Strunk vorsichtig vom Kohlkopf abgeschnitten.

Tipp: Da für einige Zubereitungsarten der Blumenkohl im Ganzen gegart wird, schneiden Sie den Strunk am besten zunächst kreuzweise ein, um ihn dann zu entfernen und den Blumenkohlkopf dabei möglichst unbeschadet zu lassen. Werden hauptsächlich die Röschen verwendet, wird der Strunk keilförmig herausgeschnitten, die einzelnen Röschen werden danach mit einem Messer aus dem Kopf herausgetrennt.

Nun wird der Blumenkohl gewaschen. Danach kommt er ins Wasser und wird – je nach Geschmack – kurz blanchiert oder bis zu 15 Minuten gekocht. Tipp: Ein Schuss Milch im Kopfwasser sorgt dafür, dass der Blumenkohl schön weiß bleibt.

Blumenkohl gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Versionen auf dem Markt. Am häufigsten begegnet man dabei Romanesco und violettem Blumenkohl.

Blumenkohl in vielen Farben auf dem Markt: Am häufigsten findet man den besonders aparten Romanesco und den violetten Blumenkohl. Selten ist der orangefarbene Blumenkohl.

Blumenkohl in all seiner Farbenpracht
Eine in den letzten Jahren immer populärer werdende Blumenkohl-Art ist der Romanesco.
Aufgrund seiner hellgrünen, spitz zulaufenden Röschen, die wie kleine Türmchen emporragen, findet man Romanesco auch unter dem Namen Minarett-Kohl im Handel.

Romanesco ist im Geschmack intensiver und würziger als Blumenkohl. Zudem ist sein Vitamin C-Gehalt wesentlich höher.

Vereinzelt kann man mittlerweile noch farbenfrohere Blumenkohlsorten bei uns antreffen. Eine in den USA relativ verbreitete Form des Gemüses ist der violette Blumenkohl. Verantwortlich für die violette Färbung ist Antocyan, derselbe Farbstoff, der auch im Rotkohl zu finden ist und dem nachgesagt wird, dass er sich positiv auf Herzkrankheiten auswirke, weil er die Blutgerinnung verlangsame.

Noch seltener als der violette Blumenkohl ist die Variante in Orange. Dieser Blumenkohl enthält, wie die Färbung bereits andeutet, einen sehr hohen Gehalt an Beta-Carotin, das wir beispielsweise aus Karotten kennen.

Keine Angst: Das breite Farbspektrum des Blumenkohls geht nicht auf eine Genmanipulation des Blumenkohls zurück, sondern wurde durch einfache Züchtung erreicht.