nlpopup

Das Ei: Tipps & Rezepte

Eier können vielseitig zubereitet werden: Probieren Sie Rezepte für herzhafte Gerichte und Kuchen. Erfahren Sie mehr über die Eierkennzeichnung und -haltbarkeit.

Rezepte mit Ei

Umgangssprachlich meinen wir mit dem Begriff Ei meist das Hühnerei. Das gehört zu den vielseitigsten Zutaten in der Küche: Die Gerichte mit Ei reichen vom einfachen Spiegelei bis hin zu verschiedenen Omelettes.

Fotostrecke
25 Bilder
Fotostrecke
30 Bilder

Eier kochen, braten, pochieren

Das Ei lässt sich auf unterschiedliche Arten zubereiten.

1. Im Topf mit heißem Wasser kann man das Ei kochen. Für ein weiches Ei muss das Ei nur drei Minuten kochen, nach acht bis zehn Minuten wird das Ei hart. Aber: Die Kochzeit für das perfekte Ei hängt stark von dessen Größe ab. Ein bisschen Übung gehört also dazu.

2. Das Ei in der Pfanne ergibt entweder Rührei oder Spiegelei. Beim Spiegelei mögen die einen das Ei von beiden Seiten gebraten, andere lieben das noch flüssige Eigelb.

3. Das Ei können Sie pochieren. Dazu geben Sie das Ei in eine kleine Schüssel. Parallel erhitzen Sie in einem Topf eine Mischung aus Essig und Wasser auf etwa 65 bis 75 Grad. Das rohe Ei geben Sie in die heiße Mischung. Nach etwa sieben Minuten ist das Eiweiß fest, das Eigelb im Inneren noch schön weich.

4. Gerade für Kuchen müssen die Eier oft getrennt werden – also Eiweiß in die eine Schüssel, Eigelb in die andere. Dafür gibt es spezielle Ei-Trenner, aber mit ein wenig Geschick kann man das Ei auch trennen, indem man die Schale in der Mitte bricht und die beiden Hälften als Trennhilfe benutzt. Gerade auch für das Schlagen von Eischnee ist es ganz wichtig, das Ei sauber zu trennen: Schon ein kleiner Rest des Eigelbs führt dazu, dass das Eiweiß nicht steif wird.

Weiches Ei oder lieber hartes Ei?

Weiches Ei oder lieber hartes Ei?

Was steckt drin im Ei?

Das Ei ist eine Eiweißquelle erster Güte, das Protein ist in der Wertigkeit höher als das von Fleisch, Milch oder Fisch. Das Ei enthält außerdem zahlreiche Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Eisen und Vitamin D. Eier machen lange satt und sind im Allgemeinen gut verdaulich. Und: Schon ein Ei deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Eiweiß zu 15 Prozent.

Eierkennzeichnung

Beim Kauf der Eier können Sie einiges beachten, um beste Qualität zu erhalten. Erstes Kriterium beim Ei: Die Schale sollte nicht angestoßen oder eingerissen sein. Zweiter Blick: Das Ei hat eine bestimmte Gewichtsklasse. Ist das Ei mit “S” gekennzeichnet, ist es klein, wiegt unter 53 Gramm. Es folgen die Größen M, L und XL – in der größten Klasse wiegt das Ei 73 Gramm und mehr.

Stempel auf dem Ei

Auf jedem Ei ist außerdem ein Stempel, der Aufschluss über die Tierhaltung und das Herkunftsland gibt. Der Stempel setzt sich aus verschiedenen Codes zusammen:

0 = Ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung
AT = Österreich
BE = Belgien
DE = Deutschland
IT = Italien
NL = Niederlande

Zum Schluss folgt die Identifizierung des Betriebes. Den Betrieben wird eine individuelle Nummer zugeteilt. An diese Kennnummer können weitere Stellen angefügt werden, zum Beispiel für den Stall.

Wissenswert: Seit dem 1. Januar 2010 ist die Käfighaltung in Deutschland erfreulicherweise verboten. Jedoch gibt es immer noch Eier aus Käfighaltung, diese Eier kommen dann aus dem Ausland. Achten Sie gerade deshalb auf den Stempel auf jedem Ei!

Aufbewahrung und Haltbarkeit von Eiern

Im Umgang mit dem Ei in der Küche ist Sauberkeit gefragt. Eier sind quasi umgeben von einer Vielzahl von Bakterien, Viren und Erregern. Die sind in der Hauptsache zwar ungefährlich für den Menschen, dennoch können ein paar Vorsichtsmaßnahmen nicht schaden.

Eier sind ca. 28 Tage haltbar, sollten aber ab dem 18. Tag im Kühlschrank gelagert werden. Vor dem Genuss sollte das Ei gekocht werden, denn die gefährlichen Salmonellen sterben bei über 70 Grad ab. Für Speisen wie Mayonnaise oder Tiramisu, in denen rohes Ei verwendet wird, sollten Sie nur ganz frische Eier verwenden.

Ein frisches Ei schmeckt am besten

Ein frisches Ei schmeckt am besten

Woran erkennt man ein frisches Ei?

Zwei Tricks helfen, zu Hause ein frisches von einem weniger frischen Ei zu unterscheiden.

Trick 1: Legen Sie das Ei in ein Glas mit Wasser. Sinkt das Ei, ist es frisch. Wenn es senkrecht steht, ist es zwei bis drei Wochen alt und nicht mehr lange haltbar. Schwimmt das Ei an der Oberfläche, ist es verdorben.

Trick 2: Drehen Sie das Ei auf dem Tisch oder der Arbeitsfläche. Dann stoppen Sie es kurz mit dem Finger und lassen es sofort wieder los. Dreht sich das Ei weiter, ist es frisch. Der Dreh-Trick hilft auch dabei, ein rohes von einem gekochten Ei zu unterscheiden: Eiert das Ei herum, ist es roh, dreht es sich schnell, ist es gekocht.

Text: Saskia Menzyk