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Einkochen: kleine Schätze im Glas

Einkochen feiert ein Revival. Nachdem es lange Zeit in Vergessenheit geraten war, entdecken nun immer mehr Hobbyköche das Einkochen für sich. Denn mit dem Einkochen kann man saisonale Köstlichkeiten haltbar machen und später genießen.

Das Einkochen hat eine jahrhundertlange Tradition. Die Liste der Zutaten und Geschmackskombinationen beim Einkochen sind lang: Herzhaftes mit Gemüse, Süßes mit Obst, Pikantes mit beidem und sogar Wurst und Fleisch – alles lässt sich einkochen und dadurch haltbar machen.

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Einkochen: Was ist das?
Einkochen ist eine Konservierungsmethode, bei der Lebensmittel zwischen 75 und 100 Grad in geschlossenen Gläsern erhitzt werden. Durch die Hitze entsteht ein Überdruck im Glas, da sich die Luft und der Wasserdampf im Glas ausdehnen. Beim Abkühlen bildet sich dann im Gefäß ein Vakuum, das den Deckel des Glases luftdicht verschließt.

Die Nährstoffe der Lebensmittel bleiben beim Einkochen weitestgehend erhalten, lediglich beim Vitamin C und beim Beta-Carotin muss man durch das Einkochen Verkuste von bis zu 60 Prozent hinnehmen.

Einkochen: So geht’s
Die wichtigsten Utensilien für das Einkochen sind: ein großer Topf (oder ein professioneller Einkoch-Topf, Preise ab etwa 50 Euro), Einkoch-Gläser und am besten auch ein Kochthermometer. Dazu kommen  Dinge, die jeder in der Küche hat wie ein Geschirrtuch, ein Messer und eine Zange. Dann kann es losgehen.

Tolle Leckereien lassen sich einkochen und so haltbar machen

Wichtiger erster Schritt: Die Gläser müssen absolut sauber sein! Sie müssen vor dem Einkochen genauso wie die Deckel, Gummiringe und anderen Utensilien heiß gespült werden. Unser Tipp für absolute Sauberkeit: Die Gläser für das Einkochen nach dem Spülen in einen Topf mit Wasser geben und einmal sprudelnd aufkochen lassen. Mit einer Zange herausnehmen und umgedreht auf ein Geschirrtuch stellen. Und noch ein Hinweis: Die Gummiringe nicht mit Spülmittel behandeln, sie schließen dann nicht mehr richtig. Besser mit einem Schuss Essig ebenfalls im Wasser einige Minuten aufkochen.

Nach dieser Vorarbeit beginnt das Vorbereiten der Zutaten. Zweiter Schritt: Zuerst wird das Obst oder Gemüse geputzt und entstielt, entsteint oder entkernt. Kleine Macken werden heraus geschnitten. Wichtig ist, dass sich die Zutaten in einwandfreiem Zustand und von guter Qualität sind: Unreifes Obst und Gemüse schmeckt später aus dem Glas wenig aromatisch, überreife Zutaten hingegen könnten gären und das Einkochen verderben. Und noch ein Tipp: Obst und Gemüse erst putzen und dann wiegen – sonst stimmen die Mengenangaben aus den Rezepten für das Einkochen nicht und das Chutney wird wässrig oder die Konfitüre flüssig.

Dritter Schritt: Alle Zutaten kommen in das saubere Einkochglas. Das Glas verschließen und in den Topf stellen, ohne dass sie sich berühren. Unser Tipp: Um ein Berühren der Gläser zu vermeiden, können Sie entweder einen speziellen Einsatz fürs Einkochen in den Kochtopf legen oder ein Geschirrtuch auf den Boden legen, auf dem die Gläser Halt finden und nicht verrutchen.

Nun kommt das eigentliche Einkochen als vierter Schritt: So viel Wasser in den Topf füllen, dass die Gläser etwa zu drei Viertel im Wasser stehen – das Einmachgut muss komplett vom Wasser umgeben sein. Die Zeit, die man für das Einkochen einplanen muss, ist ganz unterschiedlich und richtet sich in erster Linie nach den Zutaten. Sie liegen zwischen 10 Minuten und zwei Stunden – je nach Einmachgut.
Wichtig: Das Wasser wird beim Einkochen nur langsam auf 75 bis 100 Grad erhitzt! Am besten lässt sich das mit einem Kochthermometer überprüfen.

Danach folgt als letzter und wichtiger Schritt das Abkühlen. Zunächst bleiben die Gläser nach dem Einkochen noch gut 10 Minuten im heißen Wasser stehen. Danach nehmen Sie die heißen Gläser aus dem Topf und legen ein Küchentuch darüber. So kühlen die Gläser langsam ab, das Vakuum kann sich bilden.

Durch das Einkochen werden die Lebensmittel haltbar gemacht. Süße Konfitüren können Sie bis zu zwei Jahre lagern, eingekochtes Obst und Gemüse rund ein Jahr.

Herzhaftes einkochen: Chutneys schmeckt gut als Dip zu vielen Speisen

Alternative Methoden für das Einkochen
Nicht nur im Topf lassen sich Lebensmittel einkochen, auch im Backofen gelingt das ganz wunderbar. Die ersten Schritte sind identisch: Gläser, Gummiringe und Klammern gut säubern, Obst und Gemüse vorbereiten, alles in die Gläser füllen. Für das Einkochen im Ofen dann die Fettpfanne mit Wasser füllen, auf die unterste Schiene schieben und die gefüllten und geschlossenen Gläser mit Abstand zueinander in die Fettpfanne stellen.

Obst im Backofen bei 150 bis 160 Grad einkochen, Gemüse bei 190 bis 200 Grad. Die Gläser danach noch etwa eine halbe Stunde im Ofen stehen lassen und anschließend zugedeckt langsam abkühlen lassen.

Neben Herd und Backofen gibt es noch die Express-Variante fürs Einkochen! Sie eignet sich besonders gut für Einkoch-Einsteiger, lange Kochzeiten entfallen, man bracht weniger Utensilien.
Sie brauchen Twist-Off-Gläser für dieses schnelle Einkochen, also Gläser mit Schraubverschluss. Die müssen zunächst auf jeden Fall auch erst gründlich gesäubert werden. Dann werden Konfitüren, Säfte, Chutneys und Gelees nach Rezept zubereitet und noch heiß in die Gläser gefüllt. Unser Tipp: Vorher die Gläser noch einmal heiß ausspülen, damit sie nicht platzen oder springen, wenn die heiße Masse hineingefüllt wird.
Dann werden die Deckel zugeschraubt und die Gläser für einige Minuten auf den Kopf gestellt. Danach einfach die Gläser umdrehen und wie beim klassischen Einkochen mit einem Küchenhandtuch bedeckt langsam abkühlen lassen. Dabei zieht sich der Deckel leicht nach innen, auch hier entsteht das schützende Vakuum. Später beim Öffnen der Gläser hören Sie das typische “Plöpp”.

Schöne Gläser, die sich sehr gut verschenken lassen

Einkochen: Gläser verschönern
Die fertigen Gläser bieten sich als Mitbringsel oder Geschenk an. Mit Bändern, Tüchern oder Etiketten lassen sich aus den schlichten Gläsern zum Einkochen exklusive Geschenke machen.

Bänder: Einfach ein schönes Band um das Glas oder den Deckel binden und schon ist es bereit zum Veschenken.

Seidenpapier: Ein Stück Seidenpapier zuschneiden und um den Deckel binden, mit etwas Bast fixieren und fertig.

Etiketten: Zu jedem Anlass und Inhalt hat man das richtige Kärtchen! Entweder man kauft Etiketten oder Aufkleber für die Gläser oder macht sie einfach selbst. Aus Kartonpapier das Etikett ausschneiden und mit einem Goldstift oder ähnlichem beschriften. Dann das Kärtchen lochen und mit einem dünnen Band an dem Glas befestigen oder aufkleben.
Hübsche Etiketten können Sie bei uns auch kostenlos herunterladen: Etiketten (PDF)