Brokkoli zählt zu den beliebtesten Gemüsesorten der Welt und ist ganz nebenbei ein wahres Feuerwerk der Nährstoffe. Brokkoli ist unheimlich gesund, vielseitig in der Küche einsetzbar und sehr lecker.
Auch wenn die Brokkoli-Saison hierzulande nur von Mitte Juni bis Oktober reicht, gibt es Brokkoli das ganze Jahr über frisch im Supermarkt zu kaufen. Optisch weist er kaum Ähnlichkeiten mit anderen Kohlsorten auf, da es sich bei ihm, wie auch beim Blumenkohl, um eine spezielle Züchtung handelt. Der Brokkolikopf ist in einzelne Röschen aufgeteilt. Diese Röschen sind – botanisch gesehen – Blütenstände, die geerntet werden bevor sich die Blüten öffnen.
Sowohl die Röschen als auch der Strunk vom Brokkoli sind essbar. Der Geschmack der Röschen erinnert an Blumenkohl, während der Strunk das Aroma von grünem Spargel aufweist, weshalb Brokkoli früher auch unter der Bezeichnung “Spargelkohl” bekannt war.

Hier wird nichts verschwendet. Alles vom Brokkoli ist essbar und lecker.
Brokkoli: Das steckt drin!
Würde man sämtliche Nährstoffe aufzählen, die im Brokkoli enthalten sind, bräuchte man eine ganze Weile, denn die Liste ist lang. Die vielen guten Inhaltsstoffe machen den Brokkoli zu einem echten Wunderwerk für unsere Gesundheit.
Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen im Brokkoli gehört das essentielle Spurenelement Chrom.
Krankheiten wie Diabetes oder ein zu hoher Cholesterinspiegel werden mit einem Chrommangel in Verbindung gebracht. Chrom wird nachgesagt, einen positiven Einfluss auf den Metabolismus und die Insulinproduktion auszuüben.
Brokkoli enthält zudem das indirekte Antioxidans Sulforaphan, welches bei regelmäßigem Verzehr eine Senkung des Krebsrisikos bewirken soll und die Haut vor schädlicher UV-Strahlung schützt.
Auch Kalium, Kalzium und Eisen zählen zu den Inhaltsstoffen im Tausendsassa Brokkoli. Ein hoher Anteil an Ballaststoffen und Vitaminen wie C, E und Provitamin A sowie nur 25 Kalorien je 100 Gramm runden das Bild von Brokkoli als ideales Diät- und Fitnessgemüse ab. Aufgrund seines hohen Gehalts an Coenzym Q10 wird Brokkoli außerdem eine verjüngende Wirkung nachgesagt – Brokkoli bezeichnet man daher auch als Beauty-Food.
Brokkoli: Einkauf & Aufbewahrung
Frischen Brokkoli erkennt man an einer dunkelgrünen bis blaugrünen Färbung der Röschen. Der Kohlkopf sollte recht kompakt sein, die Blütenstände straff, ungeöffnet und vor allem noch nicht gelb.
Da Brokkoli auch nachträglich noch aufblühen kann, sollte man ihn unbedingt kühl und dunkel lagern. Im Allgemeinen wird Brokkoli schnell welk und verliert seine wertvollen Nährstoffe. Brokkoli sollte am besten in Frischhaltefolie eingewickelt und im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert und innerhalb der nächsten drei Tage verbraucht werden.
Tipp: Lagern Sie Brokkoli möglichst nicht gemeinsam mit ethylenproduzierenden Obst- und Gemüsesorten wie Äpfeln, Bananen oder Tomaten. Dadurch verdirbt Brokkoli schneller.
Brokkoli lässt sich auch leicht einfrieren, sollte aber zuvor für drei Minuten blanchiert werden.

Brokkoli passt wunderbar in pikante Pfannengerichte, genauso wie in Suppen oder Salate.
Brokkoli: die Zubereitung
Lange Zeit hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass Brokkoli im rohen Zustand giftig sei. Brokkoli ist roh jedoch unbedenklich verzehrbar und sogar gesund: Denn das Enzym im Brokkoli, das zur Freisetzung des krebsvorbeugenden Antioxidans Sulforaphan benötigt wird, ist sehr hitzeempfindlich und zerfällt beim Kochen. Allerdings ist es ratsam, vorerst nur kleine Mengen auf ihre Bekömmlichkeit zu testen, da roher Brokkoli zu Bauchschmerzen führen kann.
Und so bereiten Sie Brokkoli vor: Schneiden Sie zunächst den Kopf mit den Röschen vom Strunk ab und teilen Sie ihn dann in gleichmäßige Röschen auf. Tipp: Achten Sie darauf, dass alle Röschen ungefähr eine Größe haben, damit sie später zeitgleich gar werden.
Schälen Sie mit einem Messer oder einem Sparschäler die holzige Rinde vom Strunk ab und schneiden Sie diesen in Stücke. Waschen Sie nun die Röschen und die Strunkteile vom Brokkoli gründlich. Anschließend können Sie den Brokkoli auf einer Rohkostplatte mit einem würzigen Dip servieren oder ihn für etwa zwei Minuten in kochendem Salzwasser bissfest blanchieren. Ganz nach Geschmack können Sie Brokkoli natürlich auch länger garen, er wird dann weicher, verliert aber auch mehr seiner gesunden Inhaltsstoffe.
Wenn Sie sicherstellen wollen, dass der Kochvorgang unterbrochen ist und der Brokkoli nicht mehr nachgart, schrecken Sie den Brokkoli sofort in einer Schüssel mit Eiswasser ab. Auch die dunkelgrüne Farbe des Brokkolis bleibt auf diese Weise erhalten. Den blanchierten Brokkoli können Sie sofort genießen oder in Gefrierbeutel verpackt für bis zu neun Monate einfrieren.


























